Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt

Crustaceen

Sektion Crustaceen

Die Crustaceensektion beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Großkrebsen der Gruppe der Zehnfüßer sowie mit Ranzenkrebsen, hier vor allem mit den Asseln. Das sind Tiere, die auch schon der Laie sofort als Krebse erkennt und einordnet. Diese für Crustaceenverhältnisse sehr artenreichen Gruppen (ca. 14.000 Decapoda und ca. 12.000 Asselarten) weist auch eine sehr große Formenvielfalt auf, die ihr erlaubt, alle Lebensräume des Meeres und des Süßwassers zu besiedeln, von der Tiefsee bis in die Brandungzone des Meeres. Sie leben aber auch in großen Flußsystemen wie in Gebirgsbächen oder im Himalaya und den Alpen. Sogar das Land haben sie erobert, die Mangroven und Strände vom Meer aus und trockenere Böden im Gebirge von Süßwasser aus.

Diese ungeheure Formenvielfalt, die nur zum Teil erfasst und noch viel weniger verstanden ist, betrachten wir als Herausforderung. Unsere Arbeiten konzentrieren sich daher einerseits auf die Taxonomie, die zum Erfassen der Diversität des Lebens eine unentbehrliche Voraussetzung bildet. Andererseits aber versuchen wir die Vielfalt zu verstehen, die morphologische Grundlagenforschung an Strukturen und Merkmalen ist dafür von großer Bedeutung. Schließlich ist es auch wichtig, die Gründe für die Verteilung der Arten in Zeit und Raum zu kennen. Daher ist unser drittes Standbein die Ökologie.

In den vergangenen Jahren sind vor allem Analysen der Tiefseebiodiversität hinzugekommen, die auch biogeographische, evolutionsbiologische und ökologische Fragestellungen beinhalten, wie z. B. zur Analyse der Diversifikation in der Tiefsee, zu Isolationsmechanismen, Anpassungsstrategien oder phylogenetischen Verwandtschaftsverhältnissen.


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