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Ein neues Flagschiff und ein leuchtender Frosch

27/04/2017, 11:12

Obwohl die Regenzeit sich schon dem Ende neigte und zudem durch insgesamt untypisch wenig Niederschläge gekennzeichnet war (und deshalb eigentlich eine nur geringe Froschdiversität zu erwarten gewesen wäre) konnten schon in der ersten Nacht zahlreiche Froscharten gefunden werden. Ein seltener Fund war der Clownfrosch Dendropsophus arndti (Caminer et al. 2017), das neue „Flaggschiff“ der Station. Die jüngst in einer größeren Revision gemeinsam mit internationalen Kollegen neubeschriebene Art hat seine Typuslokalität (d.h. den Fundort der neubeschriebenen Art) auf der Hacienda San Sebastián. Im wahrsten Sinne ein weiterer „Lichtblick“ der ersten Nacht war der Gepunktete Laubfrosch, Hypsiboas punctatus. Erst zwei Tage vor dem Beginn des Workshops wurde von argentinischen und brasilianischen Kollegen eher zufällig die Fähigkeit zur Fluoreszenz bei dieser Art entdeckt, die weltweit Aufsehen erregt hat (Taboada et al. 2017). Gemeinsam mit Studenten konnten wir diesen brandaktuellen und sensationellen Fund im Feld nachprüfen: im Licht einer eigens angeschafften UV-Taschenlampe entfaltete der Frosch seine schummrig-schöne Farbenpracht – ein tolles Erlebnis für die ganze Gruppe.

Abb. .: Die kürzlich im Fachblatt PlosOne neu beschriebene Froschart Dendropsophus arndti, das neue Flagschiff der Station „Chiquitos“Abb. .: Die kürzlich im Fachblatt PlosOne neu beschriebene Froschart Dendropsophus arndti, das neue Flagschiff der Station „Chiquitos“

 

Abb.  Fluoreszierender Lichtblick der nächtlichen Exkursionen: Der erste leuchtende Frosch, Hypsiboas punctatus.Fluoreszierender Lichtblick der nächtlichen Exkursionen: Der erste leuchtende Frosch, Hypsiboas punctatus.

 

 



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