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Details zur Veranstaltung

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Neues aus der Naturwissenschaft: Tropische Regenwälder in den Bergen Ecuadors – Ökosystemforschung aus unterirdischer Perspektive

Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz Seminarraum Am Museum 1 (Seiteneingang) 02826 Görlitz

Vortrag von Dipl.-Biol. Dorothee Sandmann,
Georg-August-Universität Göttingen

Eintritt 2, ermäßigt 1 € 

Dorothee SandmannTropische Bergregenwälder gehören zu den artenreichsten und gleichzeitig zu den am meisten bedrohten Ökosystemen der Erde. Die herausragende Artenvielfalt und das komplexe Zusammenwirken biotischer und abiotischer Faktoren sind jedoch weit weniger gut erforscht und enträtselt als in den prominenten Tieflandregenwäldern.
Aber wie „passiert“ überhaupt der Schutz und die Erforschung solcher abgelegenen unzugänglichen Regionen der Erde? Von wem kommt die Initiative für ein solches Unternehmen und wie wird geforscht um den Rätseln auf die Spur zu kommen?
Im Süden Ecuadors an der östlichen Flanke der Anden hat sich eine solche Initiative gebildet. Eine interdisziplinäre Forschergruppe arbeitet mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft seit fast 10 Jahren daran, die Zusammenhänge und die Bedeutung dieses besonderen Ökosystems zu erforschen. Die Diversität vieler Tier- und Pflanzengruppen, wie z.B. Vögel, Nachfalter, Orchideen und Epiphyten, wurde untersucht und ihre Vielfalt ist wesentlich höher als in den gemäßigten Breiten. Doch wie sieht es unter der Erde aus?
In Wäldern landet typischerweise 90-95% der oberirdisch durch Pflanzen produzierten Biomasse als Laub auf dem Boden. Die Zersetzung des abgestorbenen Materials ist nicht nur entscheidend für das Recycling der gebunden Nährstoffe für die Pflanzen, sondern spielt auch eine wichtige Rolle für den globalen Kohlenstoffkreislauf. Kleine Bodenorganismen spielen dabei die Hauptrolle.
Von welchen Faktoren diese komplexe und undurchsichtige Gemeinschaft aus Kleinlebewesen unter der Erde von tropischen Bergregenwäldern gesteuert wird war bisher kaum bekannt und ist erst in den letzten Jahren in Ecuador untersucht worden. Einige „Enthüllungen“ und gebliebene Rätsel stellt Dorothee Sandmann am 11. Februar in Görlitz vor.

Foto: Dorothee Sandmann in Equador


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