Oribatiden kommen von den Tropen bis in die Antarktis in fast allen terrestrischen Lebensräumen vor und haben sogar das Meereslitoral, Moore und Süßwasser besiedelt. Zahlreiche Arten haben sich an das Leben an Baumstämmen, Rinde und im Flechtenaufwuchs von Bäumen angepasst. Die größte Arten- und Individuenzahl findet sich jedoch in den Böden der gemäßigten Breiten, wo bis zu 200.000 Individuen/m² in der Humusauflage von Waldböden vorkommen können. Innerhalb der Zersetzergemeinschaft sind die Oribatiden für die Bodenfruchtbarkeit von großer Bedeutung. Ihre Nahrung besteht zum größten Teil aus abgestorbenen Pflanzenteilen, Pilzhyphen und –sporen sowie Algen und Bakterien. Sie zerkleinern die abgestorbenen Pflanzenteile und stimulieren das Wachstum der Mikrofauna durch ihre Fraßaktivität.
Der Schwerpunkt der Sektion Oribatida liegt in der Untersuchung der Oribatidenfauna von Mooren. Untersucht wird die Indikatorfunktion von Hornmilben für unterschiedliche ökologische Zustände von Mooren. Des Weiteren erfolgt Grundlagenforschung zu den Themen: Ernährung von Hornmilben in Mooren (stabile Isotope), Auswirkungen kleinräumiger Heterogenität auf die Diversität tyrphophiler Oribatida sowie die Entwicklung von Barcodes speziell von tyrphophilen Hornmilben. Der andere Schwerpunkt der Sektion liegt auf verschiedenen Ausbreitungsmechanismen von Hornmilben (Windverdriftung, Wasserverdriftung, aktive Ausbreitung).