Der globale anthropogene – also durch den Menschen verursachte – Lebensraum- und Klimawandel führt zu einem rapiden Rückgang der biologischen Vielfalt auf allen Ebenen. Die genetische Vielfalt bildet dabei die erste Ebene der Biodiversität. Historisch gesehen ist sie jedoch deren am wenigsten geschützte und am wenigsten verstandene Komponente. Die fortwährende Vernachlässigung der genetischen Vielfalt gefährdet die Stabilität der Ökosysteme, und wir laufen Gefahr, die planetaren Grenzen stillschweigend zu überschreiten.
Die Abteilung Genomisches Biomonitoring versucht dies zu verhindern, indem sie die Kartierung, das Monitoring und den Schutz der genetischen Vielfalt verbessert. Zu diesem Zweck führen wir klassische genomische Naturschutzstudien an bedrohten Arten durch, kombiniert mit modernster makrogenetischer Synthese. Mit unserer Forschung wollen wir dazu beizutragen, reale Veränderungen zu bewirken.
