Fische sind mit mehr als 50.000 nominellen und etwa 34.200 derzeit als gültig betrachteten Arten die größte Wirbeltiergruppe. Es gibt weit mehr Arten von Fischen als von allen anderen Wirbeltieren zusammengezählt. Fischartige bevölkern die Erde seit mehr als 450 Millionen Jahren und sind damit weitaus älter als Dinosaurier.
Sie haben eine enorme Formenvielfalt entwickelt und besiedeln nahezu alle aquatischen Lebensräume vom Hochgebirgsbach bis zur Tiefsee. In vielen Ökosystemen stellen sie den Hauptanteil der Biomasse und so kommt ihnen auch eine herausragende wirtschaftliche Bedeutung zu.
Die Sektion Ichthyologie (alt-griech. „ichthys“= „Fisch“) befasst sich mit dem wissenschaftlichen Studium von Fischen und Fischartigen, zu denen die Knochenfische (Osteichthyes), die Knorpelfische (Chondrichthyes) und die Kieferlosen Fische (Agnatha) gezählt werden. In erster Linie handelt es sich dabei um taxonomische und systematische Studien mit Fokus auf bestimmte taxonomische Gruppen. Diese werden ergänzt durch molekulargenetische Studien zur Phylogenie und Populationsgenetik sowie durch Untersuchungen zur Ökologie und Biogeographie. Untersucht werden sowohl Süßwasser- als auch Meeresfische. Der historisch geographische Fokus Forschung in der Sektion Ichthyologie liegt nach wie vor auf den Meeren und Binnengewässern des Vorderen Orients und Nordafrikas, die bereits der Gründer der Sektion Eduard Rüppell bereist und untersucht hatte. Aktuell werden in der Ichthyologie vor allen die Nordsee sowie der Atlantik bearbeitet.

