Um die Paläo-Eozän-Grenze kam es zu mehreren weltweit kurzfristigen Erwärmungsereignissen. Zugleich waren Säugetiere einer großen Umwälzung ausgesetzt, die dazu führte das moderne Gruppen sich fest in allen terrestrischen Ökosystemen etablierten. Säugetiere kehrten auch ins Wasser zurück und wagten sich in die Luft, was besonders in der Grube Messel gut dokumentiert ist.
Messel ist nur ein Stück des Puzzles, das die Welt während des Eozäns darstellt. Jedoch ist Messel, durch die fantastische Erhaltung seiner Fossilien, eine der wertvollsten Referenzfundstelle dieses Erdzeitalters.
Es gibt mindestens 44 unterschiedliche Säugetierarten in Messel. Manche wurden im Detail beschrieben, so dass man viel über ihre Lebensweise kennt. Aber es gibt noch viele, für welche die phylogenetische Stellung, die Ökologie, die Ontogenie oder die Fortbewegungsart nicht gut erforscht wurde. So z.B. Kopidodon, Leptictidium oder Macrocranion. Anhand neuer Stücke und auch mit Hilfe von μCT Daten, werden diese Arten neu beschrieben. Durch ihre Anpassungen kann man ihre ökologische Nische wiederherstellen und Untersuchungen über die ganze Faunen-Gemeinschaft unternehmen (Gilden, Konkurrenzkampf, Paläoumgebung).