Die Palynologie ist ein Wissenschaftszweig, der sowohl in der Geologie/Paläontologie aber auch in der Botanik beheimatet ist. Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet im ursprünglichen Sinne die „Lehre vom ausgestreuten Staub“.
Im Gegensatz zu den rezenten Forschungen (meist an Pollen, Sporen und Dinoflagellaten), beschäftigt sich die Paläo-Palynologie mit den fossilen pflanzlichen und tierischen organisch-wandigen Mikrofossilien (OWM), auch Palynomorphe genannt.
Für alle fossilen Palynomorphen gilt, dass sie aus äußerst resistenten organischen Substanzen wie dem Sporopollenin bestehen, die sie weitgehend vor thermischer, chemischer und physikalischer Zerstörung, auch in geologischen Zeitdimensionen gerechnet, schützen. Die ältesten OWM sind bereits aus dem Präkambrium bekannt, wir in der Sektion beschäftigen uns in erster Linie mit den paläozoischen Mikrofossilien vom Ordovizium bis Devon, die aus dem Zeitraum von ca. 490 bis 360 Mio. Jahre vor Heute stammen. In einzelnen Projekten werden aber auch Forschungen in jüngeren Zeitperioden durchgeführt.
Die Palynomorphen sind wichtige Instrumente für die Altersbestimmung von Sedimenten (Leitfossilien) und geben Hinweise auf das Lebens- und Ablagerungsmilieu (Paläoökologie) sowie des Paläoklimas. Die folgenden Beispiele von charakteristischen Vertretern der aquatischen und terrestrischen OWM stammen aus den Forschungsaktivitäten.

