Naturnahe Hartholz-Auenwälder zählen zu den artenreichsten Ökosystemen Mitteleuropas. Neben ihrer Lebensraumfunktion erbringen sie auch wertvolle Ökosystemleistungen beispielsweise für die Hochwasserretention, den Klimaschutz und die Erholung. Übergeordnetes Ziel der Forschungsarbeiten in MediAN ist es, die den Ökosystemleistungen von Hartholz-Auenwäldern zugrundeliegenden Mechanismen besser zu verstehen, sowie die räumliche und zeitliche Variabilität der Bodenbiodiversität und ihre Rolle in diesen Leistungen während der Etablierung von Hartholz-Auenwald zu erfassen.
Im Bereich der Unteren Mittelelbe werden Untersuchungen zur Biodiversität von Collembolen (Springschwänzen) und Regenwürmern in unterschiedlichen Entwicklungsstufen von Hartholz-Auenwäldern der rezenten Aue, sowie in Vergleichswäldern der qualmwasserbeeinflussten Altaue und Auen der Nebenflüsse durchgeführt. Diese Biodiversitätsanalysen tragen zur Ableitung von Indikatorarten und –gemeinschaften von Collembolen und Regenwürmern für verschiedene Auenwald-Entwicklungsstufen bei und helfen außerdem, die funktionelle Bedeutung der Bodenfauna in Prozessen des Kohlenstoffhaushalts (z.B. die C-Sequestrierung) darzustellen.
Die Biodiversitätsuntersuchungen erfolgen jeweils im Frühjahr und Sommer in den Jahren 2018 – 2021. Collembolen werden mittels Entnahme von Bodenkernen und anschließender MacFadyen-Extraktion erfasst, Regenwürmer mittels Octett-Methode direkt im Gelände extrahiert und angesprochen. Die Auswertung auf der Gemeinschaftsebene erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den vegetationsökologischen und bodenkundlichen Aufnahmen der Projektpartner*innen, um charakteristische Arten und Artengruppen für die entsprechenden Habitatfaktoren der Auenwald-Entwicklungsstufen abzuleiten. Dekompositionsversuche unter Ein- und Ausschluss der Bodenfauna geben Aufschluss über deren Aktivität in den jeweiligen Auenhabitaten und erweitern die Erkenntnisse zur Rolle der Bodenfauna in Ökosystemdienstleistung in Bezug auf Waldentwicklungsstufen und hydrologische Bedingungen.
Warum wir mehr Auenwald brauchen: Erkenntnisse und Empfehlungen des MediAN-Projektes im UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe
Das Projekt wird in Kooperation mit der Universität Hamburg, dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), der Humboldt-Universität zu Berlin, dem BUND-Auenzentrum Burg Lenzen und der Loki-Schmidt-Stiftung durchgeführt. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Projektträger Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), unter der Förderkennzeichen (FKZ) 01LC1601C finanziert.
MediAN – Mechanismen der Ökosystemdienstleistungen in Hartholz-Auwäldern
Wissenschaftliche Analyse sowie Optimierung durch Naturschutzmanagement
Naturnahe Hartholz-Auenwälder zählen zu den artenreichsten Ökosystemen Mitteleuropas. Neben ihrer Lebensraumfunktion erbringen sie auch wertvolle Ökosystemleistungen beispielsweise für die Hochwasserretention, den Klimaschutz und die Erholung. Übergeordnetes Ziel der Forschungsarbeiten in MediAN ist es, die den Ökosystemleistungen von Hartholz-Auenwäldern zugrundeliegenden Mechanismen besser zu verstehen, sowie die räumliche und zeitliche Variabilität der Bodenbiodiversität und ihre Rolle in diesen Leistungen während der Etablierung von Hartholz-Auenwald zu erfassen.
Im Bereich der Unteren Mittelelbe werden Untersuchungen zur Biodiversität von Collembolen (Springschwänzen) und Regenwürmern in unterschiedlichen Entwicklungsstufen von Hartholz-Auenwäldern der rezenten Aue, sowie in Vergleichswäldern der qualmwasserbeeinflussten Altaue und Auen der Nebenflüsse durchgeführt. Diese Biodiversitätsanalysen tragen zur Ableitung von Indikatorarten und –gemeinschaften von Collembolen und Regenwürmern für verschiedene Auenwald-Entwicklungsstufen bei und helfen außerdem, die funktionelle Bedeutung der Bodenfauna in Prozessen des Kohlenstoffhaushalts (z.B. die C-Sequestrierung) darzustellen.
Die Biodiversitätsuntersuchungen erfolgen jeweils im Frühjahr und Sommer in den Jahren 2018 – 2021. Collembolen werden mittels Entnahme von Bodenkernen und anschließender MacFadyen-Extraktion erfasst, Regenwürmer mittels Octett-Methode direkt im Gelände extrahiert und angesprochen. Die Auswertung auf der Gemeinschaftsebene erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den vegetationsökologischen und bodenkundlichen Aufnahmen der Projektpartner*innen, um charakteristische Arten und Artengruppen für die entsprechenden Habitatfaktoren der Auenwald-Entwicklungsstufen abzuleiten. Dekompositionsversuche unter Ein- und Ausschluss der Bodenfauna geben Aufschluss über deren Aktivität in den jeweiligen Auenhabitaten und erweitern die Erkenntnisse zur Rolle der Bodenfauna in Ökosystemdienstleistung in Bezug auf Waldentwicklungsstufen und hydrologische Bedingunge.
Das Projekt wird in Kooperation mit der Universität Hamburg, dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), der Humboldt-Universität zu Berlin, dem BUND-Auenzentrum Burg Lenzen und der Loki-Schmidt-Stiftung durchgeführt. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Projektträger Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), unter der Förderkennzeichen (FKZ) 01LC1601C finanziert.
Warum wir mehr Auenwald brauchen: Erkenntnisse und Empfehlungen des MediAN-Projektes im UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe