Wechselwirkungen zwischen Organismen sind ein zentrales Element der Biodiversität. Sie prägen die Funktionsweise von Ökosystemen und die Reaktionen von Arten auf Umweltveränderungen. Wir untersuchen, wie abiotische Faktoren wie Klima und Boden zusammen mit biotischen Interaktionen zwischen Pflanzen und Tieren das Vorkommen von Arten entlang von Umweltgradienten bestimmen. Unsere Arbeit kombiniert Freilandbeobachtungen, Experimente, molekulare Methoden, GPS-Telemetrie und statistische Modellierung, um diese Mechanismen zu verstehen.
Wir erforschen ein Modellsystem in den Schweizer Alpen, das sich auf die Interaktionen zwischen dem Tannenhäher (Nucifraga caryocatactes) und der Arve (Pinus cembra) konzentriert. Dort untersuchen wir, wie innerartliche Variation in der Samenausbreitung die Etablierung von Pflanzenpopulationen sowie die Fähigkeit von Arten beeinflusst, auf den fortschreitenden Umweltwandel zu reagieren. In den ecuadorianischen Anden gehen wir Fragen zur merkmals-basierten Neuordnung von Interaktionsnetzwerken in sich regenerierenden Wäldern und zur merkmals-abhängigen Keimlingsetablierung in sowohl geschützten als auch genutzten Waldökosystemen nach.



