C. Kutzscher
„Die Flöhe sind seit langer Zeit Gegenstand der verschiedenartigsten Untersuchungen gewesen: man hat sie vom philologischen, vom satirischen Standpunkte aus beleuchtet, man hat sie wegen ihrer lustigen Sprünge besungen und noch häufiger wegen ihres Blutdurstes verwünscht, man hat sie „abgerichtet“ und so aus ihnen Gewinn zu ziehen gewußt, nur gerade der Zoologe hat ihnen bisher nicht in der gebührenden Weise seine Beachtung geschenkt.“
Der heutige Wissensstand über die in Deutschland beheimateten Flöhe basiert in erster Linie auf den ökologisch-faunistischen Arbeiten von Peus (1968, 1970 und 1972). Ergänzende Arbeiten erschienen danach hauptsächlich für einzelne Bundesländer. Die jüngste faunistische Übersicht für das gesamte Deutschland datiert mit Kutzscher & Striese auf das Jahr 2003.
Die in dieser Arbeit nach Bundesländern aufgeschlüsselten Daten spiegeln in erster Linie den Bearbeitungsstand wider und erlauben nur im Einzelfall Rückschlüsse auf die geographische Verbreitung der Arten. Für viele häufige Arten, deren Vorkommen im gesamten Gebiet zu erwarten ist, bestehen in etlichen Bundesländern noch immer Nachweislücken. Wenngleich für einen großen Teil der Arten aktuelle Fundmeldungen vorliegen, sind diese im wesentlichen nicht auf das Ergebnis zielgerichteter Untersuchungen zurückzuführen, sondern tragen eher den Charakter von Gelegenheitsfunden. Peus prognostizierte den Nachweis von etwa 10 weiteren Arten aufgrund ihrer Verbreitung und ihres Vorkommens in benachbarten Staaten. Diesbezügliche Hinweise und Anregungen von Peus (1972) haben deshalb bis heute weitgehend ihre Gültigkeit behalten. Besonders lückenhaft erscheint nach wie vor der Kenntnisstand über die Flohfauna der subalpinen und alpinen Stufe der Alpen.