Sedimente, Pollen, Samen, Hölzer, Reste von Groß- und Kleinsäugern, von Fischen, Vögeln und Insekten erlauben es, die Umwelt und das Klima während einer Warmzeit nach der Elster- und vor der Saale-Vereisung detailliert zu rekonstruieren. Von Menschen bearbeitete Steinwerkzeuge, Knochen- und Holzartefakte sowie zahlreiche Knochen mit Schnitt- und/oder Schlagspuren ermöglichen vollkommen neue Erkenntnisse über die Kultur der Frühmenschen dieser Zeit.
Das Grabungs- und Forschungsprojekt wurde zu Beginn der 1980er Jahre von Dr. Hartmut Thieme vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege Hannover (NLD) initiiert. Im Jahr 1992 wurden in der Fundstelle Schöningen 12 II-1 die ersten bearbeiteten Hölzer entdeckt und als wahrscheinliche Klämmschäfte für Steinartefakte interpretiert. Im Herbst des Jahres 1994 folgte in der Fundstelle Schöningen 13 II-4 die Entdeckung eines Wurfstockes, dem zwischen 1995 und 1999 die Entdeckung von 10 Speeren und weiterer bearbeiteter Hölzer folgte.
