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Kontrast

Abhandlungen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

In der internationalen Fachzeitschrift wurden überwiegend umfangreiche Monografien in den Bereichen Paläontologie, Zoologie, Botanik, Systematik und Taxonomie publiziert.

Die Zeitschrift wurde international begutachtet. Die Abhandlungen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung erschien im A-4 Format in unregelmäßiger Folge.

Bis Band 565:  ISSN 0365-7000
Ab Band 566: ISSN 1868-0356

Die Beiträge, die in den Abhandlungen der SGN (Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung) erschienen, werden von folgenden bibliographischen Datenbanken erfaßt und ausgewertet:  

Biological Abstracts, BIOSIS Previews, Geobase, GeoRef, Google Scholar, Scimago SJR, SCOPUS, Zoological Record

Band 576 ist die letzte Ausgabe der Abhandlungen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Die Inhalte werden in der neuen Reihe Senckenberg Monographs weitergeführt, die mit Volume 1 beginnt. Weitere Informationen zu der neuen Reihen können Sie bitte dieser Website entnehmen.

Bisher erschienene Bände können weiterhin bestellt werden. Auch im Schriftentausch können die Backlisttitel der Abhandlungen der SGN erworben werden.

Bis Band 565: ISSN 0365-7000
Ab Band 566: ISSN 1868-0356 ISBN 978-3-510-61413-4

Der letzte Band der Abhandlungen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist Abhandlungen Band 576, erschienen im Oktober 2021:

Josef Gandl

Die Karbon-Trilobiten des Kantabrischen Gebirges (NW-Spanien), 6: Trilobiten des tieferen Stephan

In diesem sechsten und letzten Teil einer umfassenden Studie über die Karbon-Trilobiten des Kantabrischen Gebirges werden Trilobiten aus mehr als 50 Einzelfundpunkten an der Süd- und Nordflanke des Gebirges in den Provinzen León und Palencia sowie in Asturien (vormals Provinz Oviedo) beschrieben. Aus dem tieferen paralischen Stephan (Kantabrium – Stephan B) des Kantabrischen Gebirges werden 25 Trilobiten-Arten und -Unterarten der Phillipsiidae und Brachymetopidae, verteilt auf 14 (Unter-) Gattungen, vorgestellt. Drei Gattungen und 11 (Unter-) Arten sind davon neu. Die Trilobiten (-Reste) finden sich mehrheitlich in einer typischen Bryozoen-Brachiopoden Fazies des bewegten Flachwassers, weniger häufig in einer feinklastischen Fazies des tieferen Stillwassers und nur im Einzelfall [Ditomopyge (Carniphillipsia) cabralensis] in einer Kalkfazies des extremen Flachwassers. Aus einem klar nichtmarinen Milieu kommt schließlich auch ein Pygidium, das einem Trilobiten (oder Trilobiten-Abkömmling?) zuzuordnen ist [Cinerana matallanensis]. Ein bislang kaum bekanntes Bauelement am Panzer mancher Trilobiten wird als „Antepleura“ beschrieben. Bei Brachymetopus (Acutimetopus) phalanx lässt die Individualentwicklung auf ein plankto-nektonisches Stadium der sehr früh-juvenilen Stadien schließen. Mehrere der untersuchten Arten sind schließlich typisch für die (obere) Kantabrische Stufe und zeigen zum Teil auch enge Beziehungen zum südalpinen Faziesbereich.

 

Die ersten fünf Bände dieser Studie sind als folgende Senckenberg-Publikationen erschienen:

1: Senckenbergiana lethaea, 54 (1): 21 – 63; Frankfurt am Main 1973.
2: Senckenbergiana lethaea, 58 (1/3): 113 – 217; Frankfurt am Main 1977.
3: Senckenbergiana lethaea, 60 (4/6): 291 – 351; Frankfurt am Main 1980.
4: Abhandlungen den SNG, 543: 1 – 79; Frankfurt am Main 1987 (bereits vergriffen)
5. Abhandlungen den SGN, 569: 1 – 143; Frankfurt am Main 2011

 

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Zbyněk Roček, Jean-Claude Rage (†) & Márton Venczel

Fossil frogs of the genus Palaeobatrachus (Amphibia: Anura)

Palaeobatrachidae are an extinct family of frogs whose earliest members are recorded from the Middle Eocene (Geiseltal, Messel), almost 50 million years ago, although there are indications that they appeared as early as before Cretaceous mass extinction and survived almost to our times. Their last survivors are recorded from the Middle Pleistocene, less than 0.5 million years ago, such that they were contemporaries of Neanderthal man. Their last fossil evidence is from the regions that were adjacent to the Pleistocene continental glacier. Like today’s pipid frogs (e.g. Xenopus), they were obligate water dwellers, not able to make long excursions onto dry land. Without exaggerating, they literally died out frozen in their ponds.

Permanent life in water has a uniforming effect. This is why they all looked similar to one another, which is a source of difficulty for taxonomists. On the other hand, one cannot overlook features they have in common with pipids, restricted to the southern hemisphere. Palaeobatrachus and Xenopus are undoubtedly related, but when and why ancestors of Palaeobatrachus immigrated to the western part of northern Eurasia but not to its eastern part and not to North America remains a puzzling question. Thus, being acquainted with Palaeobatrachus means to be invited on an excursion not only into comparative anatomy, but also into paleogeography and many other fields of palaeontology.

Last but not least, Palaeobatrachus was the first fossil frog scientifically described, as early as in 1831. Since that time, many excavation sites from which original material came have ceased to exist; thus there is no possibility that further material will be recovered. What is now deposited in scientific collections is the unique and limited source of data for future comparative studies. This is one of the main reasons why this rich illustrated review has appeared.

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Martin Basse & Peter Müller 

Trilobiten aus dem Ober-Emsium und frühen Eifelium der südlichen Lahnmulde (Rupbach-Schiefer, Leun-Schiefer und Ballersbach-Kalk)

Der als autochthon gewertete Rupbach-Schiefer der südwestlichen Lahnmulde (Rhenoherzynikum) ist ein Sediment des Epikontinentalschelfs des nördlichen Rheia-Ozeans vor der Küste Ostavalonias. Er umfasst mittleres Ober-Emsium bis jüngeres Givetium (Unter- und Mitteldevon). Abschnitte bis zum frühen Eifelium liefern eine sukzessiv verarmende Trilobitenfauna. Der tiefe Rupbach-Schiefer führt die geologisch älteste biofaziell rheinisch-herzynische Mischfauna im rechtsrheinischen Schiefergebirge mit sechs Ordnungen, 14 Unterfamilien und 16 Gattungen (mit Scabriscutellum (Rheiscutellum) und Barrandeops (Lahnops) als neuen Untergattungen) mit bis auf eine Ausnahme je einer Art. Acht davon neu: Cyphaspis kweberin. sp., Diademaproetus habenichti n. sp., Rhenocynproetus vanvierseni n. sp., Tropidocoryphe werneri n. sp., Acastoides (?n. subgen.) poschmanni n. sp., Destombesina schumacherorum n. sp., Barrandeops (Lahnopssteinmeyeri n. subgen. n. sp., Koneprusia martini n. sp. 

Diese Fauna wirkt stärker gondwanisch als jede andere bekannte rheinisch-herzynische Fauna aus dem autochthonen Unterdevon des deutschen Rhenoherzynikums. Noch im Ober-Emsium wird sie durch eine herzynische mit Cornuproetinae abgelöst. Die jüngste, herzynische Fauna (frühes Eifelium) ist mit vier Ordnungen, fünf Unterfamilien und sechs Gattungen mit je einer Art formenarm. Aulacopleura (Paraaulacopleuralemkei n. sp. und Cyphaspides (Cyphaspidesmalbertii n. sp. sind neu. Cyphaspides (Cyphaspidesweugi n. sp. (Deutschland, frühes Eifelium), Pelitlinacorbachoi n. sp. (Spanien, Unter-Emsium) und Psychopyge angeles n. sp. (Marokko, Ober-Emsium) liefern ergänzende Daten. Faunistisch vergleichbar sind vor allem folgende Gebiete mit Sedimenten des Rheia-Ozeans: Die nordwestliche Türkei, Tschechien, andere Teile Deutschlands, Nordwestafrika. Jedoch bestehen für den Rheia-Ozean noch zu große Kenntnislücken, um dies paläo(bio)geografisch auszuwerten.

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Josef Gandl, Enric Ferrer, Josep Magrans & Javier Sanz López 

Trilobiten aus dem Unter-Karbon des Katalonischen Küstengebirges (NE-Spanien)

Aus 4 Lokalitäten des Katalonischen Küstengebirges (NE-Spanien), nämlich Aiguafreda, Cànoves, Papiol und Scala Deï werden insgesamt 18 Trilobiten- (Unter-) Arten der Proetidae-Unterfamilien Drevermanniinae, Cyrtosymbolinae und Mirabolinae beschrieben. Eine Gattung, 4 Untergattungen und 16 (Unter-) Arten, davon 15 voll benannt, sind neu beschrieben.

Als Folge zeichnen sich zunächst zwei nahe beieinander liegende Zeithorizonte ab. In den ersten drei der vier Lokalitäten entstammen die Trilobiten der „Formación El Papiol“, deren Fazies und Fauna auch an der N-Küste von Menorca vorkommt. Durch den Faunenvergleich mit dieser Insel und einigen Conodonten der bilineatus-Zone wird schließlich ein tieferes Ober-Visé Alter, etwa Go α4/?beta;str, wahrscheinlich. So gut wie alle Trilobiten sind blind oder fast blind und zeigen einen überaus flachen Körperbau. Sie werden zudem von einer benthonischen „Kümmerfauna“ begleitet, was auf ein Leben am Boden eines tieferen Schelfs schließen lässt und auf die Fähigkeit, sich im schlammigen Sediment einzugraben.

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Margaret E. Collinson, Steven R. Manchester &Volker Wilde 

Fossil Fruits and Seeds of the Middle Eocene Messel biota, Germany

The oil shale of the Middle Eocene Messel Formation as exposed in the Messel Pit near Darmstadt, Hessen, Germany, is a famous and widely known source for extremely well preserved fossils documenting a wealth of terrestrial biota. For this reason the Messel Pit Fossil Site was awarded the status of a UNESCO World Heritage Site documenting the ecosystem on the European mainland which existed under a paratropical climate during Paleogene greenhouse conditions.

A survey of the extensive fruit and seed collections from the Middle Eocene oil shale of the Messel Formation now reveals at least 140 genera, representing more than 34 families of seed plants. The flora includes occasional conifer and numerous angiosperm remains. There are 34 extant angiosperm families represented of which ten are new records for Messel, plus 65 morphotypes of unknown familial affinity. Three extant genera are recorded for the first time from the Paleogene. The assemblage indicates a wide range of dispersal strategies including pods, capsules, explosive dehiscence, a single arillate seed, two seed-types with dispersal hairs and most modern categories of winged disseminules. In terms of mammalian frugivory the flora contains examples of all potential dietary categories. Tough and hard materials are abundant and soft material is common. Gut contents preserved in many birds and mammals prove that fruits and seeds played an integral part in vertebrate diets and borings in one seed type indicate seed predation by weevils. Previous quantitative studies suggesting an equable warm and humid palaeoclimate with some seasonality for Messel are supported by the newly recognised taxa. Judging from the habit of related living taxa, the vegetation appears to have been a multilevel canopy forest, including a high proportion of lianas in addition to shrubby to arborescent taxa. Herbaceous components are also present but relatively underrepresented. Among other large and well-studied Eocene macrofloras, the Messel assemblage shows overlap with the genera known from the London Clay flora of England and the Clarno Nut Beds Flora of Oregon, but relatively little similarity with floras known from eastern Asia. Compared with extant floras, the Messel flora includes a temperate component with mostly Asian endemics, and some genera that are now disjunctly distributed in the Northern Hemisphere. A large tropical-paratropical component includes genera now confined to the Old World tropics, particularly southeastern Asia and Malaysia, but there are also a few exclusively Neotropical elements.

Altogether, the Messel flora can be regarded as one of the most diverse Paleogene floras worldwide.

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Josef Gandl  

Die Karbon-Trilobiten des Kantabrischen Gebirges (NW-Spanien), 5: Trilobiten des höheren Westfal

Aus einem reich gegliederten paralischen Westfal im Kantabrischen Gebirge (NW-Spanien) werden 40 Trilobiten-Arten und -Unterarten der Phillipsiidae und Brachymetopidae beschrieben. Eine Gattung, drei Untergattungen sowie 28 Arten und Unterarten (davon 20 voll benannt) sind neu. Von den verbleibenden 12 Arten sind bislang nur zwei sicher bekannt, doch werden drei der neuen Unterarten bereits bekannten Arten zugeordnet (siehe Inhaltsverzeichnis). Dennoch bleiben Beziehungen zu benachbarten Regionen vergleichsweise gering. Die Trilobiten entstammen überwiegend einer typischen „Brachiopoden-Bryozoen Fazies“, die sich meist in der Nähe von Kalken oder im Hangenden von Kohleflözen findet. In ihrer Gesamtheit kennzeichnen sie jedoch alle Bereiche vom extremen bis zum tieferen Flachwasser. Vom Westfal C bis zur unteren Kantabrischen Stufe (basales Stephan) lassen sie zudem acht Zeitbereiche („Zonen“) erkennen, was mehrfach eine genauere zeitliche Korrelation von Fundschichten erlaubt.

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Andrej Ernst & Peter Königshof 

Bryozoan fauna and microfacies from a Middle Devonian reef complex (Western Sahara, Morocco)

Devonian bryozoans from North Africa are scarcely known. The present study is devoted to the investigation of bryozoan fauna and microfacies of a Middle Devonian reef complex in Western Sahara, Morocco. In total, 26 bryozoan species were identifi ed. Two genera with two species are new: Lenapora pulchra n. g. n. sp. and Dissotrypa sincera n. g. n. sp. Furthermore, 15 new species were described: Fistuliphragma parva n. sp., Sulcoretepora moderata sp. n., Leioclema crassiparietum n. sp., Eridotrypella minutiformis n. sp., E. modesta n. sp., Atactotoechus gaetulus n. sp., Acanthostictoporella angusta n. sp., Euspilopora spinigera n. sp., Acanthoclema triangularis n. sp., Rhombopora minutula n. sp., Prolixicella lata n. sp., Rhombocladia striata n. sp., Filites gaetulus n. sp., Anastomopora clara n. sp., and A. recta n. sp. Four species are described in open nomenclature: Spinofenestella sp., Hemitrypa sp., Ptylopora sp., and Semicscinium sp. The studied fauna shows relations to the Middle Devonian of Holy Cross Mountains, Poland and Rhenish Massif, Germany, as well as to the Middle Devonian of North America.

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Heinz Hofmann 

The glass frog tadpoles of Costa Rica (Anura: Centrolenidae): A study of morphology

Larvae of the neotropical frog family Centrolenidae live hidden on the bottom of rivers between stones, gravel, and leaf litter. Their lotic fossorial behavior makes it impossible to find and study these tadpoles in their natural environment. Therefore, presently only poor reports and descriptions of them are available in the literature.

In the present study all known 13 Costa Rican centrolenid species (or taxa) were reared under laboratory conditions. Their live tadpoles are described in different stages of their development. Six of the 13 descriptions are new (Cochranella euknemos, Sachatamia albomaculata, Sachatamia ilex, Hyalinobatrachium chirripoi, Hyalinobatrachium talamancae and Hyalinobatrachium vireovittatum). A species key and detailed diagnostic descriptions with abundant illustrations allow the identification of tadpoles of the thirteen species. 

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