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Kontrast

Wissenschaftliche Beratung

Von Daten zu Entscheidungen

Die International Science-Policy Unit ist an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik tätig und sorgt dafür, dass fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse zu Biodiversität, Klimawandel und der Dynamik des Erdsystems wirksam in die internationale Entscheidungsfindung einfließen. Wir nutzen die gesamte Bandbreite der Forschungsinfrastruktur von Senckenberg, einschließlich seiner Museen, international bedeutender naturhistorischer Sammlungen und hochmoderner Forschungsprogramme, um sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch langfristiges Beobachtungs- und specimenbasiertes Wissen für globale politische Prozesse zu mobilisieren. Unsere Aktivitäten reichen von Tiefseegräben bis hin zu Oasen-Spas, und wir integrieren Erkenntnisse aus den Natur- und Sozialwissenschaften sowie aus Wirtschaft und Finanzen.

Unsere Mission

Wir ermöglichen eine evidenzbasierte internationale Umweltpolitik. Indem wir fundierte, transparente und interdisziplinäre wissenschaftliche Erkenntnisse übersetzen, bewerten und in globale politische Prozesse einbringen, leisten wir einen Beitrag zu den internationalen Bemühungen zur Bekämpfung des Verlusts der biologischen Vielfalt, des Klimawandels und zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung.

1. Wissens- und Datenmanagement

Wir entwickeln und implementieren Konzepte für Wissens- und Datenmanagement, Dokumentation, Interoperabilität, Transparenz und langfristige Verwaltung. Wir fördern die Nutzung von Daten und Wissen über Fachgrenzen hinweg und in verschiedenen Wissenssystemen im Rahmen eines auf vielfältigen Evidenzquellen basierenden Ansatzes.

2. Unterstützung bei Bewertungen und politischen Prozessen

Wir bieten zwischenstaatlichen Gremien technische und methodische Unterstützung und gewährleisten dabei die Rückverfolgbarkeit, Reproduzierbarkeit und politische Relevanz von Bewertungen, die sich mit Biodiversität, Ökosystemleistungen, den Beiträgen der Natur für den Menschen und nachhaltiger Entwicklung befassen.

3. Fortschrittliche Datentechnologie

Wir erforschen und nutzen innovative digitale Technologien, um die Zusammenfassung wissenschaftlicher Erkenntnisse, die Szenarioanalyse und die Zugänglichkeit von Bewertungsergebnissen zu verbessern. Wir setzen uns für einen verantwortungsvollen, transparenten und rechenschaftspflichtigen Einsatz fortschrittlicher Datentechnologien in der globalen Umweltpolitik ein.

4. Dialog zwischen Wissenschaft und Politik und partizipative Einbindung

Als Wissensvermittler fördern wir einen strukturierten Dialog zwischen Wissenschaftlern, sozioökonomischen Experten, indigenen Völkern und lokalen Wissensträgern, politischen Vertretern sowie Akteuren aus Wirtschaft und Finanzwesen. Wir unterstützen die integrative Einbindung vielfältiger Wissenssysteme, um die Legitimität, Gerechtigkeit und gesellschaftliche Wirkung internationaler Bewertungen und Entscheidungen zu stärken.

5. Kapazitätsaufbau

Wir organisieren Workshops, entwickeln Leitfäden und stärken die Kompetenzen von Fachleuten und Institutionen in den Bereichen Wissensmobilisierung, Datenverwaltung und interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Einbindung in Konferenzen und wissenschaftspolitische Prozesse

Wir arbeiten aktiv mit einer Reihe von zwischenstaatlichen Gremien, multilateralen Umweltabkommen und internationalen wissenschaftlichen Initiativen zusammen, darunter:

  • Die zwischenstaatliche Plattform für Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen (IPBES) – die Internationale Abteilung für Wissenschaftspolitik beherbergt die Abteilung für technische Unterstützung im Bereich Daten und Wissen der IPBES und leistet gezielte Unterstützung für die Dateninfrastruktur, das Wissensmanagement und die Bewertungsprozesse der Plattform.
  • Der Weltklimarat (IPCC) – die International Science Policy Unit hat den Vorsitz der IPCC-Arbeitsgruppe „Daten“ für deren siebten Zyklus inne und leistet damit einen maßgeblichen Beitrag zur Arbeit des Gremiums in den Bereichen Datentransparenz, Rückverfolgbarkeit und Zugänglichkeit.
  • Weitere Aktivitäten – Wir pflegen eine aktive Zusammenarbeit mit einer Reihe weiterer Prozesse und Gremien und leisten Beiträge dazu, darunter das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD), das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD), das Übereinkommen zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten (CMS) und die Internationale Meeresbodenbehörde (ISA), sowie Partnerschaften mit Organisationen wie der Internationalen Union für Naturschutz (IUCN) und der Global Biodiversity Information Facility (GBIF). Wir beteiligen uns zudem an Forschungskonsortien wie dem Frankfurt Conservation Center (FCC) und anderen Instituten, darunter das Institut für Sozial-Ökologische Forschung (ISOE), das Friedensforschungsinstitut Frankfurt (PRIF) und das Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen (UNU-EHS).

Team

Renske  Gudde 
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