Flussökosystemmanagement

Forschung

Laufende Forschungsprojekte

Auswirkungen von Arsenbelastungen auf ökologischen Zustand/Potential – Erarbeitung von Grundsätzen für die Ableitung weniger strenger Umweltziele bzw. Bewirtschaftungsziele nach WHG

Gefördert durch: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG)
Laufzeit: 2017 – 2018

Systematischen Auswertung von Monitoring-Messdaten zu Bioziden in Oberflächengewässern und Grundwasser

Für eine bundesweit repräsentative Beschreibung des Belastungszustands des Grundwassers und der Oberflächengewässer durch Biozide werden Daten der Bundesländer zusammengestellt. Die Zusammenstellung soll ein besseres Bild hinsichtlich der vorhandenen Kenntnisse über die Belastung des Grund- und Oberflächenwassers mit Bioziden ermöglichen. Basierend auf dieser Zusammenstellung soll der Handlungsbedarf für verschiedene Monitoring-Maßnahmen für Biozide in Deutschland ersichtlich werden.

Gefördert durch: Umweltbundesamt (UBA)
Laufzeit: 2019 – 2020

 

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Entwicklung indexbasierter Bewertungsmethoden zum Einfluss der Wassertemperatur auf Makrozoobenthos unter klimatischen Änderungen

Gefördert durch: KLIWA (Kooperationsvorhaben „Klimaveränderung und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft“, der Länder Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, DWD)

Laufzeit: 08/2014 – 11/2015

 

Projektleitung:   

Martin Halle, Umweltbüro Essen

Dr. Andreas Müller, chromgruen

Dr. Andrea Sundermann, Senckenberg

 

Zusammenfassung

Im Rahmen des Projektes soll für die Qualitätskomponente Makrozoobenthos ein Indexverfahren zur Beurteilung des Wassertemperatureinflusses auf die Lebensgemeinschaft entwickelt werden, um damit einen wichtigen Baustein für die weitere Bearbeitung des Themenfeldes „Auswirkungen des Klimawandels auf die Gewässerökologie in der KLIWA-Region“ bereitstellen zu können.

Die geplante Studie gliedert sich in fünf Teilbereiche:

  1. Klärung der Temperaturpräferenz für Makrozoobenthosarten und Zuordnung eines Indexwertes auf Grundlage der Ergebnisse von Literaturrecherchen zur Autökologie der Arten der bisher nicht eingestuften Gruppen.
  2. Verifizierung der Einstufungen der Taxa auf Grundlage bereitgestellter Daten der Bundesländer.
  3. Vorstellung der Ergebnisse im Rahmen eines Expertenworkshops.
  4. Prüfung der Methodik mit exemplarischen Daten in Zusammenarbeit mit den Experten der KLIWA-Länder.
  5. Veröffentlichung der Ergebnisse in einem „öffentlichkeitsfähigen“ Bericht sowie deren Integration in das KLIWA-Internet-Angebot.
     

Entwicklung neuer Strategien zur Optimierung von Fließgewässer-Revitalisierungsmaßnahmen und ihrer Erfolgskontrolle

Effizienzkriterien und Optimierungsstrategien für Verbesserungen der Morphologie erheblich veränderter Gewässer
Festlegung von Zielen und Maßnahmen für Wasserkraft, Schifffahrt, Landwirtschaft und Kommunen: Entwicklung neuer Strategien zur Optimierung von Fließgewässer-Revitalisierungsmaßnahmen und ihrer Erfolgskontrolle

Gefördert durch: Umweltbundesamt (UBA)

Projektleitung:  Prof. Dr. D. Hering, Universität Duisburg-Essen

Projektpartner:  Prof. Dr. P. Haase, Senckenberg; Dr. Uwe Koenzen, Planungsbüro Koenzen; Dr. Falko Wagner, 
                            Institut für Gewässerökologie und Fischereibiologie Jena (IGF)

Laufzeit:             10/2010 – 09/2013

Im Zuge der Umsetzung der EG Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) werden derzeit zahlreiche Fließgewässer renaturiert. Ziel der meisten Maßnahmen ist die Verbesserung der vielfach defizitären (hydro-) morphologischen Bedingungen der Fließgewässer und ihrer Auen. Die bislang umfangreichste Studie zur Effizienz von Renaturierungsmaßnahmen in mitteleuropäischen Fließgewässern wurde im Auftrag der DBU und des BfN erstellt und umfasste 37 Renaturierungsmaßnahmen. Dabei konnten nur vergleichsweise geringe bewertungsrelevante Effekte auf aquatische Organismen (Makrozoobenthos, Makrophyten, Fische) beobachtet werden. Die Ursachen für die relativ geringe Reaktion aquatischer Organismen auf Renaturierungen sind vielfältig. Die wesentlichen Faktoren sind das Fehlen von Wiederbesiedlungsquellen im Einzugsgebiet, die noch lückenhafte Kenntnis der Migrationseigenschaften aquatischer Organismen, der oftmals übergeordnete Effekt stofflicher Belastungen in Gewässern (inklusive des Sedimenteintrages) sowie der notwendige Mindestumfang für Revitalisierungsmaßnahmen. Vor diesem Hintergrund hat das hier skizzierte Projekt zum Ziel, die Konzeption und Umsetzung von Fließgewässer-Renaturierungsmaßnahmen und ihre Erfolgskontrolle stufenweise aus hydromorphologischer und biologischer Sicht (Makrozoobenthos, Makrophyten, Fische) zu optimieren. Hierbei werden folgende Teilaspekte bearbeitet:

  • Ermittlung der wesentlichen Parameter, die für eine positive biozönotische Reaktion verantwortlich sind;
  • Erprobung und Optimierung dieser Parameter in Modelleinzugsgebieten;
  • Entwicklung einer Strategie zur Erfolgskontrolle von Renaturierungsmaßnahmen auf der Grundlage 
  • Monitoringprogramme zur Umsetzung der WRRL.

Anforderungen an ein gewässerökologisches Klimamonitoring

Gefördert durch: KLIWA (Kooperationsvorhaben „Klimaveränderung und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft“, 
                              der Länder Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, DWD)

Laufzeit:               05/2012 – 05/2013

Projektleitung:    Prof. Dr. Peter Haase, Dr. Andrea Sundermann, Senckenberg

Projektpartner:    Prof. Dr. Daniel Hering, Dr. Sonja Stendera, Universität Duisburg-Essen 

Zusammenfassung

Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines Rahmenkonzeptes für ein Mess- und Auswertungssystem zur Detektion klimabedingter Änderungen in Fließgewässerökosystemen im süddeutschen Raum. Dabei sollen die bisherigen Monitoringansätze der KLIWA-Länder Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz besondere Berücksichtigung erfahren.

Die Entwicklung des Rahmenkonzeptes erfolgt in vier aufeinander aufbauenden Schritten:

Zusammenstellung und Auswertung bisheriger Ansätze (national wie international) mit dem Ziel der Entwicklung eines ersten, empirisch abgeleiteten Rahmenkonzeptes
Vorstellung, Abstimmung und Feinjustierung des empirischen Rahmenkonzeptes auf einem Expertenworkshop
Testen und weiterentwickeln des Rahmenkonzeptes anhand von biotischen und abiotischen Datensätzen aus den KLIWA-Ländern
Abschließende Bewertung (Möglichkeiten und Grenzen des Ansatzes)