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Bundesamt für Naturschutz fördert innovatives Naturschutzprojekt in der Oberlausitz

Projekt „MoSaiKTeiL – Moore, Sand, Kiefern und Teiche – Neue Ansätze zur nachhaltigen Entwicklung der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft (Hotspot 20)“ zum Jahreswechsel gestartet

Projekt „MoSaiKTeiL – Moore, Sand, Kiefern und Teiche – Neue Ansätze zur nachhaltigen Entwicklung der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft (Hotspot 20)“ zum Jahreswechsel gestartet Der ökologische Zustand von Mooren, Sandheiden, Teichen und Kiefernwäldern wird untersucht und verbessert. Regionale Netzwerke werden ausgebaut und umfangreiche Angebote für die regionale Bevölkerung entwickelt. Projektpartner sind die Naturschutzstation Neschwitz e.V., die Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz e.V. und das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz Die Laufzeit beträgt zunächst vier Jahre, eine Verlängerung bis 2027 ist geplant. Die Fördersumme umfasst insgesamt 4,66 Mio. EUR. Es wurden bereits 5 neue Stellen besetzt und eine weitere aktuell ausgeschrieben.    Finanziert wird das Projekt im Förderschwerpunkt „Hotspots der biologischen Vielfalt“ des Bundesprogramms Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) (http://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm/projekte/projektbeschreibungen/mosaikteil.html).

Die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft gehört zu den 30 artenreichsten Landschaftsräumen in Deutschland und gilt damit als Hotspot der biologischen Vielfalt. Über eine Fläche von über 2.000 km² verteilen sich in der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft – dem Hotspot 20 – vielfältige und artenreiche Lebensräume wie ein kleinteiliges Mosaik in der Landschaft. In und an den Zwischenmooren, Sandheiden, Kiefernwäldern und Teichen lassen sich charakteristische Pflanzen-, Flechten- und Tierarten in einer einzigartigen Vielfalt und Häufigkeit entdecken. Diese gilt es gemeinsam mit regionalen Akteur*innen zu erhalten sowie mit neuen und zukunftsweisenden Ansätzen im Einklang mit deren Bewirtschaftung zu fördern.  
Aus diesem Grund haben die Naturschutzstation Neschwitz e.V., die Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz e.V. und das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern, wie dem Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft zum Jahreswechsel ein umfassendes Projekt im Förderschwerpunkt „Hotspots der biologischen Vielfalt“ des Bundesprogramms Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) eingeworben.  
Im Projekt „MoSaiKTeiL – Moore, Sand, Kiefern und Teiche – Neue Ansätze zur nachhaltigen Entwicklung der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft (Hotspot 20)“ werden Naturschutzmaßnahmen durchgeführt sowie zeitgemäße und generationenübergreifende Umweltbildungsangebote geschaffen, die Interessierte und Laien gleichermaßen einbinden wollen. Alle Maßnahmen und Vorhaben des Projekts werden von umfassenden, fachkundigen und langfristig angelegten Erfolgskontrollen begleitet, die deren Nutzen für den Erhalt und die Förderung der Region untersuchen und nachvollziehbar machen. Für ein noch besseres Miteinander beteiligt und verbindet das Projekt MoSaiKTeiL verschiedene regionale Akteur*innen aus Forst-/Land-/Teichwirtschaft, Bildung, Forschung, Kultur und Naturschutz.   Im Rahmen des aktiven Naturschutzes wird beispielsweise an Teichen eine Sömmerung durchgeführt, wobei die Teiche über den Sommer trockengelegt werden. Aus den im Teichschlamm konservierten Samen können seltene Pflanzen wachsen. Weitere Maßnahmen, wie die Wiedervernässung von Zwischenmooren, leisten einen wichtigen Beitrag zum Wasserrückhalt in der Landschaft sowie für den Klima- und Artenschutz. Die wissenschaftlichen Begleituntersuchungen werden in Zusammenarbeit mit regionalen Experten*innen für verschiedene Organismengruppen wie Vögel, Libellen, Käfer, aber auch Flechten und Pflanzen durchgeführt.
Mit der Einbindung des MoSaiKTeiL-Projekts in das Netzwerk regionaler Umweltbildner wird eine Verknüpfung mit bestehenden Angeboten und Strukturen über die gesamte Region hinweg gewährleistet. Die in der Zusammenarbeit mit Umweltbildnern und Museen entstehenden Verbindungen werden genutzt, um gemeinsam Angebote zu schaffen, die innovative und digitale Ansätze der Vermittlung aufgreifen. Sie sollen das Erleben der Region ermöglichen und die Wahrnehmung ihrer schützenswerten Vielfalt stärken, indem Zusammenhänge von Bewirtschaftung, Artenschutz und dem eigenen Handeln erfahrbar werden.   
Durch die aktive Vernetzung von Gesellschaft, Politik, Bildungseinrichtungen, Forschung und Naturschutz im Verbundprojekt MoSaiKTeiL werden gemeinsam mit Akteur*innen und Partner*innen Ziele gesetzt und Probleme identifiziert, deren Lösung von allen gleichermaßen verfolgt und auch über die Projektlaufzeit hinaus getragen werden.  
Im Herbst diesen Jahres wird die MoSaiKTeiL-Webseite veröffentlicht, die über die besondere Vielfalt der mosaikartig verteilten Lebensräume der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, die darin vorkommenden Tier- und Pflanzenarten, ihre Schwierigkeiten und Lösungsansätze, sowie deren Auswirkung informiert. Bis die Webseite fertiggestellt ist, laden wir Sie herzlich ein, die artenreiche Lebensraumvielfalt der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft auf eigene Faust zu entdecken.  
Am Großen Kaupenteich soll der Teichdamm zurückgebaut werden und ein Zwischenmoorbereich entstehen. © Julian Ahlborn Die Veröffentlichung ist im Rahmen dieser Pressemitteilung gestattet. Download
Der Obere Eichteich ist ein Moorstandort mit dem dafür charakteristischen Wollgras, der durch Schilfschnitt gefördert werden soll. © Julian Ahlborn Die Veröffentlichung ist im Rahmen dieser Pressemitteilung gestattet. Download