Pressemeldung 13-02-26
Siegerprojekte des „Jugend forscht“-Regionalwettbewerbs Rhein-Main West im Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt gekürt
Acht „Jugend forscht“-Projekte sind eine Wettbewerbsrunde weiter.
Frankfurt am Main, den 13.2.2026. „Welchen Einfluss hat Mikroplastik auf terrestrische Pflanzen?“, „CORE – Computer Oriented Rapid Elucidation”, „Synthetisierung und Optimierung von Hydrogels“, „Linienvariabilität in Be-Sternen mit Amateurspektroskopie“, „Morleys Dreiecke: Eine geometrische Kettenraktion“, „Erstellung eines interaktiven Hertzsprung-Russell-Diagramms mit RESPECT-S“, „3D-Drucken im Zylinderkoordinaten-System“ und „VivaSmart“ – diese acht „Jugend forscht“-Arbeiten von Schulen aus Frankfurt am Main, Bad Homburg v. d. Höhe, Oberursel und Offenbach am Main errangen heute den Sieg beim „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb Rhein-Main West. Die Schüler*innen haben sich damit für den Landeswettbewerb Hessen am 18. und 19. März 2026 bei Merck in Darmstadt qualifiziert. „Maximale Perspektive“ lautet das Motto der 61. Wettbewerbsrunde von „Jugend forscht“. 86 Jungforscher*innen sind diesem Motto gefolgt und haben insgesamt 43 Projekte beim diesjährigen Regionalwettbewerb Rhein-Main West zwischen Elefanten und Walen im Frankfurter Naturmuseum präsentiert – so viele wie nie zuvor.
Zum sechzehnten Mal wird der „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb Rhein-Main West durch das Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt organisiert. „Der Wettbewerb zeigt Jahr für Jahr, welches Potenzial im wissenschaftlichen Nachwuchs steckt: Die Projekte beeindrucken durch ihre Originalität, ihre fachliche Tiefe und ihren Bezug zur Lebenswelt. Das Naturmuseum bietet dafür einen idealen Raum, um Neugier, Austausch und Zukunftsdenken zusammenzubringen. Junge Menschen erhalten hier eine Bühne, auf der ihre Ideen ernst genommen und weitergedacht werden – das ist ein wichtiger Beitrag zur Wissenschaft von morgen“, sagt Prof. Dr. Andreas Mulch, Direktor des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums Frankfurt.
Für die „Jugend forscht“-Siegerarbeit im Fachbereich Biologie untersuchten Henning Grimm (16), Niklas Oostendorp (17) und Hendrik Clauß (16) von der Schule am Ried, Frankfurt am Main, welchen Einfluss Mikroplastik auf terrestrische Pflanzen hat.
Im Bereich Chemie landeten gleich zwei Projekte auf dem Siegertreppchen: Luis Yuchen Mao (16), Jano Zabel (17) und Philip Anton Thierfelder (17) vom Kaiserin-Friedrich-Gymnasium Bad Homburg v. d. Höhe erarbeiteten mit „CORE – Computer Oriented Rapid Elucidation“ ein computergestütztes Verfahren zur schnellen Strukturaufklärung chemischer Verbindungen. Vivienne Jeschioro (16), Yanzhen Sophia Tao (16) und Yuling Meena Niu (17) von der International School in Oberursel erforschten die Synthetisierung und Optimierung von Hydrogels.
Im Fachbereich Geo- und Raumwissenschaften waren Raphael Kuhn (20) von der Universität Heidelberg, Amalia Fischer (15) von der Musterschule Frankfurt am Main sowie Carolin Hellwig (16) vom Gymnasium Riedberg, Frankfurt am Main mit ihren Beobachtungen zur Linienvariabilität in Be-Sternen mit Amateurspektroskopie siegreich.
In Mathematik/Informatik beschäftigten sich Yurii Liashchenko (18), Arthur Kin (17) und Ali Kandora (16) von der Albert-Schweitzer-Schule in Offenbach am Main mit Morleys Dreiecken und belegten damit den ersten Platz.
Um die Erstellung eines interaktiven Hertzsprung-Russell-Diagramms ging es im Fachbereich Physik. Hier freuen sich Theresa Osiak (18) von der Liebigschule, Frankfurt am Main, Carl Klenner (16) vom Gymnasium Riedberg, Frankfurt am Main und Levian Savic Schmid (17) von der Otto-Hahn-Schule, Frankfurt am Main über den Sieg.
Maximilian Otten (16) und Philippe Frémion (16) vom Gymnasium Oberursel gewannen im Fachbereich Technik mit 3D-Drucken im Zylinderkoordinaten-System den ersten Platz.
Den Regionalsieg für das beste interdisziplinäre Projekt errangen Mark Schupp (17), David Movshyn (17) und Carl Klenner (16) vom Gymnasium Riedberg, Frankfurt am Main mit „VivaSmart“ – einem selbst entwickelten automatischen Steuersystem für Vivarien.
28 Mädchen und 36 Jungen wetteiferten in 29 Einzel- oder Gruppenprojekten in den Kategorien Biologie, Chemie, Geo-/Raumwissenschaft, Mathematik/Informatik, Physik und Technik um die Teilnahme am Landeswettbewerb „Jugend forscht“. In der Sparte „Jugend forscht junior“ nahmen weitere sieben Schülerinnen und 15 Schüler mit 14 Arbeiten teil. Mit dabei waren Schulen aus Bad Homburg v. d. Höhe, Frankfurt am Main, Heusenstamm, Liederbach am Taunus, Oberursel und Offenbach am Main.
Neben den Platzierungen, die immer auch mit einem Geldpreis verbunden sind (1. Preis: 75 €, 2. Preis: 60 €, 3. Preis: 45 €), wurden die Projekte mit zahlreichen Sonderpreisen bedacht. Dazu gehören Jahresabonnements der Zeitschriften „bild der wissenschaft“, „ct“, „GEO“, „GEOlino“, „Make“, und „natur“, sowie verschiedene von regionalen Einrichtungen bereitgestellte Preise, wie Freikarten des Palmengartens, des Physikalischen Vereins, des Frankfurter Zoos oder der ExperiMINTa und ein Sonderpreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker. 5 Teilnehmende können sich über Senckenberg-Mitgliedschaften freuen, die unter anderem freien Eintritt in das Senckenberg Naturmuseum beinhalten. Projektbetreuer Sebastian Heß vom Physikalischen Verein – Gesellschaft für Bildung und Wissenschaft Frankfurt erhielt den mit 100 Euro dotierten „Sonderpreis für Engagierte Talentförderer“. Zudem erhielt Olena Gnatiuk von der Carlo-Mierendorff-Schule in Frankfurt am Main für ihr Engagement eine Einladung zum von CTS Gruppen- und Studienreisen gesponserten Workshop für Projektbetreuende. Das Gymnasium Riedberg, Frankfurt am Main erhielt den MINTSPACE-Schulpreis, ein Experimentiertableau für den Unterricht.