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Pressemeldung 08-04-26

Schülerinnen und Schüler drehen Naturfilme in der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

Schülerinnen und Schüler der Oberschule Malschwitz produzieren in einer Projektwoche eigene Naturfilme über die biologische Vielfalt der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Gemeinsam mit Medienpädagoginnen, Umweltbildnerinnen und Naturschützer*innen erkunden sie das UNESCO-Biosphärenreservat und interviewen Fachleute für Teichwirtschaft, Naturschutz und aus der Wissenschaft.

Mit der Kamera im Biosphärenreservat

Kamera, Mikrofon und Stativ zwischen Schilf und Teichen: Schülerinnen der neunten Klasse der Oberschule Malschwitz erkunden vom 13. bis 17. April die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft mit der Filmkamera. In einer Projektwoche entstehen kurze Naturfilme über die Kulturlandschaft der Region und ihre besonders hohe Artenvielfalt. Gemeinsam mit Medienpädagoginnen, Umweltbildnerinnen und Naturschützerinnen entwickeln die Jugendlichen eigene Filmideen, führen Interviews und drehen Szenen rund um das HAUS DER TAUSEND TEICHE und im weiteren UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Von der ersten Idee über das Storyboard bis hin zu Schnitt und Postproduktion übernehmen sie dabei alle Schritte der Filmproduktion selbst. Dabei richten sie ihre Kameras auf Tiere und Pflanzen, halten Naturbeobachtungen fest oder sprechen mit Menschen, die diese Landschaft prägen.

Eine einzigartige Kulturlandschaft im Fokus

Die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft gehört zu den artenreichsten Regionen Deutschlands. Die jahrhundertealte Teichwirtschaft hat hier eine einzigartige Kulturlandschaft entstehen lassen, in der seltene Vogelarten, Amphibien und Insekten leben. In ihren Filmen gehen die Jugendlichen unter anderem Fragen nach wie: Wie funktionieren Teichwirtschaft und Naturschutz zusammen? Welche Tiere leben in den Teichen? Und warum ist diese Landschaft ein Hotspot der biologischen Vielfalt? Für ihre Beiträge führen die Schüler*innen auch Interviews mit Fachleuten aus Teichwirtschaft, Naturschutz und Wissenschaft.

Lernen durch Perspektivwechsel

Für Umweltbildnerin Jennifer Otto aus dem Projekt MoSaiKTeiL liegt darin ein besonderer Wert: „Wenn Jugendliche ihre eigene Region mit der Kamera erkunden, entdecken sie oft Dinge, die ihnen vorher gar nicht aufgefallen sind. Sie lernen, genauer hinzuschauen und verstehen, warum die biologische Vielfalt dieser Landschaft so besonders ist.“ Genau dieses Bewusstsein für die biologische Vielfalt fördert und vermittelt das Verbundprojekt „MoSaiKTeiL – Moore, Sand, Kiefern und Teiche“. Die filmische Umsetzung begleiten Medienpädagog*innen des Jugend-Umwelt-Medienprojekts GreenCut-JUMP, das junge Menschen dazu ermutigt, Natur mit kreativen Medienformaten zu entdecken. Projektleiter Oliver Krebs sieht darin einen wichtigen Multiplikatoreffekt: „Wenn Jugendliche selbst Filme über Natur drehen, werden sie zu Botschaftern ihrer Region. Sie erzählen anderen von dem Schatz der biologischen Vielfalt – und tragen dieses Wissen in ihre Familien, Freundeskreise und Schulen.“

Raus aus dem Klassenzimmer

Die Projektwoche bringt die Schüler*innen bewusst raus aus dem Klassenzimmer und rein in die Natur. Neben Kameraarbeit und Interviews steht das gemeinsame Erkunden der Region im Mittelpunkt – mit viel Neugier, Teamarbeit und Freude am Entdecken. Begleitet wird die Klasse der Oberschule Malschwitz von ihrer Lehrerin Petra Hein, die das Projekt von Anfang an unterstützt hat und damit maßgeblich ermöglicht, dass Unterricht, Naturerlebnis und Medienarbeit zusammenkommen. Die entstandenen Filme sollen zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich präsentiert werden.

Zusammenarbeit und Förderung

Die Projektwoche ist eine enge Zusammenarbeit zwischen der Oberschule Malschwitz, der Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, dem Hotspot-Projekt MoSaiKTeiL und dem Projekt GreenCut-JUMP. Die beiden letztgenannten Projekte werden im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt gefördert.

 

Das Projekt „MoSaiKTeiL – Moore, Sand, Kiefern und Teiche – Neue Ansätze zur nachhaltigen Entwicklung der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft (Hotspot 20)“ wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. „MoSaiKTeiL“ ist ein Verbundprojekt des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz, der Naturschutzstation Neschwitz e.V. und der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz e.V. Mehr Informationen finden Sie unter https://www.mosaikteil.de/

GreenCut-JUMP ist ein Projekt der Gesellschaft zur Förderung von Solidarität und Partnerschaft e.V. und wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Weitere Fördergeber sind die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung und die Heinz Sielmann Stiftung. Mehr Informationen finden Sie unter https://www.greencut-jump.de

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