Pressemeldung 11-08-26
30. Europäische Fledermausnacht in Görlitz
Naturkundemuseum lädt am 28. und 29. August zu Vortrag, Exkursion und Fledermauskasten-Kontrolle ein
Fledermäuse gehören zu den faszinierendsten heimischen Säugetieren: Sie sind überwiegend nachts unterwegs, orientieren sich mithilfe von Ultraschallrufen und bleiben dabei für uns Menschen meist unbemerkt. Zur 30. Europäischen Fledermausnacht lädt das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz am 28. und 29. August 2026 dazu ein, die heimischen Fledermäuse näher kennenzulernen.
Am Freitag, 28. August, beginnt um 19 Uhr im Humboldthaus ein Vortrag von Christiane Schmidt vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz. Sie gibt eine Einführung in die Welt der Fledermäuse und erläutert, wie sich die Tiere in der Dunkelheit orientieren und wie ihre Ultraschallrufe für wissenschaftliche Untersuchungen genutzt werden können.
Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit dem grenzüberschreitenden Projekt „Erhaltung von sicheren Wanderkorridoren für fliegende Wirbeltiere im tschechisch-sächsischen Grenzgebiet“. Das Projekt untersucht unter anderem Gefährdungen von Fledermäusen und Vögeln an Verkehrsinfrastrukturen und Möglichkeiten, ihre Wanderkorridore besser zu schützen. Kooperationspartner sind die Masaryk-Universität Brünn , das Centrum dopravního výzkumu Brünn und Senckenberg.
„Fledermäuse leben oft ganz in unserer Nähe und bleiben uns trotzdem meist verborgen. Bei der Fledermausnacht möchten wir zeigen, wie faszinierend ihre nächtliche Lebensweise ist und wie wir ihre Ultraschallrufe nutzen können, um mehr über ihr Vorkommen zu erfahren. Besonders spannend wird auch die erste Kontrolle der Fledermauskästen auf dem Friedhof – wir sind natürlich neugierig, ob sie bereits angenommen wurden“, sagt Christiane Schmidt vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz.
Im Anschluss an den Vortrag geht es auf eine Fledermausexkursion an die Neiße. Dort sind verschiedene Arten bei ihrer nächtlichen Nahrungssuche anzutreffen. Mit etwas Glück können die Teilnehmenden die Tiere beobachten. Mithilfe von Fledermausdetektoren werden außerdem ihre für das menschliche Ohr normalerweise nicht wahrnehmbaren Rufe hörbar gemacht.
Am Samstag, 29. August, werden von 16 bis 17.30 Uhr die Fledermauskästen auf dem Städtischen Friedhof Görlitz kontrolliert. Gemeinsam mit Christiane Schmidt und Michael Striese vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz sowie Gunther Weinert vom Städtischen Friedhof Görlitz können die Teilnehmenden verfolgen, ob die dort angebrachten Quartiere bereits besiedelt sind und welche Fledermausarten möglicherweise eingezogen sind.
Freitag, 28. August 2026, 19 Uhr
Vortrag zu Fledermäusen mit anschließender Fledermausexkursion an der Neiße
mit Christiane Schmidt, SMNG
Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, Görlitz
Samstag, 29. August 2026, 16–17.30 Uhr
Kontrolle der Fledermauskästen auf dem Friedhof
mit Christiane Schmidt und Michael Striese, SMNG, sowie Gunther Weinert, Städtischer Friedhof Görlitz
Treffpunkt: Friedhofstraße 8/8a, Eingang Alter/Neuer Friedhof, Görlitz
Projektförderung
Die Veranstaltungen finden im Rahmen des Projekts „Erhaltung von sicheren Wanderkorridoren für fliegende Wirbeltiere im tschechisch-sächsischen Grenzgebiet“ statt. Das Projekt wird im Rahmen des Programms Interreg Sachsen – Tschechien 2021–2027 durch die Europäische Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.