Pressemeldung 07-09-26
Kunst trifft Natur: Senckenberg startet mit „Flügelschlag“ und der „Wunderwelt der Amphibien“ ins Herbstprogramm
Neues Veranstaltungsprogramm des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz erschienen – Ausstellungseröffnung und Amphibienvortrag am 17. September
Das neue Veranstaltungsprogramm des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz ist erschienen. Von September bis November lädt das Museum wieder zu Vorträgen, Führungen, Exkursionen, Familienangeboten und Veranstaltungen der Görlitzer Kinderakademie ein. Einen besonderen Auftakt gibt es am Donnerstag, dem 17. September: Um 18 Uhr eröffnet die neue Sonderausstellung „Flügelschlag – Zwischen Landschaft und Lebensraum“. Um 19.30 Uhr folgt der Vortrag „Wunderwelt der Amphibien“ von Uwe Prokoph aus Demitz-Thumitz.
Mit „Flügelschlag“ treffen erstmals zwei künstlerische Perspektiven auf Natur und Umwelt aufeinander. Udo Vieth verwandelt für seine Serie „Toxic Beauties“ hochauflösende Satellitenaufnahmen von Tagebauen, Rodungen und anderen vom Menschen geprägten Landschaften in eindringliche Bildwelten. Die Arbeiten bewegen sich zwischen Schönheit und Irritation und machen die Spuren menschlicher Eingriffe aus ungewohnter Perspektive sichtbar. Ihnen begegnet Sabine Emmerichs „Konferenz der Insekten“: filigrane, überdimensionale Insektenmodelle versammeln sich als vielgestaltige Gemeinschaft im Raum.
„Mit ‚Flügelschlag‘ möchten wir dazu anregen, vertraute Bilder von Natur neu zu betrachten. Die Ausstellung wechselt bewusst die Perspektive – von der großräumig veränderten Landschaft zu ihren oft übersehenen Bewohnern. Kunst eröffnet dabei einen besonderen Zugang zu Fragen, die auch unsere naturwissenschaftliche Forschung beschäftigen: Wie verändern wir Lebensräume, und was bedeutet dieser Wandel für die biologische Vielfalt?“, sagt Kristin Baber, Abteilungsleiterin Museum am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz.
Zur Ausstellungseröffnung sprechen neben Kristin Baber die beiden beteiligten Kunstschaffenden Sabine Emmerich und Udo Vieth. Beginn ist um 18 Uhr im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, der Eintritt zur Eröffnung ist frei. Die Sonderausstellung ist anschließend vom 18. September 2026 bis zum 14. März 2027 zu sehen.
Von den ersten Landwirbeltieren bis zum Spanischen Rippenmolch
Direkt im Anschluss geht es um 19.30 Uhr mit lebenden Vertretern einer Tiergruppe weiter, deren Geschichte mehrere hundert Millionen Jahre zurückreicht. In seinem Vortrag „Wunderwelt der Amphibien“ nimmt Uwe Prokoph das Publikum mit auf eine Reise durch die Entwicklung und Vielfalt von Fröschen, Kröten, Molchen und Salamandern.
Vor rund 380 Millionen Jahren wagten sich die ersten fischähnlichen Wirbeltiere an Land. Heute sind weltweit etwa 9.000 Amphibienarten bekannt, die unterschiedlichste Lebensräume im Wasser und an Land besiedeln. Uwe Prokoph stellt große und kleine, exotische und heimische Vertreter vor und berichtet Wissenswertes über ihre Biologie und Lebensräume. Ein besonderer Programmpunkt ist eine kleine Lebendtierpräsentation mit Spanischen Rippenmolchen, der größten europäischen Molchart.
Der Vortrag beginnt am Donnerstag, 17. September, um 19.30 Uhr im Seminarraum (Am Museum 1). Der Eintritt beträgt 3 Euro, ermäßigt 2 Euro. Kinder bis 16 Jahre sowie Mitglieder der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz haben freien Eintritt.
Das neue Senckenberg-Programm für September bis November bietet darüber hinaus unter anderem Exkursionen zur Landeskrone und in die deutsch-polnische Grenzregion, Vorträge über Luchse und Elche, Führungen durch „Flügelschlag“, das Familienfest im Naturkundemuseum, Kreativangebote sowie ein umfangreiches Programm der Görlitzer Kinderakademie. Die aktuellen Termine und mögliche Programmänderungen sind im Veranstaltungskalender des Museums zu finden.