Pressemeldung 02-09-26
Wenn Evolution Leben rettet: Warum manche Arten überleben
Autorenlesung und Gespräch mit Dr. Bernhard Kegel am 10. September, veranstaltet vom Förderverein Senckenberg
Wie schnell kann sich die Natur an eine sich rasant verändernde Umwelt anpassen? Dieser Frage geht der Biologe und Sachbuchautor Dr. Bernhard Kegel in seinem aktuellen Buch „Rettung durch schnelle Evolution – Warum Arten unerwartet überleben“ nach. Anhand anschaulicher Beispiele zeigt er, wie beschleunigte Evolution neue Chancen für die Erhaltung von Arten schaffen kann, aber auch Risiken birgt. Im Mittelpunkt der Lesung am Donnerstag den 10. September im Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt steht die Frage, was die zunehmende Anpassungsfähigkeit der Natur für die Artenvielfalt und uns Menschen bedeutet. Die Veranstaltung wird vom Förderverein Senckenberg ausgerichtet.
Elefanten ohne Stoßzähne, schrumpfende Tintenfische, lautlose Grillen und Echsen mit längeren Beinen: Solche Phänomene zeigen, wie schnell sich die Natur an veränderte Umweltbedingungen anpassen kann. Klimawandel, Globalisierung, Lebensraumverlust und andere menschengemachte Einflüsse beschleunigen die Evolution vieler Tier- und Pflanzenarten.
Doch kann sich die Natur schnell genug an diesen Wandel anpassen? Und welche Chancen und Risiken birgt die beschleunigte Evolution für Mensch und Umwelt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Biologe und Sachbuchautor Dr. Bernhard Kegel in seinem aktuellen Buch. Dabei zeigt Kegel, dass die beschleunigte Evolution durchaus neue Chancen für die Erhaltung von Arten und biologischer Vielfalt eröffnen kann. Zugleich birgt sie auch Risiken: Krankheitserreger und Schädlinge können sich beispielsweise an Medikamente oder Pflanzenschutzmittel anpassen und Resistenzen entwickeln. Evolutionäre Anpassung ist damit weder grundsätzlich gut noch schlecht – sie ist ein dynamischer Prozess, der unsere Zukunft maßgeblich beeinflussen kann.
In seiner Lesung verbindet Kegel aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit anschaulichen Beispielen aus der Tier- und Pflanzenwelt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie viel Anpassungsfähigkeit die Natur angesichts der Geschwindigkeit des menschengemachten Wandels besitzt – und welche Konsequenzen daraus für den Schutz der Artenvielfalt entstehen.
Autorenlesung und Gespräch: „Rettung durch schnelle Evolution“
Datum: Donnerstag, 10. September 2026, 19 Uhr (Einlass: 18:30 Uhr)
Ort: Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt, Arthur-von-Weinberg-Haus (Grüner Hörsaal, Robert-Mayer-Straße 2, 60325 Frankfurt)
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung unter info@foerderverein.senckenberg.de ist erforderlich.
Im Anschluss an den Vortrag sind die Gäste zu einem Get-together mit Büchertisch eingeladen, das Raum für Austausch und vertiefende Gespräche bietet.
Dr. Bernhard Kegel studierte Chemie und Biologie an der Freien Universität Berlin und promovierte dort 1991. Nach seiner wissenschaftlichen Tätigkeit arbeitete er unter anderem als ökologischer Gutachter und Lehrbeauftragter, bevor er sich Mitte der 1990er-Jahre ganz dem Schreiben widmete. Seit 1993 veröffentlicht Kegel Romane und Sachbücher, in denen er naturwissenschaftliche Themen mit literarischem Erzählen und fundierter Wissenschaftsvermittlung verbindet. Sein Sachbuch „Mit Pflanzen die Welt retten. Grüne Lösungen gegen den Klimawandel“ war 2025 für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert.