Lumbricidae

Ansprechpartner: Dr. Jörg Römbke; Dr. Stephan Jänsch
Institution: ECT Oekotoxikologie GmbH
E–Mail: j-roembke@ect.de
Internet: www.ect.de Projekt-Team

Lumbricidae

LumbricidaeLumbricidae (Regenwürmer) gehören zur saprophagen Makrofauna des Bodens. Weltweit sind ca. 6.000 Arten bekannt, wovon ca. 670 zu der in Mitteleuropa dominanten Familie der Lumbriciden gehören. Davon kommen rund 46 in Deutschland vor. Abundanz und Biomasse variieren je nach Standort- und Bearbeitungsbedingungen erheblich. Seit den Anfängen der Bodenbiologie gelten Regenwürmer als die wichtigsten Bodentiere vieler Standorte Mitteleuropas. Diese Feststellung beruht nicht nur auf ihrer hohen Biomasse, sondern vor allem auf den wichtigen Funktionen, die sie im Bodenökosystem wahrnehmen: die mechanische Durchmischung des Bodens, die Beschleunigung des Abbaus organischen Materials oder die Verbesserung des Wasserhaltevermögens von Böden durch die Bildung von Ton-Humus-Komplexen. Dabei ist zu beachten, dass diese im Allgemeinen als positiv angesehenen Funktionen meist nur von wenigen Arten bewirkt werden.
Lumbricidae
Generell lassen sich die Regenwürmer in drei ökologische Gruppen unterteilen: Mineralschichtbewohner (= Endogées), Streuschichtbewohner (= Epigées) und Vertikalbohrer (= Anéciques), deren bekannteste Art Lumbricus terrestris ist. Über die in Deutschland vorkommenden Arten dieser Familie liegen umfangreiche autökologische, synökologische und ökotoxikologische Daten vor. Ihre Verbreitung ist an Waldstandorten sehr gut bekannt, während die Informationen für Graslandstandorte und speziell für Ackerflächen schlecht sind. Ansätze zur Abschätzung von Referenzwertbereichen für Biomasse und Artenzahl bei verschiedenen Standortbedingungen liegen vor.
Lumbricidae
Alle einheimischen Arten lassen sich mit Standard-Bestimmungsliteratur determinieren. Als Standardmethode zur Erfassung der Regenwürmer gilt eine Kombination von Handauslese mit einer chemischen Austreibung. Die Erfassung und Bestimmung der Regenwürmer ist aufgrund der standardisierten Methodik unkompliziert. Die Tiere lassen sich einfach konservieren und ohne weitere Präparation bestimmen.

Bilder GBIF
Bilder GBIF
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