SGNSchule

Lehre und Ausbildung

Die Senckenberg-Schule

Als einzige Schule dieser Art in Deutschland bietet die Senckenberg-Schule eine zweijährige Ausbildung zur/m Technischen Assistentin/Technischen Assistenten für naturkundliche Museen und Forschungsinstitute an. Die Ausbildungsinhalte umfassen Biologie und Geologie/Paläontologie. Im Zentrum stehen dabei Morphologie, Ökologie, Umweltwissenschaften, Sammel- und Präparationstechnik, Sammlungspflege und -dokumentation sowie Labortechniken. Die beruflichen Einsatzfelder sind sehr vielgestaltig und reichen von naturkundlichen Museen, Umwelt-Forschungsinstituten bis zu Universitäten, Landesämtern und Fachbehörden.

Masterstudiengänge

Gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden/IHI Zittau bietet Senckenberg die internationalen, englischsprachigen Masterstudiengänge „Biodiversity and Collection Management“ und „Ecosystem Services“ an.

Der forschungsorientierte Masterstudiengang Biodiversity and Collection Management ist in seiner Verbindung von Biodiversität und Sammlungsmanagement weltweit einmalig. Der Studiengang kombiniert die Vermittlung von Wissen zur globalen biologischen Vielfalt, zur organismischen Taxonomie und Systematik, zu Ökosystemkunde, zu Managementund zur Projektorganisation. Die Sammlungen als bedeutende Forschungsressource, ihre gezielte Akquise in verschiedenen Regionen der Erde, ihre wissenschaftliche Nutzung und ihr Erhalt stehen dabei im besonderen Fokus.

Der Masterstudiengang Ecosystem Services beschäftigt sich mit der disziplinenübergreifenden Untersuchung von Problemen und der Entwicklung gesellschaftsrelevanter Lösungsansätze im Themenfeld Biodiversität, Ökosystemleistungen, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Studierenden lernen neben Grundlagen zur Entwicklung des Ökosystemleistungskonzeptes wichtige Aspekte der gesellschaftlichen Inwertsetzung von Biodiversität und Ökosystemleistungen sowie der Ökologischen Ökonomie. Zudem werden in den ersten beiden Semestern die Module Angewandte Ökologie, Taxonomie, Interkulturelle Kommunikation und Methoden empirischer Sozialforschung belegt

Über diese Angebote hinaus engagieren sich die Senckenberg-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler an zahlreichen weiteren deutschen und internationalen Universitäten in der grundständigen und weiterführenden Lehre. Zum Teil sind diese engen Kooperationen über gemeinsame Professuren institutionalisiert.

Doktorandenausbildung

Die Erlangung wissenschaftlicher Unabhängigkeit während der gesamten Qualifikationsphase ist einer der zentralen Aspekte von Senckenbergs Lehr- und Ausbildungsphilosophie. Mit verschiedenen Maßnahmen wollen wir unseren an verschiedenen Universitäten immatrikulierten Doktorandinnen und Doktoranden ein interessantes und unterstützendes Umfeld bieten:

  • Wettbewerbsfähige Forschungsthemen und Arbeitsbedingungen mit modernster wissenschaftlicher Infrastruktur bilden eine der Grundlagen für den Erfolg.
  • Eine enge Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Betreuerinnen und Betreuern sowie Doktorandinnen und Doktoranden erachten wir als wesentlich für eine effektive und wissenschaftlich erfolgreiche Doktorarbeit. Deshalb finden in regelmäßigen Abständen, mindestens einmal pro Jahr, formelle Treffen statt. Die Ergebnisse werden schriftlich festgehalten. Regelmäßige Supervisionssitzungen sind obligatorisch.
  • Senckenberg empfiehlt den Abschluss von Betreuungsvereinbarungen mit definierten Zielen, z.B. hinsichtlich des Arbeitsprogramms, der Budgetplanung, der Fortbildung, der Teilnahme an Tagungen und der Lehre sowie der Verbreitung der wissenschaftlichen Ergebnisse. Diese Zielvereinbarungen werden regelmäßig evaluiert und gegebenenfalls angepasst.
  • Die Doktorandinnen und Doktoranden werden ermutigt und unterstützt, ihre Forschungsergebnisse in international hoch anerkannten, begutachteten Zeitschriften zu veröffentlichen. Publikationsgebundene Doktorarbeiten sind die Norm.
  • Doktorandinnen und Doktoranden (sowie alle Senckenberg-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler) absolvieren jährlich eine webbasierte Schulung zu Regeln und Bestimmungen guter wissenschaftlicher Praxis.
  • Alle Doktorandinnen und Doktoranden sind ermutigt und berechtigt, an strukturierten Promotionsprogrammen teilzunehmen, z.B. an der GRADUATE-Akademie der TU Dresden oder an der Goethe-Forschungsakademie für Nachwuchswissenschaftler an der Goethe-Universität Frankfurt (GRADE). Beide bieten ihren Mitgliedern ein umfassendes Ausbildungsprogramm, das auf Forschung, Karriere und persönliche Entwicklung ausgerichtet ist.
  • Senckenberg-Doktorandinnen und -Doktoranden werden durch die Young Scientists@Senckenberg vertreten. Das Netzwerk bietet Unterstützung während der Promotionsphase und beim Übergang in die Postdoc-Phase.