Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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20.07.2012 - Die süße Essenz des Geo-Naturparks im Glas – Honig aus der Grube Messel!

Im Jahr 2012 hat der Geo-Naturpark gemeinsam mit der Imkerei Glückshonig ein besonderes Projekt ins Leben gerufen – Blütenhonig direkt aus der Region, gesammelt an außergewöhnlichen und eigens ausgewählten Orten und in Zusammenarbeit mit besonderen Kooperationspartnern.

Der Ort:

Die Grube Messel ist ein ganz besonderer Ort im Geo-Naturpark. Als Fenster in die Zeit vor 47 Millionen Jahren birgt sie die versteinerten Reste einer längst vergangenen Lebewelt. Heute ist die Grube Messel ein Ort, an dem Erdgeschichte und Natur auf einzigartige Weise erlebbar werden. Eine Vielzahl von Aktionen und Führungen der Welterbe Grube Messel gGmbH in Kooperation mit der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung ermöglicht den Besuchern einen Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt, die hier vor Millionen von Jahren existierte, und in die eindrucksvolle Naturlandschaft, die sich heute in dem Schutzgebiet und ehemaligen Tagebau entwickelt hat. In der Grube Messel ist eine reichhaltige Flora entstanden, die die Besucher nun auf eine ganz neue Art und Weise genießen können – als süße Essenz im Honigglas. Das Sammeln und Ernten erledigen nicht die Bienen, die schon vor 47 Millionen Jahren hier ausflogen, sondern ihre Nachfahren, die sich erst etwa 20 Millionen Jahre später entwickelten. 

Die fossilen Bienen aus der Grube Messel:

Fossile Biene (c)Senckenberg
Fossile Biene © Senckenberg

Vor 47 Millionen Jahren, als die Grube Messel noch ein See war, gab es auch schon eine artenreiche Bienen­fauna. Dies belegen fast 40 Fossilfunde von Bienen aus den Messeler Sedimenten. Wie heutzutage gab es sowohl einzeln lebende Wildbienen, wie auch in Staaten lebende soziale Bienen. Bei einigen dieser Fossilfunde sind zwischen den Körperhaaren und an den Beinen Pollen in großer Zahl zu finden, so dass sogar auf die zuletzt besuchte Futterpflanze zurückgeschlossen werden kann. Echte Honigbienen (Gattung Apis), die ihren Honig in speziellen Waben ansammeln, gab es aber am ehemaligen Messel-See noch nicht, sie entwickelten sich erst ca. 20 Millionen Jahre später.                                                                                

Glückshonig-messel(c)Senckenberg
Leckerer Honig, fleißige Bienen und Kooperations-
partner, die sich über das neue Projekts an der Grube
Messel freuen: (v.l.) Jürgen Parg (Imker), Dr. Stephan
Schaal (Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung), 
Dr. Marie-Luise Frey (Welterbe Grube Messel gGmbH), 
Dr. Jutta Weber (Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald),
Dr. Sonja Wedmann (Senckenberg-Gesellschaft für
Naturforschung).

Der Blüten-Honig – ein neues regionales Produkt:

Die Imkerei Glückshonig (Otzberg) produziert ihren Honig ausschließlich aus der Region des Geo-Naturparks. Bio-Imker Jürgen  Parg hat seine Bienenvölker  an  besonders ausgewählten  Orten – wie der Grube Messel -  platziert, wo sie schon fleißig Honig gesammelt haben. Dieser kommt als „Blütenhonig aus dem Geo-Naturpark“ und „Blütenhonig aus der Grube Messel“   ins Glas. Weitere besondere Orte im Geo-Naturpark werden mit ihrem eigenen Standort-Honig folgen. Versehen mit einem gemeinsamen, aber dennoch individuell unterscheidbaren Etikett werden auf diese Weise viele regionale Partner des Geo-Naturparks ihren Besuchern künftig direkt vor Ort produzierten Bio-Honig anbieten können und gleichzeitig über ein Produkt verfügen, das alle mit der Region des Geo-Naturparks verbindet.  

 

   Glückshonig-messel(c)Senckenberg
Jürgen Parg (Imkerei Glückshonig) schaut nach
seinen Bienen in der Grube Messel. Die Honiggläser
können im Shop des Besucherzentrums erworben werden.

Die Zusammenarbeit mit der Imkerei:

Die Imkerei Glückshonig bürgt für die ganz besondere Qualität dieses Produkts und sorgt auch für dessen Vertrieb. Kaufen kann man den Glückshonig ab sofort im Besucherzentrum der Grube Messel, direkt beim Imker oder über die Geschäftsstelle des Geo-Naturparks.

Im Verlauf des Jahres kommen weitere Verkaufsstellen in den Informationszentren und Eingangstoren sowie bei ausgewählten Kooperationspartnern hinzu.

Und von jedem Glas Blütenhonig sammelt der Geo-Naturpark 10 Cent und pflanzt dafür dann wieder Bäume und Blumen für die Bienen und natürlich auch für die Menschen…

  

Bei Fragen der Redaktion:

Dr. Marie-Luise Frey (Geschäftsführung Welterbe Grube Messel gGmbH): 06159-71750

Dr. Stephan Schaal (Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung): 069-75421-250

Alexandra Donecker (Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung) 069 7542 1561

Dr. Jutta Weber (Geologie und Öffentlichkeitsarbeit, Geo-Naturpark): 06251-7079923

Jürgen Parg (Imkerei Glückshonig):  06162-801774

 

Pressekontakt

Dr. Sören Dürr
Tel.: 069 7542-1580

Judith Jördens
Tel.: 069 7542-1434
Mobil: 0172-5842340

Anna Lena Schnettler
Tel.: 069 7542-1561

Dr. Alexandra Donecker
Tel.: 069 7542 1209

Email: pressestelle@senckenberg.de

Fax: 069 7542-1517

Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

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