Live-Events


Hier finden Sie alle vergangenen Livestreams unserer digitalen Ausstellungseröffnungen und Vortragsreihen. Blicken Sie mit Senckenberger*innen, Kurator*innen und Kooperationspartner*innen hinter die Kulissen der neuen Ausstellungen und erhalten Sie Einblick in die Forschung Senckenbergs!
 

Heute live

Business needs Nature

Kommerzielle Aktivitäten, von der Rohstoffgewinnung bis zur Landwirtschaft, tragen wesentlich zur fortschreitenden Zerstörung der Natur bei. Gleichzeitig führt der Rückgang und unumkehrbare Verlust der biologischen Vielfalt zu erheblichen Geschäftsrisiken. Immer mehr Unternehmen und der Finanzsektor setzen daher Strategien ein, um sowohl ihre Risiken als auch die negativen Auswirkungen auf die Natur zu verringern. Dabei stoßen sie auf Datenlücken, vage Metriken und einen Mangel an kohärenten und wirksamen rechtlichen Rahmenbedingungen und Vorschriften. Es wird immer deutlicher, dass ein grundlegender Wandel in der Beziehung zwischen Wirtschaft und Natur unbestritten ist.

 

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Zuletzt live

Vortragsreihe „Heute schon geforscht? Mit Citizen Science gemeinsam Wissen schaffen“

Vorangegangene Live-Events

Rhein-Talk@Senckenberg

Der Rhein hat eine bewegte Geschichte hinter sich und hat sich in den letzten Jahrhunderten von einer Flusslandschaft zur Hochleistungsstraße für die Schifffahrt entwickelt. Obwohl der Rhein einer der längsten Flüsse Europas und ein wunderschönes Naturschauspiel ist, ist er immer noch stark gefährdet durch chemische Stoffe im Wasser, den immensen Schiffsverkehr und menschliche Eingriffe in den Flussverlauf. Wie retten wir den Rhein? Ist Renautarierung die Lösung?

Die Diskutanden:
Prof. Dr. Klement Tockner (Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und Gewässerökologe)
Hans Jürgen Balmes (Autor von: „Der Rhein. Autobiographie eines Flusses“, S. Fischer Verlag, Frankfurt / M, 2021)

Moderation:
Dr. Julia Krohmer (Mitarbeiterin im Stab Wissenschaftskoordination und Leiterin der Vortragsreihen bei Senckenberg)

 

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Vortrag von Dr. Matthias Nuß Seit über 10 Jahren ist der Insektenrückgang nun ein Top-Thema in der Gesellschaft. Entsprechend stehen Insektenforscherinnen und -forscher, die vormals ein Schattendasein führten, nunmehr im Rampenlicht. Aber es sind wenige, und es wird mehr über Wildbienen geredet, als es echte Wildbienenkenner:innen gibt. Zudem sind die Ursachen für den Insektenrückgang vielfältig und komplex. Wie kann da eine Transformation vom Insektensterben hin zur Erhaltung der für uns und die Ökosysteme so wichtigen Insekten gelingen? Können engagierte Citizen Scientists die Lücken füllen und „einspringen“ – sowohl, was die Artenkenntnis angeht, als auch in Bezug auf notwendiges Handeln? In zwei Citizen-Science-Projekten in Sachsen wurden hierzu seit Jahren Erfahrungen gesammelt – darauf aufbauend sollen sie in den kommenden Jahren beträchtlich ausgeweitet werden.
Bürgerliches Engagement und die Sammlungen Senckenbergs – Eine kleine Geschichte in Lebensbildern
Ein Herz für Großstadtinsekten: Insektenhotels als Indikatoren für Bereitschaft zu Insektenschutz?
Transformation gemeinsam gestalten: Was kann Bürgerforschung dazu beitragen?
Wie sieht das Museum der Zukunft aus?: Peter Weibel
Dekolonialisierung von Museen: Nanette Snoep
Virtuell, augmented, multilingual, immersiv: Digitale Strategien für das Museum der Zukunft. Vortrag von Prof. Dr. Willi Xylander
Nachhaltiges Museum – zukunftsfähig Bilden, Forschen und Handeln
Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner (Universität Bremen)  
Nachhaltigkeit gehört zu den wichtigsten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Und gerade Museen als Orte der Bildung, Forschung und Begegnung haben eine besondere Verantwortung, was Klimaschutz und Nachhaltigkeit angeht – zumal der Museumsbetrieb selbst seinen Teil zum weltweiten Klimawandel beiträgt, z.B. durch große, klimatisierte Ausstellungs- und Archivräume und weltweite Transporte und Reisen von Sammlungsgut, Kurator:innen und Besucher:innen. Damit sich das künftig ändert, müssen Museumsleute, Kunst- und Forschungsbetrieb wie auch Architekt:innen umdenken.
„Forschendes Kuratieren“ oder: Was passiert im Museum?
Vortrag von Dr. Brigitte Franzen (Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt)
Im virtuellen Vortrag „Collectomics – neue Antworten aus alten Sammlungen“ erklärt Prof. Dr. Karsten Wesche (Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz), mit welchen modernen Methoden man diese alten Sammlungsschätze erschließen kann, um ihnen neue Erkenntnisse zu entlocken und wie man diese dann weltweit zugänglich macht, so dass sie dazu beitragen, die globale biologische Vielfalt und deren Verlust besser zu erforschen und zu verstehen.
Im virtuellen Vortrag „Was kommt von draußen rein – und wie? Objekte aus der Entwicklungsgeschichte des Menschen im Museum“ erklärt Dr. Sibylle Wolf (Senckenberg HEP Tübingen), wie archäologische und anthropologische Objekte ihren Weg ins Museum finden: Wo kommen sie her, wie werden sie geborgen, ausgewählt und für die Ausstellung bearbeitet?
In seinem Vortrag „Der ferne Klang: Das Frankfurter Senckenbergmuseum von 1817 bis 1971 – und was davon bis heute nachwirkt“ am 24. November um 19:15 Uhr spricht PD Dr. Joachim Scholz (Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt) über die bewegte Geschichte Senckenbergs und einige weniger bekannte Elemente dieser, darunter die jüdischen Wurzeln der SNG, die Kolonialgeschichte, die Rollen von Frauen bei dem Aufbau der Sammlungen und auch den Nationalsozialismus.
Abfälle, Chemikalien, Lärm, Überfischung und Klimawandel setzen den Ozeanen zu. Auch die Tiefsee, der größte Lebensraum unseres Planeten, ist inzwischen gefährdet. Die Vereinten Nationen (UN) haben daher bis 2030 die „UN Dekade der Meeresforschung für eine nachhaltige Entwicklung“ ausgerufen und unter dem Motto „The Science We Need for the Ocean We Want“ sieben Ziele benannt. Eines der Ziele ist „a clean ocean“ – der saubere Ozean. Die Veranstaltung „Wie trägt unsere Forschung zu einem sauberen Ozean bei?“ ermöglicht Besucher*innen des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums digital das Forschungsschiff SONNE zu besuchen und mit den Forschenden in den Austausch zu gehen.
Die 19. Gustav Heinrich Ralph von Koenigswald-Lecture findet am 17. November um 19:30 Uhr in digitaler Form als Live-Event statt. Den Beginn der diesjährigen Veranstaltung macht der Film „Was macht uns zum Menschen?“ von Oliver G. Becker. Das Filmprojekt ist eine visuelle Reflexion, eine Versöhnung faktenbasierter Naturwissenschaft mit der poetischen Suche nach der Identität des Homo sapiens. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion mit dem Regisseur und Drehbuchautor sowie Mika Puspaningrum (Institut Teknologi, Bandung, Indonesien), Christine Hertler (Projekt ROCEEH der Heidelberger Akademie der Wissenschaften an der Universität Tübingen und dem Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt) und Albrecht Graf von Kalnein (Werner Reimers-Stiftung) statt.
Die 19. Gustav Heinrich Ralph von Koenigswald-Lecture findet am 17. November um 19:30 Uhr in digitaler Form als Live-Event statt. Den Beginn der diesjährigen Veranstaltung macht der Film „Was macht uns zum Menschen?“ von Oliver G. Becker. Das Filmprojekt ist eine visuelle Reflexion, eine Versöhnung faktenbasierter Naturwissenschaft mit der poetischen Suche nach der Identität des Homo sapiens.
Umwelt-DNA (eDNA), also DNA, die nicht aus Organismen, sondern aus Umweltproben wie Wasser oder Sedimenten extrahiert wurde, wird heute zunehmend verwendet, um die Dynamik von Ökosystemen und Populationen einzelner Arten zu untersuchen. Dies kann für aktuelle Ökosysteme erfolgen, aber durch die Extraktion von DNA aus verschiedenen Tiefen in Sedimentbohrkernen können auch Ökosysteme der Vergangenheit sowie deren Geschichte und Entwicklung rekonstruiert werden, bis zurück in die Eiszeiten. Mit den sich entwickelnden Methoden können wir sowohl in hohem Durchsatz Arten in ganzen Gemeinschaften effizient identifizieren, als auch Veränderungen und möglicherweise Anpassungen von Arten aufspüren. Dies hilft uns, die Biodiversität, die uns heute umgibt, besser zu verstehen und liefert Informationen für die Prognose möglicher zukünftiger Veränderungen.
Virale Infektionen begleiten die Menschheit schon seit jeher. Allein in den letzten Jahrzehnten waren wir von Ebola bis Zika, von Denguefieber bis SARS, nicht zu vergessen Influenza, mit zahlreichen pathogenen Viren konfrontiert. Keines von diesen hat zuletzt die pandemische Intensität erreicht wie aktuell das Coronavirus Sars-CoV-2, doch regionale Epidemien und globale Pandemien durch einige dieser Viren haben schwere Krisen ausgelöst und zahllose Opfer gefordert. Und die derzeitige Pandemie wird nicht die letzte sein. Es wird deshalb mit Hochdruck daran geforscht, Infektionskrankheiten effizient bekämpfen zu können.
Die biologische Vielfalt ist das Ergebnis von 3,5 Milliarden Jahren Evolution und eines der komplexesten Phänomene der Erde. Das vom hessischen Wissenschaftsministerium geförderte LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik hat es sich zur Aufgabe gemacht, die genetische Basis der biologischen Vielfalt zu erforschen, um sie für Grundlagenforschung sowie angewandte Forschung zugänglich zu machen. Bisher haben wir über 2000 Genome – vom Fadenwurm bis zum Blauwal – generiert, die in unseren Hochleistungsrechnern analysiert werden. Damit sequenzieren und untersuchen wir die genomischen Variationen quer durch Baum des Lebens, um den Ursprung und die Anpassungen der Diversität von Genen bis hin zu Ökosystemen zu verstehen und nachhaltig nutzbar zu machen.
Die Geologin Hildegard Westphal berichtet über die sehr dynamischen gesellschaftlichen Entwicklungen in den Tropen und welche Voraussetzung für eine nachhaltige Nutzung tropischer Küstenökosysteme erfüllt sein müssen.
Biologin Anne Sell erläutert anhand aktueller Forschungsergebnisse wie die klimabedingte Erwärmung ökologische Prozesse steuert, was für Auswirkungen dies für Verbreitung und Bestandsgrößen verschiedener Fischarten hat und was ein zukunftsfähiges Fischereimanagement  berücksichtigen muss, damit sich die Nutzung der Meeresressourcen nachhaltig gestalten lässt.
Geologe Sven Petersen spricht über den möglichen Tiefseebergbau, dessen Folgen für die marinen Ökosysteme und ob ein solcher Abbau überhaupt geologisch sinnvoll, ökonomisch lohnend oder technisch machbar ist.
Helmut Hillebrand gibt einen Einblick in den menschlichen Einfluss auf die (marinen) Ökosysteme sowie naturschutzrelevanter Konzeptentwicklung zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Meere im Vortrag vom 25. November 2020.
André Freiwald erzählte im Live-Vortrag vom 11. November 2020 über das blaue Regal und die globale Verschmutzung der Meere.
Über die Entstehung der Ausstellungen „Tiefsee und Meeresforschung“ berichten unser Tiefseeforscher Torben Riehl und die Ausstellungsmacher Thorolf Müller und Maximilian Bugert.
Am 3.9. wurden die neuen Themenräume Tiefsee und Meeresforschung im Rahmen des Projekts Neues Museum via Live-Stream eröffnet.
Am 3.6. eröffnete die Sonderausstellung „Edmonds Urzeitreich – Eine Dinograbung in Frankfurt“ live per Videostream.