Mammalogie Sammlungsschrank mit Primatenschädeln

Mammalogie

Sammlung

Rezente Säugetiere

Die Sammlung rezenter Säugetiere rangiert in Deutschland nach Umfang und systematischer sowie geographischer Streuung auf Platz 2. Sie umfasst zur Zeit 95.000 in Katalogen und auf Karteikarten inventarisierte Exemplare (Schädel, Bälge, Felle, Skelette, Alkoholpräparate, Dermoplastiken).  Die digitale Sammlungserfassung erstreckt sich auf etwa 90% der Stücke. Die Anzahl der Primärtypen  beträgt 160 und die der Paratypen 480. Ein Typenkatalog ist in Bearbeitung.

Schwerpunkte sind Fledermäuse (unter den bedeutendsten Sammlungen weltweit, ca. 90% aller Gattungen), Primaten (unter den bedeutendsten europäischen Sammlungen), Nagetiere und Insektenfresser. Geographische Schwerpunkte der Sammlungen liegen in Mitteleuropa, Afrika, Südostasien, Kleinasien und dem Balkan. Bedeutende Sammlungsteile gehen u. a. zurück auf E. Rüppell (Nordostafrika), die 2. Deutsche Afrikaexpedition 1910/11 (Herzog F. A. zu Mecklenburg; v. a. Huftiere, Primaten), H. Bregulla (Philippinen und südwestliche Pazifik-Inseln)  und H.-J. Kuhn (Liberia).

Anatomie und Histologie

Die Sammlung Anatomie & Histologie war ursprünglich der Sektion Vergleichende Anatomie (später Funktionelle und Vergleichende Anatomie) zugeordnet. Seit Schließung der Sektion 1997 wird die Sammlung durch die Mammalogie verwaltet.

In der Zielsetzung als Arbeits- und Forschungssammlung aufgebaut, enthält die Sammlung kein Typus-Material, was eine Bearbeitung und Veränderung der Objekte mit unterschiedlichsten Methoden erlaubt.

Die anatomisch-histologische Kollektion umfasst neben historischen Schaupräparaten anatomische Nasspräparate mit dem Schwerpunkt Wirbeltiere, sowie  eine umfangreiche Sammlung histologischer Schnittserien.

Bedeutende Teile der Sammlung gehen auf Dr. F. Roemer, Prof. Dr. W. F. Gutmann, Prof. Dr. D. Starck, Prof. Dr. G. Pilleri, und Prof. Dr. H.-J. Kuhn zurück. Ein Teil der historisch bedeutsamen Sammlung wird in der Ausstellung Sammlungswelten der Öffentlichkeit gezeigt.

Bibliothek

Die Sektionsbibliotheken umfassen ca. 44.000 Sonderdrucke und Bücher, sowie fortlaufend die wichtigsten Fachzeitschriften für Säugetierkunde und Wirbeltierpaläontologie.

Sammlungsnutzung

Achtung!!!

Wegen Umbauarbeiten sind ab Ende OKTOBER 2017 keine Gastforscher-Aufenthalte möglich. Ab NOVEMBER 2017 wird der Sammlungs- / Materialzugang voraussichtlich nur eingeschränkt möglich sein. 

Welches Material liegt in der Sammlung Mammalogie vor?

90% des Material unserer Sammlung ist bereits digital in der Senckenbergischen Sammlungsdatenbank SeSam erfasst. Auch Teile der von uns mitverwalteten Sammlungen Historische Anatomie / Histologie sind dort bereits abzurufen.

Eine Anleitung zur Nutzung der Suchfunktion finden Sie HIER.

Kann ich Material entleihen?

Das Entleihen von wissenschaftlichem Material ist an bestimmte Leihbedingungen geknüpft. Ob es möglich ist ein bestimmtes Stück oder eine Serie zu entleihen hängt vom gewünschten Material und dem wissenschaftlichen Projekt ab und wird von Anfrage zu Anfrage entschieden.

Es ist grundsätzlich nicht möglich Typus-Material zu entleihen.

Wenn Sie eine Leihanfrage stellen möchten, sollte der Leihantrag die folgenden Informationen enthalten:

  • Name, Vorname, Anschrift, gegebenenfalls auch der Name und die Anschrift der Auftraggeber/in und der angegliederten Institution/Organisation
  • Die Art der wissenschaftlichen Arbeit sowie gegebenenfalls die Hochschule und der Name der betreuenden Hochschullehrer/in
  • Gewünschtes Material
  • eine kurze Projektbeschreibung in der Nutzungszweck und Methode der Datenerhebung skizziert werden
  • Die Leihanfrage mit den benötigten Angaben senden Sie bitte an: Katrin Krohmann.

Kann ich das Material auch vor Ort bearbeiten?

Unsere nicht-öffentlichen Sammlungen können zu wissenschaftlichen Zwecken von externen Gästen genutzt werden.
Dazu müssen Sie einen Antrag auf Benutzung der Sammlungsgüter stellen. Dieser sollte schriftlich und rechtzeitig vor dem gewünschten Benutzungstermin gestellt werden und die folgenden Informationen enthalten:

  • Name, Vorname, Anschrift, gegebenenfalls auch der Name und die Anschrift der Auftraggeber/in und der angegliederten Institution/Organisation
  • Die Art der wissenschaftlichen Arbeit sowie gegebenenfalls die Hochschule und der Name der betreuenden Hochschullehrer/in
  • Gewünschtes Material
  • eine kurze Projektbeschreibung in der Nutzungszweck und Methode der Datenerhebung skizziert werden
  • besondere Anforderungen an den Arbeitsplatz für den Zeitraum der Sammlungsnutzung (z.B. Zugang zu Labor-Abzügen, Binokular- oder Mikroskopnutzung, Raumanforderung für den Aufbau mitgebrachter Geräte usw.) sind im Antrag zu erwähnen.

Bitte beachten Sie, dass ein gewünschter Nutzungstermin evtl. nicht verfügbar ist und ein Anspruch auf Erteilung einer Benutzungsgenehmigung nicht besteht.

Um einen Besuch der Sammlung zu arrangieren, senden Sie bitte den Antrag auf Benutzung der Sammlungsgüter mit den benötigten Angaben an: Katrin Krohmann.

Wie finde ich das richtige Gebäude?

Die Anmeldung für Sammlungsbesuch erfolgt im Haupthaus, Sektion Mammalogie, Senckenberganlage 25.

 

Welche Arbeitsplätze und Arbeitsgeräte stehen vor Ort zur Verfügung?

Es stehen Arbeitsplätze für 1-2 Gäste abhängig von der Größe und Menge des bearbeiteten Materials zur Verfügung. Bei Bedarf kann ein Binokular mit Lampe für die Dauer des Aufenthalts aufgestellt werden.

Zugang zu einem Labor-Abzug kann nach Anmeldung arrangiert werden wenn haus-intern Kapazitäten frei sind.

Für weitere Fragen kontaktieren Sie bitte Katrin Krohmann.