Januar

Blick in die Zukunft: Das Projekt BioKompass

Eine Wirtschaft der Zukunft, die unabhängig ist von fossilen Rohstoffen und eine nachhaltige Produktion von Gütern ermöglicht – diese Wunschvorstellung ist eng verknüpft mit der Idee der Bioökonomie. Sie orientiert sich an natürlichen Stoffkreisläufen und setzt auf nachwachsende Ressourcen. Doch wie kann eine solche Wirtschaft der Zukunft konkret aussehen?

Mensch – Erde – Kosmos – Zukunft

Auch in diesem Jahr setzt die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung das Projekt „Kultur trifft Natur“ fort – mit einer vierteiligen Konzertreihe von Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) im Naturmuseum Frankfurt.

Menschheitsgeschichte muss nicht neu geschrieben werden: Der „Fall Untermaßfeld“

In einer kürzlich im Fachjournal „Journal of Paleolithic Archaeology“ veröffentlichten Studie widerlegt der Senckenberg-Wissenschaftler Prof. Dr. Ralf-Dietrich Kahlke gemeinsam mit einem internationalen Team renommierter Steinzeitexperten eine kürzlich erschienene Veröffentlichung zur Ausbreitung des Menschen in Europa.

Das Senckenberg-Forschungsmuseum im Nationalsozialismus

Die von Frankfurter Bürgern gegründete Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung hat ihr 200. Gründungsjubiläum zum Anlass genommen, von unabhängiger Seite die Geschichte des Senckenberg Forschungsmuseums in Frankfurt während der NS-Zeit untersuchen zu lassen.

Senckenbergs Erbe im Netz

In einem gemeinsamen Projekt werden das Institut für Stadtgeschichte, die Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) in den kommenden drei Jahren das archivische Erbe von Johann Christian Senckenberg in Frankfurt digitalisieren und auf einer Präsentationsplattform zur Verfügung stellen.

Moderner Mensch vs. Riesentier

Senckenberg-Wissenschaftler Hervé Bocherens hat das Aussterben von Mega-Herbivoren–pflanzenfressende Tiere über eine Tonne Gewicht –vor etwa 12.000 Jahren untersucht.Der Tübinger Wissenschaftler kommt zu dem Schluss, dass der moderne Mensch zum einen Aussterbegrund für die riesigen Landtiere war, zum anderen aber auch deren Ökosystemfunktionen zu Teilenübernommen hat. In seiner kürzlich im Fachjournal „Frontiers in Ecology and Evolution“veröffentlichten Studieschlussfolgerter, dass eine Auswilderung von Großtieren in einigenTeilen der Welt einen positiven Aspekt bezüglich der Artenvielfalt haben könnte.

Februar

Insektensterben: Auch häufige Arten werden selten

Senckenberg-Wissenschaftler konntengemeinsam mit Kollegender Technischen Universität München nachweisen, dass derzeitweit verbreitetenInsekten zukünftigein hoher Artenverlust droht. Als Gründe für den Rückgang dieser „Generalisten“ nennt dasForscherteameine Verinselung von Lebensräumen sowie die Intensivierung der Landwirtschaft. Auch die genetische Diversität der untersuchten Schmetterlingsarten wirdlaut der heute im Fachjournal „Biological Conservation“ veröffentlichten Studie zukünftig stark abnehmen –die Insekten reagieren in Folge sensibler auf Umweltveränderungen.

Wertvolle Vielfalt: Biodiversität als Grundlage einer zukunftsfähigen Bioökonomie

Die 27. Auflage des traditionsreichen Frankfurter Sonderkolloquiums, das gemeinsam von den Institutionen DECHEMA -Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie, Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie e. V, Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V, Gesellschaft Deutscher Chemiker e. V. Verein deutscher Ingenieure, Bezirksverein Frankfurt, Physikalischer Verein und Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ausgerichtet wird, findet dieses Jahr im neuen Hörsaal von Senckenberg statt. Im Fokus stehteine nachhaltige Zukunft –auf der Basis der Bioökonomie.

Deutsche Wildkatzen bleiben unter sich

Senckenberg-Forschende habe in einer groß angelegten Studie gezeigt, dass sich Wildkatzen in Deutschland nur sehr selten mit Hauskatzen paaren. Das Wissenschaftlerteam untersuchte über 1000 „genetische Fingerabdrücke“ der Katzen und zeigt in der kürzlich im Fachjournal „Ecology and Evolution“ erschienenen Studie, dass nur etwa drei Prozent der untersuchten Wildkatzen deutliche Spuren von Hauskatzen- DNA im Erbgut tragen.

Schlange tiefgekühlt

Senckenberg-Wissenschaftler haben anhand genetischer Untersuchungen herausgefunden, dass sich während der letzten mitteleuropäischen Eiszeit nicht alle Ringelnattern in wärmere Gebiete zurückgezogen haben. Damit erbringen sie gemeinsam mit einer spanischen Kollegin erstmalig den Beleg für das Überleben eines wärmeliebenden, eierlegenden Reptils während dieser Kaltzeit. Die Studie ist kürzlich im Fachjournal „Scientific Reports“ erschienen.

Jubiläumsjahr: 291 neue Senckenberger

Im 200. Jahr der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung haben Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der elf Standorte 291 neue Arten beschrieben. Die Taxonomie und die nahezu 40 Millionen Objekte der wissenschaftlichen Sammlungen bilden die Grundlage für die Senckenberg-Geobiodiversitätsforschung.

Florale Schneckenpost

Ein internationales Team aus Senckenberg-Wissenschaftlern und Forschenden des NaturhistorischenMuseumsGöteborgund des Königlich Belgischen Institutsfür Naturwissenschaften hatauf eine potentielle Einschleppungsroute nordamerikanischer Tierarten hingewiesen. Sie fanden verschiedene nicht-heimischeSchneckenarten, die mit dem Import von Salal, einem Bindegrün für Blumensträuße, nach Schweden gelangten. Das Wissenschaftler-Team empfiehlt in seiner kürzlich im Fachjournal „Folia Malacologica“ erschienenen Studie den Import von Zierpflanzen nach Europa stärker zu kontrollieren, um die Gefahr durch potentielle neue invasiveArten zu verringern.

Jugend forscht-Regionalsieger bei Senckenberg gekürt

Aesculin – Ein Multiltalent aus der Rosskastanie, Organische Redox-Flow-Batterien – Energiespeicherung der Zukunft, SeeQuest – Geodätische Definition der Länge und Breite eines Sees, „Strahlensatz“ für Integrale, die Verbesserung von Abstellbarkeit von Gehilfen, Richtungsabhängige Verdunklungstechnik zur Sichtunterstützung, Myoelektrische Prothesen und ein Blindenhut.

März

Senckenberg-Preis 2018: Extreme Lebensräume im Fokus

Heute wirdzum viertenMal im Rahmen der Senckenberg Night der Senckenberg-Preis für herausragende Leistungen in der Naturforschung undfür besonderen persönlichen Einsatz beiSchutz und Erhalt unserer Natur verliehen. Den Senckenberg-Preis für Natur-Forschungerhält Flechtenforscher Prof. Thorsten Lumbsch, Ph.D. vom Field Museum in Chicago. Der Senckenberg-Preis für Natur-Engagementwird an den Expeditionsleiterund Buchautor Arved Fuchs verliehen.

Bremst die Systematik den Naturschutz?

Über 180 Taxonomen aus 37 Ländern –unter ihnen auch der Senckenberg-WissenschaftlerProfessor Uwe Fritz–haben gesternim Fachjournal „PLoS Biology“einenkürzlich in „Nature“ erschienenenArtikel kritisiert. In diesemwurdevorschlagen, die Art und Weise, wie Tiere und Pflanzen benannt und klassifiziert werden, grundlegend zu ändern.

Virtual Reality: Eintauchen ins Jurameer

Der Boden bricht ein unter den Füßen des Langhalssauriers im Dinosaal des Museums. Nach und nach wird der Raum geflutet – wo gerade noch T.rex, Triceratops und Co. standen, befindet sich jetzt Wasser, in dem zunächst noch letztes Museumsmobiliar schwimmt und schließlich nur noch die Bewohner des tropischen Jurameeres zu sehen sind. Man befindet sich mitten im Meer.

April

Mit dem Vierten sieht man besser: Vieräugiges fossiles Reptil entdeckt

Senckenberg-Wissenschaftler haben mit einem internationalen Team den Nachweis für eine vieräugige Echse erbracht. Anhand der ausgestorbenen Art Saniwa ensidenszeigen sie, dass der Waran zu Lebzeiten hinter dem sogenannten „Dritten Auge“ ein weiteres Sinnesorgan besaß. Sie liefern damit den ersten Beleg für ein vieräugiges höheres Wirbeltier. Die Studie erscheint heute im Fachjournal „Current Biology“.

Walverwandtschaften

Wissenschaftler der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, der Goethe-Universität und der Universität Lund haben erstmals das komplette Erbgut des Blauwals sowie drei weiterer Furchenwalarten entziffert. Das Genom der Wale ermöglicht es, die Evolutionsgeschichte des größten Tieres der Welt und seiner Verwandten detailliert nachzuvollziehen. Überraschenderweise zeigt es, dass sich verschiedene Furchenwalarten im Lauf ihrer Geschichte miteinander gepaart haben. Darüber hinaus haben sich Furchenwale wohl ohne geografische Barrieren in verschiedene Arten aufgespalten – ein sehr seltenes Phänomen. Die Studie ist soeben im Fachmagazin „Science Advances“ erschienen.

 

Thementage im Senckenberg: „Sammlungen – Von der Aufsammlung bis zur Auswertung“

Anlässlich des Europäischen Jahres des Kulturerbes 2018 finden am 3. und 4. Mai die Thementage „Sammlungen –Von der Aufsammlung bis zur Auswertung“ an den Standorten der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Rhein-Main statt. WissenschaftlerInnen ladenin Frankfurt und Messel zu einmaligen Einblicken hinter die Kulissen ein und zeigen beiKurzexpeditionen, Laborführungen und Vorträgen, wie Sammlungsobjekte aus aller Welt die Grundlage für die Geobiodiversitätsforschung von Senckenberg darstellen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist notwendig.

Mai

Bernsteinfossilien: Vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen

Senckenberg-Wissenschaftlerin Mónica Solórzano Kraemer hat gemeinsam mit einem internationalen Team die Aussagekraft von Bernsteinfossilien für die Rekonstruktion vergangener Ökosysteme überprüft. Das Forscherteam verglich über 20.000 Insekten, die sowohl in Insektenfallen, als auch in Baumharz gefangen wurden.

Wie das Essen von Schildkröten zum Artenschutz beitragen könnte

Senckenberg-Wissenschaftler haben mit genetischen Methoden herausgefunden, dass es noch mehr Arten und genetische Linien der Chinesischen Weichschildkröten Pelodiscus gibt als bisher angenommen. Diese Schildkröten sind in Asien ein wichtiges Nahrungsmittel – allein in China werden über 340.000 Tonnen pro Jahr gezüchtet und verspeist.

Sammlungsunikat enthüllt Familienbanden

Senckenberg-Wissenschaftler haben mit einem internationalen Team herausgefunden, dass der auf den Sanighe-Inseln endemische und vom Aussterben bedrohte Blaumonarchenge Verwandte auf den Fidschi-Inseln und in Neuguinea hat. Das hierfür mit genetischen Methoden untersuchte Belegstück aus der ornithologischen Senckenberg-Sammlung in Dresden ist einzigartig –es gibt weltweit nur ein Belegexemplar dieser Vogelart. Die Studie erschienkürzlichim Fachjournal„Biology Letters“.

Juni

Agroforstwirtschaft: Kaffee mit Pfeilgiftfrosch

Gemeinsam mit einem kolumbianisch-deutschen ForscherteamhabenSenckenberg-Wissenschaftler die Amphibien-Vielfalt in landwirtschaftlich genutzten und ungenutzten Gebieten derKolumbianischen Anden untersucht. In ihrer kürzlich im Fachjournal „Agriculture, Ecosystems and Environment“erschienen Studie zeigen sie, dass die Biodiversitätin den bewirtschafteten und vermeintlich minderwertigen Habitatensogar höher sein kann, als in den unberührtenNebelwaldbereichen. Das Ergebnis hat direkte Auswirkungen auf die Schutzkonzepte der dort zahlreich vorkommendenendemischen und bedrohten Tierarten.

Görlitzer Kinderakademie freut sich auf neue Studierende

Görlitzer Kinderakademie freut sich auf neue Studierende Ab sofort sind wieder Anmeldungen für die Görlitzer Kinderakademie möglich. Kinder zwischen acht und zwölf Jahren können sich auf spannende und altersgemäße Vorträge von echten Wissenschaftlern freuen! Mit Bildern und Anschauungsobjekten bringen die Forscher ihre Themen den jungen Studierenden nahe. Im kommenden Semester geht es ab September unter anderem um Wölfe, neue Tierarten in der Nordsee und darum wie beim Menschen das Riechen funktioniert.

Bienen, Biber und heimische Reptilien

Bereits zum sechsten Mal findet am 19. Juni 2018 der Aktionstag „Kultur fördert Natur?“ für Oberstufenschülerinnen und -schüler statt. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, BioFrankfurt und das Umweltamt der Stadt Frankfurt laden gemeinsam mit weiteren Partnern ein zu einem Rundweg mit acht Stationen.

Krankheitswirt mit Schneckenhaus

Senckenberg-Wissenschaftlerinnenhaben mit einem internationalen Teamerstmalig die SchneckenartenAustropeplea viridisund Galba cubensisin Europa nachgewiesen. Die zur Familie der Schlamm- bzw. Lebergelschnecken gehörendenArtensindNeozoenund geltensowohl als Schädling für Reispflanzen, als auch als potentielleZwischenwirtefür die Krankheit Fasziolose. Die Studienerschienenkürzlichin den Fachjournalen „Journal of Conchology“und „Folia Malacologica“.

Dino-Woche bei Senckenberg: Freude über zwei neue Dinosaurier

Prof. Dr. Sun Ge, Direktor des Paleontological Museum of Liaoning in China, überreicht Senckenberg am 3. Juli ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk zum 200. Jubiläum: den Abguss eines 12 Meter langen und 6 Meter hohen Liaoningotitan-Skeletts. Der pflanzenfressende Dinosaurier zählt zu den Langhalssauriern und wurde noch nie außerhalb Chinas gezeigt.

Die Evolution des Hodens

Wale ohne Beine, Menschenaffen ohne lange Schwänze – im Laufe der Evolution kommt es immer wieder zum Verlust von anatomischen Merkmalen. Beweise für deren einstiges Vorhandensein liefern Fossilien. Bei Fossilienfunden sind allerdings überwiegend nur harte Strukturen wie Knochen oder Zähne erhalten. Wie sich allerdings Weichteile evolutionär entwickelt haben, ist ungleich schwerer herauszufinden, da diese nur äußerst selten in Fossilien erhalten sind.

Die Ananas-Familie

Senckenberg-Wissenschaftler haben mit verschiedenen genetischen Methoden die Verwandtschaft der Ananas untersucht. Bisher war die taxonomische Einordung dieser Gattung der Bromeliengewächse unklar. Die Art Ananas comosusist nach derBanane und Zitrusfrüchten das am häufigsten gehandelte tropische Obst. Die Studie erschien kürzlich im Fachjournal „Plant Systematics andEvolution“.

Juli

Messel: zu Stein gewordener Lebensraum

Während der Paarung verstorbene Schildkröten, über siebzigUrpferdchen, buntschillerndeInsekten, mehr als 100 verschiedene Pflanzengattungen oder das Primatenjunge„Ida“: DieFunde der UNESCO Welterbestätte Grube Messel sind weltweit einzigartig.Im heute neu erschienenen Senckenberg-Buch „Messel –ein fossiles Tropenökosystem“ geben 28 internationale Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen auf über 350 Seiten Einblicke in diese außergewöhnliche Fossillagerstätte.

August

„Frankfurter Erklärung“ zum Schutz der Artenvielfalt

In Deutschland zeigt sich in den letzten Jahrzehnten ein dramatischer Artenverlust in einzelnen Organismengruppen. Angesichts dieser Besorgnis erregenden Entwicklung plädieren in der heute veröffentlichten „Frankfurter Erklärung“ 22 renommierte WissenschaftlerInnen aus ganz Deutschland für eine langfristige, stärker interdisziplinär ausgelegte Forschung zum Erhalt der Artenvielfalt in Deutschland.

Neu entdeckt: fossile Schlupfwespen

Senckenberg-Wissenschaftlerin Dr. Sonja Wedmann hat mit einem internationalen Team sieben neue Arten und zwei neue Gattungen fossiler Wespen aus dem UNESCO Welterbe Grube Messel beschrieben. Die Fossilien gehören zur Familie der Schlupfwespen –ihre Larven ernähren sich parasitär. Die neuentdeckte Art Scambus fossilobusist die älteste bekannte Art der Untergruppeder Pimplinae. Die Studie erschien kürzlichim Fachjournal „PLoS ONE“.

Vortrag
Meeresforschung im Herzen Deutschlands

Marine Zoologie hunderte von Kilometernvon der Küsteentfernt?Bei Senckenberg hat dies eine langeTradition, die seit Frühjahr 2017 mitder Leitung durch Professorin AngelikaBrandt neuen Rückenwind bekommt.Brandt wird beim „Kennenlernabend“ in unterhaltsamerund anschaulicher Art und Weise überdieweltweite Arbeit an Bord von Forschungsschiffen,im Labor und in den umfangreichenSammlungen berichten und beantwortetgerne Fragen. Besucherinnen und BesuchererwartetAnschauungsmaterial und einRundgang durch eine der Sammlungen.

Vortrag
Essen wir unsere Zukunft auf?

Mais aus den USA, Reis aus Pakistan, Bohnen aus Kenia und Soja und Steaks aus Argentinien –wenn es um die Herkunft vieler landwirtschaftlicher Güter geht, kaufendeutsche Verbraucher gerne international. Kann man eigentlich klimafreundlich essen?

Nahrungsumstellung mit Todesfolge

Senckenberg-Wissenschaftler haben mit einem internationalen Team den möglichen Grund für das Aussterben der Wollhaarmammute vor 18.000 Jahren untersucht. In ihrer kürzlich im Fachjournal „Quaternary Research“ erschienenen Studie kommen sie anhand von Isotopenuntersuchungen zu dem Ergebnis, dass die Mammute kurz vor ihrem Aussterben ihre Nahrungsgewohnheiten ändern mussten.

September

Vortrag
„Herausforderung Anthropozän – Wie kann Citizen Science zu mehr Nachhaltigkeit beitragen?“

Dieses Jahr findet das jährliche „Forum Citizen Science“im Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum Frankfurt statt. InteressierteBürgerInnen haben während einer öffentlichen Abendveranstaltung Gelegenheit das Thema Bürgerforschung (Citizen Science) gemeinsam mit den anwesenden WissenschaftlerInnenund ExpertInnenzu diskutieren. Ähnlich einer „Fishbowl-Diskussion“lädt ein freier Stuhl zu Redebeiträgen aus dem Publikum ein.

Einweihung der neuen Senckenberg-Forschungsgebäude

Etwa sieben Jahre nach Planungsbeginn und gut vier Jahre nach Baubeginn feiert die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung im Festsaal des Jügelhauses den bevorstehenden Abschluss des bisher größten Bauprojekts in ihrer Geschichte: 22 Millionen Sammlungsobjekte wurden umgezogen, klimatisierte Sammlungsräume und Labore errichtet und moderne Arbeitsräume geschaffen.

Tiefseebergbau hinterlässt tiefe Narben

Gemeinsam mit einem internationalen Team haben Senckenberg-Wissenschaftlerinnen die Auswirkungen von Tiefseebergbau – wie den Abbau von Manganknollen – auf die Artenvielfalt am Meeresboden untersucht. Sie zeigen, dass auch 26 Jahre nach dem Abbau ein erheblicher Verlust bodenlebender Organismen zu verzeichnen ist.

Urmenschen mit Fingerspitzengefühl

Senckenberg-Wissenschaftlerin Katerina Harvati widerlegt gemeinsam mit ihrem Team der Universität Tübingen und in enger Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum Basel die bisherige Annahme, dass sich Neandertaler bei dem Einsatz ihrer Hände hauptsächlich auf ihre Kraft verlassen hätten.

Oktober

Abtauchen mit Trici & Co

2018 ist das „Internationale Jahr des Riffes“ – das Senckenberg widmet den bedrohten Schätzen der Ozeane daher nicht nur eine Sonderausstellung, sondern auch den großen Familientag: Am Sonntag, den 21. Oktober dreht sich im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt alles rund um die Vielfalt und Faszination der bunten Unterwasserwelt.

Giraffen: Gleich und gleich gesellt sich gern

2016 wurden quasi über Nacht aus einer Giraffen-Art plötzlich vier. Neue, noch umfangreichere genetische Tests von Senckenberg-Wissenschaftlern zeigen jetzt, dass sich die vier als eigene Arten identifizierten Giraffen-Populationen trotz teils benachbarter Lebensräume praktisch nie untereinander paaren.

November

Insekt des Jahres 2019: Rostrote Mauerbiene

Heute wird in der Bundesgeschäftsstelle des NABU die Rostrote Mauerbiene zum Insekt des Jahres 2019 gekürt. Das Kuratorium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Thomas Schmitt, Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut in Müncheberg, prämierte die Bienenart aus einer Reihe von Vorschlägen, um auf den notwendigen Schutz von Wildbienen und die Bedeutung von Bestäubern aufmerksam zu machen.

Dezember

Guck mal wer da schwimmt – neue Tierarten in der Nordsee

Am Freitag, den 14. Dezember befasst sich je ein Vortrag in der Kinderakademie am Nachmittag und am Abend mit neu in die Nordsee einwandernden Tierarten. Referent ist der Meeresbiologe Dr. Hermann Neumann von Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven.

Der globale Klimawandel offenbart sich in der Nordsee insbesondere in dem sehr raschen Anstieg der Wassertemperatur in den letzten Dekaden. In Teilgebieten der Deutschen Bucht ist die mittlere Wassertemperatur in den letzten 30 Jahren um 2-3° angestiegen. Für kälteliebende Arten ist dies eine existentielle Herausforderung. Für sie können kritische Schwellenwerte überschritten werden, die es ihnen schwer machen weiterhin in der Nordsee zu überleben.

Vor 538,8 Millionen Jahren: Explosion des Lebens

Senckenberg-Wissenschaftler haben mit einem internationalen Team den Zeitpunkt für die „kambrische Explosion“ anhand von Uran-Blei-Datierung auf 538,8 Millionen Jahre vor heute hochpräzise datiert.Während der „kambrischen Explosion“ erschienen in wenigen Millionen Jahren allebekannten Baupläne der Tierwelt, zeitgleich starbendie sogenannten„Ediacara“-Biota, einzigartige besondere Lebensformen,aus. Die Studie erschien kürzlichim Fachjournal „Terra Nova“.