Biodiversity Conservation


Das Threatened Species Programme (TSP) „Biodiversity Conservation“ fokussiert auf anthropogene Biodiversitätsveränderungen (Landnutzung, Verschmutzung, Invasion von Neobiota, Klimawandel), die u.a. mit einem Verlust von Ökosystemleistungen einhergehen und somit von zentraler Bedeutung für das menschliche Wohlergehen sind.

Senckenberg analysiert hier Treiber und Prozesse solcher Veränderungen sowie deren Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Umwelt, untersucht, wie diese Biodiversitätsänderungen naturschutzfachlich zu bewerten sind und leitet daraus nachhaltige Mitigations-, Anpassungs- und Managementstrategien ab. Zentral sind dabei innovative Ansätze wie Nachweismethoden von für den Menschen bedeutenden sowie für schwer erfassbaren Arten (z.B. durch genetisches Monitoring, „environmental DNA“) und die Entwicklung von Standardmethoden für die Umsetzung nationaler und internationaler Umweltrichtlinien (z.B. nationales Stechmückenmonitoring).

Das genetische Wildtiermonitoring ist ein Aushängeschild für internationale Kooperation in der Datenerhebung bedrohter Arten. Im Rahmen dieses TSP findet außerdem ein intensiver Austausch mit Politik und Behörden und anderen Stakeholdern statt, in diesem Kontext entstehen außerdem Beiträge zu entsprechenden nationalen und internationalen Berichten und Gutachten (IPBES, IUCN). Strategische Schwerpunkte sind hier z. B. der Ausbau von Methoden des „Next Generation Sequencing“ und entsprechender Systeme zu Biodiversitätserfassung sowie der Einsatz verbesserter genetischer Erfassungsmethoden (eDNA, Metabarcoding, Metagenomics) für aquatische und terrestrische Systeme.