Coleoptera

Forschung

Die Forschung der Coleoptera Sammlung umfasst ein breites Spektrum an Projekten, die in Zusammenhang mit der vergleichenden und funktionalen Morphologie (Ektoskelett, Muskulatur, Nerven, Reproduktionsdrüsen), der Phylogenetik, Taxonomie, Paläontologie und faunistisch gesehen in einer Vielzahl an Insektenordnungen mit dem Fokus auf Coleoptera (Käfern), Mantophasmatodea (Fersenläufern), Dictyoptera (Kellerasseln, Termiten, und Fangschrecken), Odonata (Libellen und Seejungfern), und Dermaptera (Ohrwürmern) stehen.
Wichtige Langzeit-Stränge in der Forschung beschäftigen sich mit der vergleichenden Morphologie des weiblichen und männlichen Postabdomen (einschließlich der Genitalregion) der Insektenordnungen (zielgerichtet an die phylogenetische Wiederherstellung ebenso wie an die evolutionären Szenarien dieser Strukturen und der Aspekte der Reproduktion), der Morphologie und der Phylogenese von Dictyoptera, der Artenvielfalt in Mantophasmatodea und Coleoptera-Byrrhidae, und mit dem faunistischen Bestand von Gelbrandkäfern in Ost-Deutschland.

Teammitglieder kooperieren nicht nur innerhalb wechselnder Forschungsprojekte auf verschiedene Arten miteinander, sondern auch mit dem Molekular-Labor des Senckenbergs Dresden. Außerdem gibt es auch eine Vielzahl von Mitarbeitern aus Universitäten und anderen (inter-)nationalen Forschungsinstituten (hauptsächlich in Deutschland, Dänemark, der Ukraine, Russland, Südafrika, USA, Japan, Brasilien, Australien).

Unsere Forschung trägt zudem zu dem Forschungsfeld der Biodiversität und Systematik bei. 

Sammlung

Die Coleoptera Sammlung beinhaltet ungefähr 2 Million Exemplare, die meisten davon getrocknet und gepinnt, und diese stellen die ca. 80.000 Exemplare aus allen zoogeographischen Regionen (d.h. 20% aller Käfer) dar. Die Sammlung beinhaltet Primär-Exemplare für mindestens 11.500 Taxa, plus Sekundär-Exemplare für zahlreiche zusätzliche taxonomische Gruppen. Der wichtigste systematische Fokus liegt  mit knapp 20.000 Arten und Primär-Exemplaren für ca. 7.400 Taxa auf der Curculionoidea. Andere hervorstechende Bestandteile sind die Scarabaeidae und die weniger artenreichen Mordellidae, Lycidae, und Byrrhidae. Der neuste regionale Fokus liegt auf der Himalaya Region.