Biber Exponat und Schädel
 Heutiger Biber und Schädelnachbildung von einem ausgestorbenen pleistozänen Riesenbiber (Castoroides ohioensis) aus Nordamerika links, einem ausgestorbenen kleinen Biber aus dem Oligozän aus Nordamerika (Capacikala) in der Mitte und dem Schädel eines heutigen Elbebibers
(Castor fiber, rechts).

Museum für Tierkunde

Sektion Mammalogie


In den Sammlungsräumen der Sektion Mammalogie werden über 1.200 Arten in über 25.000 Belegexemplaren, in Form von Dermoplastiken, Bälgen, Fellen, Trophäen, Skeletten und Nasspräparaten, verwahrt.

Unsere Forschung trägt im Wesentlichen zu dem Forschungsbereich Biodiversität, Systematik und Evolution bei, aber auch zur Dokumentation von Funden geschützter Arten (besonders Wildkatze, Fischotter und Biber). Es finden beispielsweise morphologische und ökologische Forschungen an heutigen und fossilen Nagetieren und Raubtieren statt (z.B. Castoridae,  fiber, Lutra lutra, Felis silvestris, Canis lupus, u.a. ) statt.

 

Monameerkatze (Cercopithecus mona)
Monameerkatze (Cercopithecus mona) ♂  

Forschungsschwerpunkt

Ein Schwerpunkt der Forschung ist derzeit die Mitarbeit im Forschungsprojekt: Identifying the genomic loci underlying mammalian phenotypic variability using Forward Genomics with Semantic Phenotypes (hier Modul M1: Phenotyping“ des interdisziplinären Großprojekts.

Das Projekt ist im SAW Verfahren durch die Leibnitzgesellschaft gefördert (2016-2019), Doktorandin: Maria Jähde

 

Kooperationspartner

  Institut Projekt  
Prof. Hermann Ansorge Senckenberg Görlitz SAW Projekt Wölfe
Prof. Jochen Hampe Universitätsklinik TU Dresden    
Dr. Nikolai Hecker MPI Dresden    
Dr. Micheal Hiller MPI Dresden    
Dr. Thomas Lehmann Senckenberg Frankfurt SAW Projekt Kopidodon (Messel fossil)
Dr., P.D. Irina Ruf Seckenberg Frankfurt SAW Projekt  
Dr. Heiko Stuckas Senckenberg Dresden SAW Projekt genetics of chiroptera and shrews
Prof. Dr. Elly Tanaka IMP Wien SAW Projekt  
Prof. Dr. Madelaeine Böhme Senckenberg Tübingen   taxonomy of fossil Castoridae
Dr. Lutz Maul Senckenberg Weimar   fossile Castoridae
Dr. P.D. Thomas Moers Reichsmuseum Stockholm   fossile Nagetiere
Prof. Leonid Rekovets Universität Breslau   fossile Castoridae
Vitalii Demeshkant, pHd Student University of Breslau   tooth enamel of equidae and Cervidae
Wildkatze Exponat
Dermoplastik: B24383 Wildkatze (Felis silvestris) ♂ Harz, dann Wildgehege Moritzburg, 02.04.1996; präp. J. Ziegler  

Präparation

Die Hauptaufgabe der Präparatoren ist die Konservierung der eingehenden heute lebenden Wirbeltiere für die Sammlung. Das heißt im wesentlichen die Herstellung von

  • Bälgen,
  • Fellen,
  • Häuten,
  • Skeletten,
  • Alkoholpräparaten für die Aufbewahrung in der wissenschaftlichen Sammlung.

Zumindest bei Säugetieren und Vögeln ist es wichtig, dass bestimmte Körpermaße bei der Präparation genommen werden, die sonst nicht mehr gemessen werden können; und dass das Geschlecht bestimmt wird. Genaues Arbeiten ist hier wehr wichtig.

Für Ausstellungzwecke werden auch (gelegentlich) Dermoplastiken, aufgestellte Tiere, die möglichst lebensecht wirken oder Abgüsse hergestellt.

Eine andere wichtige Arbeit der Präparatoren besteht in der Restaurierung und Reinigung von Präparaten. Und sie sind beim Auf- und Abbau von Ausstellungen beteiligt.