Sammlung Entomologie Dr. Bernhard Seifert Görlitz
Dr. Bernhard Seifert

Pterygota

Sammlung

Entomologische Sammlung

Per 14. 12. 2012 enthielt die systematisch geordnete und determinierte Sammlung ca. 420000 Individuen mit ca. 18500 Arten (darunter ca. 17500 paläarktische Arten), die sich folgendermaßen aufteilen.

IndividuenArten
Ephemeroptera18
Odonata111582
Plecoptera40
Dermaptera37933
Manoptera6317
Blattoptera24625
Isoptera62
Phasmida4028
Saltatoria3716214
Psocoptera33
Phthiraptera9
Thysanoptera10
Heteroptera18301740
Homoptera14883872
Megaloptera502
Raphidioptera14110
Neuroptera93589
Coleoptera1665188541
Hymenoptera (excl. Formicidae)370911807
Formicidae (montiert)55789570
Formicidae (Ethanol)45532
Lepidoptera522703650
Trichoptera195
Mecoptera1757
Diptera208811500
Siphonaptera127

Typenmaterial existiert von 170 Arten, darunter 71 Holo-, Lecto- oder Neotypen. Im Einzelnen: Formicidae (95, 53), Diptera (19, 11), Cicadina (43, 5), Hymenoptera ohne Formicidae (5, 1), Coleoptera (3, 1).

Geschichte der entomologischen Sammlung in Görlitz

Die historisch ältesten belegten Sammlungsteile stammen aus der Zeit um etwa 1860 aus dem Bestand der damaligen Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz. Die Sammlung der Pterygota blieb im Zeitraum von 1860 bis etwa 1975 unbedeutend. Die Periode von 1921-1946 markiert dabei einen deutlichen Niedergang, bei dem infolge von Finanznot und der nur noch ehrenamtlichen Leitung des gesamten Museums Sammlungsteile verkamen bzw. auch verkauft wurden.

Eine deutlich Besserung des Erhaltungs- und Ordnungszustandes sowie des Umfanges der Sammlung setzte mit Einstellung von Rolf Franke als entomologischer Präparator (1972) und der Aufstellung einheitlicher Sammlungschränke in eigenen Magazinräumen (1976) ein. Mit der Einrichtung einer permanenten Wissenschafterstelle (1981) wurde zudem die Basis für einen Aufschwung auch in der wissenschaftlichen Arbeit gelegt, deren Schwerpunkt seit dem Systematik, Ökologie und Evolution paläarktischer Ameisen ist.

Die Anzahl der determinierten, systematisch geordneten und katalogisierten Pterygota stieg infolge von Schenkungen, Ankäufen und eigenen Aufsammlungen von etwa 130000 Exemplaren im Jahr 1981 auf etwa 410000 Exemplare im Jahr 2011. Hinzu kommen ca. 500000, nur grob systematisch geordnete Exemplare in der Flüssigpräparatesammlung, die im Wesentlichen aus den etwa im Jahr 1960 einsetzenden bodenzoologischen Aufsammlungen des SMNG stammen und auf eine Erschließung warten.