Projekte

Erschließung und Digitalisierung von geo- und montanwissenschaftlichen Sammlungen in Sachsen (DFG-Projekt)

Geo- und montanwissenschaftliche Sammlungen gehören zu den ältesten naturwissenschaftlichen Archiven und bewahren Belegmaterial aus der Erforschung unseres Planeten. Sie dokumentieren mit ihrem Sammlungsgut die Vielfalt und ihre Veränderungen in Zeit und Raum. Zugleich bilden Sammlungen die Basis für gegenwärtige und zukünftige Forschungen. Sie sind heute vorrangig Forschungssammlungen und widerspiegeln somit den modernen Wissensstand. Der wissenschaftliche Wert dokumentiert sich insbesondere in der Archivierung von nicht oder nur schwer wieder beschaffbaren Sammlungsstücken, beispielsweise von ausgestorbenen Arten oder Fossilfunden aus nicht mehr existierenden Aufschlüssen. Nicht zu unterschätzen ist weiterhin der rasche Zugriff auf weltweites Sammlungsmaterial, das sonst nur durch finanziell und zeitlich aufwendige Exkursionen oder Bergungen beschafft werden müsste. Besondere Bedeutung erlangen die in den Sammlungen hinterlegten Typus- und Belegmaterialien wissenschaftlicher Arbeiten und Publikationen. Eine Vielzahl der geowissenschaftlichen Sammlungsobjekte stammt zudem aus nicht mehr zugänglichen oder nicht mehr vorhandenen Schächten, Tagebauen, Tunnelbauten oder Baugruben. Sie stellen somit einzigartige Belege dar. Gleichzeitig sind die Sammlungsstücke Gegenstand der Geodiversitätsforschung.

Die Komplexität und Wechselwirkung natürlicher und anthropogener Prozesse bewegt uns heute, Fachwissen wieder zusammenzuführen. Objektorientierte wissenschaftliche Sammlungen halten gegenständliche Daten vor, die für die Erfordernisse der „digitalen Welt“ aufbereitet werden müssen. In einem gemeinsamen Forschungsvorhaben von Technischer Universität Bergakademie Freiberg (TUBAF) und Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden (SNSD) werden Strategien für die Digitalisierung geowissenschaftlicher Sammlungsobjekte erarbeitet. Es ist Ziel des Projektes, die Archivierung geowissenschaftlicher Sammlungsdaten weiterzuentwickeln. Um die angestrebte Nutzbarkeit für viele verschiedene Einrichtungen liefern zu können, sind grundlegende Überlegungen, bis hin zu Definitionen und Umfang der Datenfelder notwendig, damit die unterschiedlichsten Sammlungen in all ihrer Heterogenität und Diversität abgebildet werden können. Schließlich soll die geowissenschaftliche Datenbank unter Berücksichtigung der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) vorgegebenen Open-Access-Philosophie online verfügbar und entsprechend öffentlich abrufbar sein. Damit wird Wissenschaftlern und interessierten Laien die Möglichkeit eröffnet, auch räumlich getrennte Sammlungen über ein Internetportal vergleichend zu recherchieren.

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Publikationen

Flussentwicklung der Elbe seit dem Miozän – Sedimentologie und Paläogeographie

Seit etwa 16 Millionen Jahren fließt die Elbe durch Sachsen – in der Zeitspanne bis heute änderte sie mehrmals ihren Verlauf und auch ihr Erscheinungsbild. In einem Buchprojekt werden Architektur und Paläoflussläufe dargestellt sowie Leitgerölle beschrieben. Weiterhin sollen aktuelle Vorkommen und Verbreitung alter Elbeläufe gezeigt werden.

Publikationen

Niedrigwasserereignisse der Elbe – Kartierung und Dokumentation von Hungersteinen und Untiefen

Wie alle Flusswasserspiegel unterliegt auch der der Elbe stetigen Schwankungen, die ihre Ursache in der klimatischen Variabilität haben. Dabei gilt Extremereignissen, wie Hochwasserkatastrophen oder bemerkenswerten Niedrigwasserständen, eine besondere Aufmerksamkeit. Oftmals erinnern lokal verschiedene Hinweise und feste Markierungen an diese historischen und einschneidenden Geschehnisse. Weithin bekannt – entlang vieler Flüsse – ist die Dokumentation von Hochwasserständen und Überflutungen durch Hochwassermarken. Auch für Niedrigwasserereignisse existieren derartige stumme Zeitzeugen als sogenannte Hungersteine oder Untiefen, die jedoch vergleichsweise selten zu Tage treten.
Gerade entlang der Elbe sind zahlreiche Hungersteine überliefert sowie Untiefen verzeichnet, die in Zusammenarbeit mit dem Landeshochwasserzentrum Sachsen (Sächsisches Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie) und der Archäologischen Gesellschaft in Sachsen e.V. kartiert und dokumentiert werden. Vor allem durch die Trockenheit während der Sommer 2015 und 2018 konnte das Projekt voranschreiten.

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Petrographie & Sepulkralkultur – Friedhöfe als Zeugnisse der Natursteinverwendung

In Kartierungsprojekten wird der Bestand der vor 1945 errichteten Grabstätten hinsichtlich der Gesteinsart und -verarbeitung systematisch erfasst. Die bislang in die Arbeiten einbezogenen Grabmale befinden sich auf dem Dresdner Elias- und Johannisfriedhof sowie auf dem Urnenhain; auch Grabmalgesteine auf dem Friedhof in Görlitz wurden untersucht.

Weiterlesen: Artikel aus einer Fachzeitschrift über das Projekt …
(aus STEIN Magazin, Ausgabe 11/2018)

Publikationen

Provenienz neolithischer Steinbeile und frühneuzeitlicher Keramiken

Das Ziel mehrerer archäometrischer Projekte ist die Erforschung der Herkunft unterschiedlicher archäologischer Fundstücke. Die Arbeiten erfolgen in Kooperation mit dem Sächsischen Landesamt für Archäologie.

Publikationen