Projekte

Erschließung und Digitalisierung von geo- und montanwissenschaftlichen Sammlungen in Sachsen (DFG-Projekt)

Geo- und montanwissenschaftliche Sammlungen gehören zu den ältesten naturwissenschaftlichen Archiven und bewahren Belegmaterial aus der Erforschung unseres Planeten. Sie dokumentieren mit ihrem Sammlungsgut die Vielfalt und ihre Veränderungen in Zeit und Raum. Zugleich bilden Sammlungen die Basis für gegenwärtige und zukünftige Forschungen. Sie sind heute vorrangig Forschungssammlungen und widerspiegeln somit den modernen Wissensstand. Der wissenschaftliche Wert dokumentiert sich insbesondere in der Archivierung von nicht oder nur schwer wieder beschaffbaren Sammlungsstücken, beispielsweise von ausgestorbenen Arten oder Fossilfunden aus nicht mehr existierenden Aufschlüssen. Nicht zu unterschätzen ist weiterhin der rasche Zugriff auf weltweites Sammlungsmaterial, das sonst nur durch finanziell und zeitlich aufwendige Exkursionen oder Bergungen beschafft werden müsste. Besondere Bedeutung erlangen die in den Sammlungen hinterlegten Typus- und Belegmaterialien wissenschaftlicher Arbeiten und Publikationen. Eine Vielzahl der geowissenschaftlichen Sammlungsobjekte stammt zudem aus nicht mehr zugänglichen oder nicht mehr vorhandenen Schächten, Tagebauen, Tunnelbauten oder Baugruben. Sie stellen somit einzigartige Belege dar. Gleichzeitig sind die Sammlungsstücke Gegenstand der Geodiversitätsforschung.

Die Komplexität und Wechselwirkung natürlicher und anthropogener Prozesse bewegt uns heute, Fachwissen wieder zusammenzuführen. Objektorientierte wissenschaftliche Sammlungen halten gegenständliche Daten vor, die für die Erfordernisse der „digitalen Welt“ aufbereitet werden müssen. In einem gemeinsamen Forschungsvorhaben von Technischer Universität Bergakademie Freiberg (TUBAF) und Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden (SNSD) werden Strategien für die Digitalisierung geowissenschaftlicher Sammlungsobjekte erarbeitet. Es ist Ziel des Projektes, die Archivierung geowissenschaftlicher Sammlungsdaten weiterzuentwickeln. Um die angestrebte Nutzbarkeit für viele verschiedene Einrichtungen liefern zu können, sind grundlegende Überlegungen, bis hin zu Definitionen und Umfang der Datenfelder notwendig, damit die unterschiedlichsten Sammlungen in all ihrer Heterogenität und Diversität abgebildet werden können. Schließlich soll die geowissenschaftliche Datenbank unter Berücksichtigung der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) vorgegebenen Open-Access-Philosophie online verfügbar und entsprechend öffentlich abrufbar sein. Damit wird Wissenschaftlern und interessierten Laien die Möglichkeit eröffnet, auch räumlich getrennte Sammlungen über ein Internetportal vergleichend zu recherchieren.

Weiterlesen...

DFG-gefördertes Pilotprojekt: Bündelantrag „Geo- und montanwissenschaftliche Sammlungen in Freiberg und Dresden“

Die Anlage der Geowissenschaftlichen Sammlungen an der TU Bergakademie Freiberg datiert in die Zeit der Gründung der Institution im Jahr 1765. Damit zählen die Freiberger Sammlungen, wie auch das 1728 als Naturalienkabinett aus der kurfürstlichen Kunstkammer ausgegliederte Dresdner Museum für Mineralogie und Geologie (heute Teil der SNSD), zu den ältesten geowissenschaftlichen Sammlungen der Welt.

Im Zuge der Ausschreibung „Erschließung und Digitalisierung von objektbezogenen wissenschaftlichen Sammlungen“ sind in einem DFG-geförderten Pilotprojekt drei Teilkollektionen der Freiberger Geowissenschaftlichen Sammlungen – die Äußere-Kennzeichen-Sammlung von A.G. Werner, die Dünnschliffsammlung und die Brennstoffgeologische Sammlung – zur Erschließung, Digitalisierung und Visualisierung ausgewählt (Laufzeiten: Februar 2013 bis April bzw. Mai 2016).

Ein viertes Projekt (HE 3015/7-1) innerhalb des Bündelantrags bildet den Rahmen für das Vorhaben und ist in der Sektion Petrographie an den SNSD angesiedelt. Innerhalb dieses Rahmenprojektes soll ein geeignetes Sammlungsmanagementsystems zur Verfügung gestellt werden, das es außerdem ermöglicht Digitalisate und Metadaten in einer jeweils definierten Anzahl aus den Teilkollektionen einem breiten Nutzerkreis via Internet zugänglich zu machen (Open-Access). Als Sammlungsmanagementsystem wurde AQUiLA ausgewählt, wobei eine Weiterentwicklung zu dessen Anpassung an die geowissenschaftlichen Anforderungen nötig ist.

Im Rahmenprojekt wird eine geeignete und einheitliche Datenbankstruktur erarbeitet, die für alle drei Teilsammlungen (und ggf. weitere geo- und montanwissenschaftliche Sammlungen) angewandt werden kann. Dabei soll die Diversität dieser sehr unterschiedlichen und in ihren Bearbeitungs- bzw. Erfassungsständen auch sehr heterogenen objektbezogenen wissenschaftlichen Sammlungen sowie deren historische Bedeutung berücksichtigt werden. Aufgabe des Rahmenprojektes ist es, spezifische Thesauri, basierend auf den international gültigen mineralogischen, petrographischen, paläontologischen und stratigraphischen Standardklassifikationssystemen (beispielsweise Füchtbauer 1988, Strunz & Nickel 2001, Le Maitre 2008, Fettes & Desmons 2011, Gradstein et al. 2012, LithoLex) zu erstellen, die in die Datenbank integriert werden. Um die historische Relevanz der Sammlungen widerzuspiegeln, soll ein Orts-Zeit-Thesaurus bzw. ein GIS-Layer in der Datenbank verfügbar sein, der es ermöglicht, die Veränderungen in der administrativen Zugehörigkeit der Fundorte abzubilden. Hierzu ist eine retrospektive Georeferenzierung notwendig, um fehlende Angaben zu geographischen Koordinaten, ungenaue oder unsichere Lokalitätsbeschreibungen zu ermitteln.

Ein Prototyp für die Datenbankstruktur und virtuelle Organisation der Teilsammlungen befindet sich momentan in der Testphase.

Antragssteller: Prof Dr. Gerhard Heide (TUBAF), Dr. Jan-Michael Lange, Prof. Dr. Helmuth Albrecht (TUBAF)
Bearbeiter: Dr. Nadine Janetschke (bis August 2017), Udo Müller (ab April 2019)
Laufzeit: Oktober 2013 – August 2019

Kontakt:
jan-michael.lange@senckenberg.de (Sektionsleiter / Kustos Petrographie)
udo.mueller@senckenberg.de (Wissenschaftlicher Mitarbeiter DFG-Projekt)
nadine.janetschke@senckenberg.de (ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin DFG-Projekt)

Publikationen

Eberspächer, S.; Lange, J.-M.; Zaun, J.; Kehrer, C.; Heide, G. (2016): The Historical Collection of Rock Thin Sections at the Technische Universität Bergakademie Freiberg and Evaluation of Digitization Methods. – In: Wolfschmidt, G. (Ed.): Enhancing University Heritage-Based Research. Proceedings of the XV Universeum Network Meeting, Hamburg, 12–14 June 2014. – Nuncius Hamburgensis, 33: 30–42, Hamburg (tredition).

Janetschke, N.Lange, J.-M.; Gaitzsch, B.; Kehrer, C.; Massanek, A.; Heide, G. (2014): Erschließung und Digitalisierung geowissenschaftlicher Sammlungen. – Das Museum von Babel – Wissen und Wissensvermittlung in der digitalen Gesellschaft, 12 – 14 Nov 2014, Frankfurt am Main. 

Janetschke, N.Lange, J.-M.; Kaden, M.; Massanek, A.; Gaitzsch, B.; Heide, G. (2014): Pilot project: Further development of SeSam_neo providing a new collection management system for the Geoscientific Collections at the TU Bergakademie Freiberg. – Minerals at Focal Point. Deutsche Mineralogische Gesellschaft, 92nd Annual Meeting. Jena 21–24 September 2014, Programme: 274–275.

Lange, J.-M.Janetschke, N.Kaden, M.; Gaitzsch, B.; Massanek, A.; Heide, G. (2014): Geo- und montanwissenschaftliche Sammlungen Freiberg und Dresden: Ein Pilotprojekt zur Erschließung und Digitalisierung objektbezogener wissenschaftlicher Sammlungen. – 3. Internationales Hanns-Bruno-Geinitz-Symposium. 16.–18.10.2014, Dresden. – Geologica Saxonica, 60 (2): 322, Dresden (Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden). 

Flussentwicklung der Elbe seit dem Miozän – Sedimentologie und Paläogeographie

Seit etwa 16 Millionen Jahren fließt die Elbe durch Sachsen – in der Zeitspanne bis heute änderte sie mehrmals ihren Verlauf und auch ihr Erscheinungsbild. In einem Buchprojekt werden Architektur und Paläoflussläufe dargestellt sowie Leitgerölle beschrieben. Weiterhin sollen aktuelle Vorkommen und Verbreitung alter Elbeläufe gezeigt werden.

Publikationen

Bouška, V.I.; Lange, J.-M. (1999b): Geology of the moldavite-bearing sediments in Central Europe. – Schriften des Staatlichen Museums für Mineralogie und Geologie zu Dresden, 10: 20–24, Dresden (Staatliche Naturhistorische Sammlungen Dresden).

Eckelmann, K.; Lange, J.-M. (2009): Die Bautzener Elbe und ihre Sedimente: Verbreitung, Zusammensetzung und Rekonstruktion. – In: Röhling, H.-G.; Linnemann, U.-G.; Lange, J.-M. (Eds.): GeoDresden 2009. Geologie der Böhmischen Masse – Regionale und Angewandte Geowissenschaften im Zentrum Mitteleuropas. Kurzfassungen der Vorträge und Poster/Abstracts. – Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, 63: 80, Hannover (Deutsche Gesellschaft für Geowissenschaften e.V.).

Eckelmann, K.; Lange, J.-M. (2013): The sediments of the Bautzen Elbe River: distribution, composition and reconstruction of the river course. – Geologica Saxonica, 59: 31–43, Dresden (Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden). 

Fischer, M.H.; Kaden, M.; Lange, J.-M.; Richardt, N. (2012): Auf der Elbe von Bad Schandau nach Diesbar-Seußlitz. – Miniaturen zur Geologie Sachsens. GeoRouten, 1: 1–68, Dresden (Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden). GeoRouten – Geologie entlang sächsischer Verkehrswege

Lange, J.-M. (1988a): Untersuchungen an Tektiten und tektitführenden Sedimenten der DDR. – Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald: 1–85, 53 Taf., 10 Anl., Greifswald.

Lange, J.-M. (1990b): Die Flußgeschichte der Lausitz: Elbe, Spree, Neiße, Schwarze Elster und Urstromtäler. – Bezirksmuseum Cottbus: 1–20, 5 Anl., Cottbus.

Lange, J.-M. (1994): Über Lausitzer Moldavite und ihre Fundschichten. – Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: 1–102, 4 Taf., 10 Anh., 3 Anl., Halle (Saale).

Lange, J.-M. (1995a): Lausitzer Moldavite und ihre Fundschichten. – Schriftenreihe für Geowissenschaften, 3: 1–134, Berlin (Gesellschaft für Geowissenschaften e.V.).

Lange, J.-M. (1995b): Lausitzer Moldavite und ihre Fundschichten. – In: Schröder, B. (Ed.): Süddeutsche Großscholle. Materialien zur 4. Jahrestagung, Nördlingen. – Exkursionsführer und Veröffentlichungen der Gesellschaft für Geowissenschaften, 195: 53–54, Berlin (Gesellschaft für Geowissenschaften e.V.).

Lange, J.-M. (2006e): 16 Millionen Jahre Elbe – Forschungen zur Geschichte des größten sächsischen Stromes. – In: Lange, J.-M.; Kühne, E. (Eds.): Das Museum für Mineralogie und Geologie in den Staatlichen Naturhistorischen Sammlungen Dresden. Von der kurfürstlichen Kunstkammer zum staatlichen Forschungsmuseum; 1857 bis 2007, 150 Jahre geowissenschaftliches Fach- und Forschungsmuseum; 1728 bis 2003, 275 Jahre geowissenschaftliches Kabinett und Museum; 1560 bis 2010, 450 Jahre geowissenschaftliche Sammlungen. – 166–167, Dresden (Staatliche Naturhistorische Sammlungen Dresden).

Lange, J.-M. (2012): Die Elbe im östlichen Sachsen. – In: Leder, R.M.; Czoßek, J. (Eds.): Klimawandel im Tertiär. Tropenparadies Lausitz? – 18–55, Kamenz (Museum der Westlausitz Kamenz).

Lange, J.-M.; Knuth, G. (1999): Beitrag zu sedimentpetrographischen Kenntnis jungtertiärer Sedimente der Lausitz. – In: Brause, H.; Hoth, K. (Eds.): Tagungsband zur 8. Jahrestagung in Görlitz 1999 zum Hauptthema „Westsudeten“. – Exkursionsführer und Veröffentlichungen der Gesellschaft für Geowissenschaften, 206: 36–39, Berlin (Gesellschaft für Geowissenschaften e.V.).

Lange, J.-M.; Störr, M. (1991): Untersuchungen an Tektiten und tektitführenden Sedimenten der Lausitz. – Zeitschrift für Geologische Wissenschaften, 19 (2): 217–238, Berlin.

Lange, J.-M.; Suhr, P. (1996): Erste Funde von Lebensspuren in den jungtertiären Elbeschottern von Ottendorf-Okrilla. – Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft, 147: 475–479, Stuttgart (Schweizerbart).

Lange, J.-M.; Suhr, P. (1999): Die Lausitzer Moldavite und ihr geologisches Umfeld. – Schriften des Staatlichen Museums für Mineralogie und Geologie zu Dresden, 10: 71–99, Dresden (Staatliche Naturhistorische Sammlungen Dresden).

Lange, J.-M.; Suhr, P. (2007): Rhizocorallium in neogenen EIbeschottern. – Wissenschaftliche Mitteilungen des Instituts für Geologie der TU Bergakademie Freiberg, 36: 76–77, Freiberg.

Lange, J.-M.; Tonk, C. (2006): Spaltspuren in Apatit – Radiometrische Uhr und Thermometer für Gesteine. – In: Lange, J.-M.; Kühne, E. (Eds.): Das Museum für Mineralogie und Geologie in den Staatlichen Naturhistorischen Sammlungen Dresden. Von der kurfürstlichen Kunstkammer zum staatlichen Forschungsmuseum; 1857 bis 2007, 150 Jahre geowissenschaftliches Fach- und Forschungsmuseum; 1728 bis 2003, 275 Jahre geowissenschaftliches Kabinett und Museum; 1560 bis 2010, 450 Jahre geowissenschaftliche Sammlungen. – 160–161, Dresden (Staatliche Naturhistorische Sammlungen Dresden).

Lange, J.-M.; Alexowsky, W.; Haubold, F. (2016) Excursion B – Die Entwicklung der Elbe und ihr Einfluss auf die quartäre Landschaftsformung in der Umgebung von Dresden. – In: Erkundungen in Sachsen und Schlesien – Quartäre Sedimente im landschaftsgenetischen Kontext. – DEUQUA EXCURSIONS, Exkursionsführer anläßlich der DEUQUA-Tagung in Dresden, 25.–30. September 2016: 13–30, Berlin (Geozon Science Media). 

Lange, J.-M.; Alexowsky, W.; Horna, F. (2009): Neogen und Quartär im Elbtal und in der Westlausitz. – In: Lange, J.-M.; Linnemann, U.-G.; Röhling, H.-G. (Eds.): GeoDresden 2009. Geologie der Böhmischen Masse – Regionale und Angewandte Geowissenschaften im Zentrum Mitteleuropas. Exkursionsführer. – Exkursionsführer und Veröffentlichungen der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, 241: 151–164, Hannover (Deutsche Gesellschaft für Geowissenschaften e.V.).

Lange, J.-M.; Gaitzsch, B.; Breitkreuz, C. (2009): Faziesanalyse an Schottern der Senftenberger Elbe in Ottendorf-Okrilla. – In: Röhling, H.-G.; Linnemann, U.-G.; Lange, J.-M. (Eds.): GeoDresden 2009. Geologie der Böhmischen Masse – Regionale und Angewandte Geowissenschaften im Zentrum Mitteleuropas. Kurzfassungen der Vorträge und Poster/Abstracts. – Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, 63: 85, Hannover (Deutsche Gesellschaft für Geowissenschaften e.V.).

Lange, J.-M.; Gaitzsch, B.; Breitkreuz, C. (2015): Der frühe Elbstrom – Architektur und Rekonstruktion des Senftenberger Laufes. Fallstudie Ottendorf-Okrilla. – In: Geologische Exkursionen in Sachsen und weitere wissenschaftliche Beiträge. 136. Tagung des Oberrheinischen Geologischen Vereins, 7.–11. April 2015, Freiberg. – Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins, N.F., 97: 301–320, Stuttgart (Schweizerbart).

Lange, J.-M.; Janetschke, N.; Kaden, M.; Preuße, M. (2015): Landschaftsentwicklung in der Umgebung von Dresden – Sedimentation, Vulkanismus und Tektonik im Känozoikum (Exkursion D am 9. April 2015). – In: Geologische Exkursionen in Sachsen und weitere wissenschaftliche Beiträge. 136. Tagung des Oberrheinischen Geologischen Vereins, 7.–11. April 2015, Freiberg. – Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins, N.F., 97: 69–102, Stuttgart (Schweizerbart).

Lange, J.-M.; Jonckheere, R.; Wagner, G.A. (1998): Zur Hebungsgeschichte des Erzgebirges. – In: Standke, G.; Suhr, P. (Eds.): Vulkane – Flüsse – Küstenmoore: Die fazielle Vielfalt am Südrand der Nordwest-Europäischen Tertiärsenke. – Terra Nostra, 98/4: 81–82, Berlin.

Lange, J.-M.; Knuth, G.; Wagner, H. (1995): Moldavites from Lusatia (Germany) I: Occurrences and geology of their host sediments. – Lunar and Planetary Science Conference, 26: 827–828, Houston.

Lange, J.-M.; Tonk, C.; Wagner, G.A. (2008): Apatitspaltspurdaten zur postvariszischen thermotektonischen Entwicklung des sächsischen Grundgebirges – erste Ergebnisse. – Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, 159 (1): 123–132, Stuttgart (Schweizerbart).

Menz, M.; Gärtner, A.; Müller, A.; Lange, J.-M. (2014): Sedimentary provenance analysis _mce_on zircon grains of Oligocene marine deposits in northeastern Germany. – In: Röhling, H.-G.; Zulauf, G. (Eds.): GeoFrankfurt 2014, Dynamik des Systems Erde/Earth System Dynamics, September 21 – 24, 2014, Abstract volume. – Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, 85: 100, Hannover (Deutsche Gesellschaft für Geowissenschaften e.V.).

Schwarz, D. (2011a): Achate und Jaspisse in den Schotterterrassen der Elbtalwanne zwischen Riesa und Mühlberg. – In: Achate III. – 193–201, Haltern (Bode).

Schwarz, D. (2017): Quarze südlichen Ursprungs. – Finsterwalder Heimatkalender, 2018: 14–17, Finsterwalde (Verein der Freunde zur Förderung der Heimatschrift „Finsterwalder Heimatkalender“ e.V.).

Schwarz, D.; Lange, J.-M. (2013): Leitgerölle in den pleistozänen Elbeterrassen zwischen Riesa und Torgau. – Veröffentlichungen des Museums für Naturkunde Chemnitz, 36: 143–156, Chemnitz (Museum für Naturkunde Chemnitz).

Schwarz, D.; Lange, J.-M. (2015): Labské valouny z Brd (Středoceská pahorkatina). – Minerál, XXII (2): 104–111, České Budějovice.

Schwarz, D.; Lange, J.-M. (2017): Gravitationsgebänderte Achate in Elbeschottern nördlich von Dresden. – Veröffentlichungen des Museums für Naturkunde Chemnitz, 40: 167–178, Chemnitz (Museum für Naturkunde Chemnitz).

Schwarz, D.; Lange, J.-M.; Riedrich, G. (2012): Elbeleitgerölle aus den Brdy (Mittelböhmisches Waldgebirge). – Veröffentlichungen des Museums für Naturkunde Chemnitz, 35: 61–72, Chemnitz (Museum für Naturkunde Chemnitz).

Suhr, P.; Schneider, W.; Lange, J.-M. (1992): Facies relationships and depositional environments of the Lausitz (Lusatic) Tertiary. – In: Falk, F. (Ed.): 13th IAS Regional Meeting on Sedimentology, Excursion guide-book. – 229–260, Jena (International Association of Sedimentologists und Friedrich-Schiller-Universität Jena).

Tonk, C.; Lange, J.-M.; Wagner, G.A. (2004a): Spaltspurenuntersuchungen zur postvariszischen thermotektonischen Entwicklung des sächsischen Grundgebirges. – In: Jacobs, F.; Röhling, H.-G.; Uhlmann, O. (Eds.): GeoLeipzig 2004 – Geowissenschaften sichern Zukunft. – Schriftenreihe der Deutschen Geologischen Gesellschaft, 34: 111, Hannover (Deutsche Geologische Gesellschaft e.V.).

Tonk, C.; Lange, J.-M.; Wagner, G.A. (2004b): The post-Variscan thermotectonic history of the Saxonian basement: A view from fission-track data. – 10th International Conference on Fission Track Dating and Thermochronology.

Wolf, L.; Alexowsky, W.; Dietze, W.; Hiller, A.; Krbetschek, M.; Lange, J.-M.; Seifert, M.; Tröger, K.-A.; Voigt, T.; Walther, H. (1994): Fluviatile und glaziäre Ablagerungen am äußersten Rand der Elster- und Saale-Vereisung; die spättertiäre und quartäre Geschichte des sächsischen Elbgebietes. – Altenburger naturwissenschaftliche Forschungen, 7: 190–235, Altenburg.

Wolff, R.; Dunkl, I.; Lange, J.-M.; Tonk, C.; Voigt, T.; Eynatten, H. von (2013): Superposition of burial and hydrothermal events: Post Variscan thermal evolution of the Erzgebirge, Germany. – Geofluids: Lubricants of the Dynamic Earth. Joint Annual Meeting Deutsche Mineralogische Gesellschaft & Geologische Vereinigung e.V./Sediment, September 16–19, 2013, Tübingen, Germany.

Wolff, R.; Dunkl, I.; Lange, J.-M.; Tonk, C.; Voigt, T.; Eynatten, H. von (2015): Superposition of burial and hydrothermal events: post-Variscan thermal evolution of the Erzgebirge, Germany. – Terra Nova, 27 (4): 292–299. 

Niedrigwasserereignisse der Elbe – Kartierung und Dokumentation von Hungersteinen und Untiefen

Wie alle Flusswasserspiegel unterliegt auch der der Elbe stetigen Schwankungen, die ihre Ursache in der klimatischen Variabilität haben. Dabei gilt Extremereignissen, wie Hochwasserkatastrophen oder bemerkenswerten Niedrigwasserständen, eine besondere Aufmerksamkeit. Oftmals erinnern lokal verschiedene Hinweise und feste Markierungen an diese historischen und einschneidenden Geschehnisse. Weithin bekannt – entlang vieler Flüsse – ist die Dokumentation von Hochwasserständen und Überflutungen durch Hochwassermarken. Auch für Niedrigwasserereignisse existieren derartige stumme Zeitzeugen als sogenannte Hungersteine oder Untiefen, die jedoch vergleichsweise selten zu Tage treten.
Gerade entlang der Elbe sind zahlreiche Hungersteine überliefert sowie Untiefen verzeichnet, die in Zusammenarbeit mit dem Landeshochwasserzentrum Sachsen (Sächsisches Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie) und der Archäologischen Gesellschaft in Sachsen e.V. kartiert und dokumentiert werden. Vor allem durch die Trockenheit während der Sommer 2015 und 2018 konnte das Projekt voranschreiten.

Weiterlesen …

Petrographie & Sepulkralkultur – Friedhöfe als Zeugnisse der Natursteinverwendung

In Kartierungsprojekten wird der Bestand der vor 1945 errichteten Grabstätten hinsichtlich der Gesteinsart und -verarbeitung systematisch erfasst. Die bislang in die Arbeiten einbezogenen Grabmale befinden sich auf dem Dresdner Elias- und Johannisfriedhof sowie auf dem Urnenhain; auch Grabmalgesteine auf dem Friedhof in Görlitz wurden untersucht.

 

Publikationen

Börner, J.; Heinz, F.; Kaden, M.; Lange, J.-M. (2011): Grabmalgesteine. Städtischer Urnenhain Dresden-Tolkewitz. – Miniaturen zur Geologie Sachsens. GeoKommunen, 3: 1–64, Dresden (Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden). GeoKommunen – Geologie in sächsischen Städten

Fischer, M.H.; Kaden, M.; Lange, J.-M.; Mögel, C.; Richardt, N.; Stierand, F. (2013): Denkschrift „Unter den Flügeln des Phönix“ zur Hundertjahrfeier von Krematorium und Urnenhain Dresden-Tolkewitz im Mai 2011. – 1–40, Dresden (Blattwerk DD).

Heinz, F. (2011a): Grabmalgesteine im Spannungsfeld der Friedhofsreformbewegung. – In: 100 Jahre Krematorium und Urnenhain Dresden-Tolkewitz. Unter den Flügeln des Phönix. – 143–150, Markkleeberg (Sax-Verlag).

Heinz, F.; Kaden, M.; Lange, J.-M. (2011a): Gesteinsanwendungen am Krematorium und auf dem Städtischen Urnenhain in Dresden-Tolkewitz. – In: Börner, J. (Ed.): 100 Jahre Krematorium und Urnenhain Dresden-Tolkewitz. Unter den Flügeln des Phönix. – 124–139, Markkleeberg (Sax-Verlag).

Heinz, F.; Kaden, M.; Lange, J.-M. (2011b): Petrographie und Sepulkralkultur. Geologische und gesteinskundliche Betrachtungen auf dem Dresdner Urnenhain. – In: Börner, J. (Ed.): 100 Jahre Krematorium und Urnenhain Dresden-Tolkewitz. Unter den Flügeln des Phönix. – 122–150, Markkleeberg (Sax-Verlag).

Heinz, F.; Kaden, M.; Lange, J.-M.; Fischer, M.H. (2011a): „Von Rot-Meißen nach Schwarz-Schweden” – Gesteinskundliche Führungen über den Johannisfriedhof in Dresden-Tolkewitz. – Ohlsdorf – Zeitschrift für Trauerkultur, 113 (II): 5–9, Hamburg.

Heinz, F.; Kaden, M.; Lange, J.-M.; Fischer, M.H. (2011b): Grabmalgesteine auf zwei Dresdner Friedhöfen. – 6. Arbeitstagung Steine in der Stadt, 31. März–3. April 2011, Mainz: 15.

Heinz, F.; Kaden, M.; Lange, J.-M.; Teichmann, B. (2009): Grabmalgesteine. Johannisfriedhof Dresden-Tolkewitz. – Miniaturen zur Geologie Sachsens. GeoKommunen, 2: 1–64, Dresden (Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden). GeoKommunen – Geologie in sächsischen Städten

Heinz, F.; Kaden, M.; Lange, J.-M.; Teichmann, B. (2010): Grabmalgesteine auf dem Johannisfriedhof in Dresden-Tolkewitz. – 5. Arbeitstagung Steine in der Stadt, 25.–28. März 2010, Münster: [5].

Kaden, M.; Janetschke, N.; Lange, J.-M. (2015): Petrographische Untersuchungen auf ausgewählten Friedhöfen in Dresden. Ein Überblick. – Denkmalpflege in Sachsen. Mitteilungen des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen, Jahrbuch 2014, 2015: 77–89, Dresden (Sandstein).

Kaden, M.; Janetschke, N.; Lange, J.-M. (2014): Friedhöfe als Zeugnisse der Natursteinverwendung in Dresden im 19. Jahrhundert. – 3. Internationales Hanns-Bruno-Geinitz-Symposium. 16.–18.10.2014, Dresden. – Geologica Saxonica, 60 (2): 319, Dresden (Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden). PDF Kurzfassungen

Kaden, M.; Tietz, O.; Lange, J.-M.; Mühle, E.; Kempgen, M.; Janetschke, N. (2013): Grabmalgesteine auf dem Städtischen Friedhof Görlitz. – Miniaturen zur Geologie Sachsens. GeoKommunen, 5: 1–64, Dresden (Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden). GeoKommunen – Geologie in sächsischen Städten

Koch, K.; Kiesewetter, A.; Teichmann, B.; Lange, J.-M.; Kaden, M. (2018): Steine erzählen Geschichte(n) – Bedeutende Grabdenkmale, Band 1: 1–80, Dresden (Ärar des Elias-, Trinitatis- und Johannisfriedhofes zu Dresden; Landesamt für Denkmalpflege Sachsen; Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden).

Lange, J.-M.; Kaden, M. (2011a): Zur Geologie des Städtischen Urnenhains in Dresden-Tolkewitz. – In: Börner, J. (Ed.): 100 Jahre Krematorium und Urnenhain Dresden-Tolkewitz. Unter den Flügeln des Phönix. – 122–123, Markkleeberg (Sax-Verlag).

Lange, J.-M.; Kaden, M.; Heinz, F. (2011): Zöblitzer Serpentinit als Urnenmaterial – Eine Einführung in die Petrographie eines außergewöhnlichen Gesteins. – In: Börner, J. (Ed.): 100 Jahre Krematorium und Urnenhain Dresden-Tolkewitz. Unter den Flügeln des Phönix. – 140–142, Markkleeberg (Sax-Verlag).

Lange, J.-M.; Kaden, M.; Janetschke, N. (2018): Petrographic investigations in cemeteries in Dresden: a scientific view on the tombstone inventory including historic and cultural aspects. – Environmental Earth Sciences, 77 (17): 15 pp., Heidelberg (Springer). DOI: 10.1007/s12665-018-7789-4

Provenienz neolithischer Steinbeile und frühneuzeitlicher Keramiken

Das Ziel mehrerer archäometrischer Projekte ist die Erforschung der Herkunft unterschiedlicher archäologischer Fundstücke. Die Arbeiten erfolgen in Kooperation mit dem Sächsischen Landesamt für Archäologie.

 

Publikationen

Clement, T. (2014): Archäometrische Untersuchungen an Keramik des 17. Jahrhunderts aus Dippoldiswalde. Röntgenfluoreszenzanalysen zur Provenienzbestimmung der Tonrohstoffe. – Diplomarbeit: 1–87; Technische Universität Dresden.

Dittrich, G.; Koppelt, U.; Lange, J.-M.; Wuytack, K. (1998): Top soil conditions and detectability of archeological objects. – Annales Geophysicae, Supplement I, 16: C224.

Heymannn, K. (2011): Petrographische Untersuchungen von Steinartefakten der bandkeramischen Fundstelle Langensteinbach (LST-06) bei Penig (Sachsen). – Diplomarbeit: 1–122; Technische Universität Dresden.

Heymann, K.; Stäuble, H.; Hölzl, S.; Ullrich, B.; Lange, J.-M. (2013): Petrographie und Herkunft des Rohmaterials neolithischer Steinartefakte der archäologischen Ausgrabung Langensteinbach (LST-06) bei Penig (Westsachsen). – Geologica Saxonica, 59: 89–98; Dresden. 

Kotková, M.; Lange, J.-M. (2010): Beziehungen zwischen Nordwestböhmen und dem sächsischen Elbtal im frühen Mittelalter anhand der Keramik des Zabrušaner Kreises. – ZAM Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters, 38: 43-83; Bonn.

Ricci, G.; Lange, J.-M.; Kaden, M.; Heide, G.; Calaon, D.; Zendri, E. (2016): Early Medieval globular amphorae from Torcello: Microscopy, porosity and chemical analyses for the study of production techniques. – 41st International Symposium on Archaeometry, 15 – 21 May 2016, Kalamata, Greece [Abstract #410].

Richter, A. (2009): Petrographische Untersuchungen von Artefakten aus archäologischem Fundmaterial neolithischer Fundstellen an der BAB 72 bei Geithain (Sachsen/Deutschland). – Diplomarbeit: 1–89; Technische Universität Dresden.

Richter, A.; Stäuble, H.; Steinmann, C.; Lange, J.-M. (2013): Petrographical investigations and provenance analyses of the raw materials of Neolithic stone tool from different localities southeast of Leipzig (Saxony, Germany). – Geologica Saxonica, 59: 193–204; Dresden. 

Zschornack, L. (2008): Petrographische Untersuchungen von Metabasiten aus archäologischen Fundstellen an der BAB 72 bei Geithain. – Diplomarbeit: 1–97; Universität Leipzig.

Zschornack, L.; Lange, J.-M.; Stäuble, H.; Steinmann, C. (2009): Provenance analysis of amphibolitic stone tools from three Neolithic excavation sites near Geithain (Saxony. Germany). – In: Röhling, H.-G.; Linnemann, U.-G.; Lange, J.-M. (Eds.): GeoDresden 2009. Geologie der Böhmischen Masse – Regionale und Angewandte Geowissenschaften im Zentrum Mitteleuropas. Kurzfassungen der Vorträge und Poster/Abstracts. – Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, 63: 300–301, Hannover (Deutsche Gesellschaft für Geowissenschaften e.V.).