Sektion Herpetologie


Unsere Forschung stellt die Entstehung, die Aufrechterhaltung und die Folgen der Amphibien- und Reptilienvielfalt in den Vordergrund. Dabei werden diese Forschungsschwerpunkte auf verschiedenen Ebenen (Arten-, Beta- und funktionale Vielfalt) sowohl innerhalb als auch zwischen lokalen Gemeinschaften und über verschiedene räumliche, Habitat- und Störungsgradienten hinweg verteilt.

Forschungsfokus

Derzeit arbeiten wir hauptsächlich in zwei weltweit wichtigen Öko-Regionen, dem Guyana Shield im Norden Südamerikas und dem Upper Guinea Forest Block in Westafrika. Aber auch in Peru, Brasilien, Malaysia, Nepal, China und Deutschland betreiben wir Projekte.

Unserer endgültiges Forschungsziel ist es, ein tieferes Verständnis für Ökosystemprozesse in großem Maßstab zu erreichen und die Effektivität aktueller Ökosystemmanagementstrategien zu verbessern (RF: Biodiversität und Ökosysteme). Dies beinhaltet Theorie und Praxis der (merkmalsbasierten) Gemeinschaftsökologie, Gemeinschaftsphylogenetik, Populationsökologie, Tierökologie und Tropenbiologie, Erhaltungsbiologie, Ethologie, Taxonomie und Biologie von Amphibien und Reptilien (RF: Biodiversität und Systematik) sowie die Entwicklung statistischer Modelle und Standardmethoden zur Bewertung und Überwachung tropischer amphibischer Gemeinschaften im globalen Wandel (RF: Biodiversität und Klima).

Die Sammlungen des SNSD vom Guayana-Schild tragen zu dieser Arbeit bei und bilden das Rückgrat mehrerer gründlicher taxonomischer, phylogeographischer und ökologischer Studien. In Kombination mit anderen wichtigen Beständen (vor allem aus dem eurasischen, zentral- und südostasiatischen Raum) kann es als wertvolle biologische Datenbank dienen, die interessierten Forschern eine Fülle an Informationen und unverzichtbaren Daten bietet.