DNA-Aufbewahrung

Grunelius-Möllgaard-Labor für molekulare Evolutionsforschung


Das Grunelius-Möllgaard-Labor gehört zur Abteilung Botanik und Molekulare Evolutionsforschung und steht allen Wissenschaftlern der Senckenberg Forschungsinstitute und Naturmuseen offen.

Das S1-zertifizierte Labor bietet Senckenberg-Forschern und externen Kooperationspartnern (z.B. Gastforschern) die Möglichkeit, molekulare Daten für Projekte zur Systematik, Evolution und Biodiversität von Organismen zu gewinnen. Es bietet bis zu zehn gleichzeitigen Nutzern modernste Ausstattung, um Fragen zur genetischen Diversität auf allen systematischen Ebenen zu beantworten. Mit dem Labor verknüpft ist eine DNA-Bank, die dazu dient, neben der morphologischen Vielfalt auch die genetische Diversität der Organismenwelt zu dokumentieren und so die Senckenbergsammlungen zu ergänzen. Die Forschungsprojekte fallen zum größten Teil in den Bereich Biodiversität und Systematik.

Über das Labor

Die Einrichtung des Labors wurde von 2004 bis 2005 durch großzügige finanzielle Unterstürzung der Ernst-Max-von-Grunelius-Stiftung und der Marga-und-Kurt-Möllgaard-Stiftung ermöglicht. Das Labor ist nach diesen Stiftern benannt. Ein weiterer wesentlicher Beitrag stammt aus hessischen Landesmitteln.

Das Grunelius-Möllgaard-Labor bietet Wissenschaftlern die Möglichkeit, DNA aus Organismen zu isolieren und für Gensequenzierungen oder Fragmentanalysen (AFLP, RAPD, SSR) aufzubereiten. Das Labor verfügt u.a. über einen eigenen Beckman-Coulter CEQ8800 Kapillarsequenzierer. Senckenberg-Wissenschaftler, (Post-) Doktoranden, Master-, Bachelorkandidaten und Gastforscher nutzen das Labor, um Verwandtschaftsverhältnisse heute lebender Organismen zu erforschen und Evolutionsprozesse zu rekonstruieren. Molekulare Daten werden so dazu verwendet, die genetischen Grundlagen der ungeheuren Arten- und Formenvielfalt in der Natur zu erklären. Auch anwendungsbezogene Fragestellungen werden heute mit molekularen Methoden bearbeitet. So lassen sich z.B. genetisch besonders vielfältige (und darum schützenswerte) Populationen ermitteln.

Zum ständigen Personal des Labors gehören eine Technische Assistentin () und ein Labormanager (Dr. ). Technische Assistentin und Labormanager, der Beauftragte für die biologische Sicherheit (Dr. ) und der Leiter der Abteilung Botanik und Molekulare Evolutionsforschung (Prof. Dr. ) arbeiten zusammen, um reibungslose Arbeitsabläufe sicherzustellen und das Labor methodisch fortzuentwickeln. Die einzelnen Wissenschaftler sind für die Planung, Finanzierung und Durchführung ihrer Projekte selbst verantwortlich. Das Labor stellt die Infrastruktur in Form von Geräten und Laborarbeitsplätzen zur Verfügung und organisiert als Service die Bestellung von Verbrauchsmaterialien.

Das Laborpersonal ist auch in die Aktivitäten der DNA-Bank und in die Lehre an der Goethe Universität (Modul Molekulare Systamatik) so wie an der Senckenberg-Schule für technische Assistenten einbezogen.