Senckenberg am Meer

Wilhelmshaven / Hamburg

Der Standort Wilhelmshaven besteht seit 1928. Gegründet wurde die Außenstelle unter dem Namen „Senckenberg“-Forschungsstelle für Meeresgeologie“ durch Prof. Dr. Rudolf Richter, damals Leiter der geologischen Abteilung und Ordinarius für Geologie/Paläontologie an der Johann Wolfgang Goethe Universität, Frankfurt am Main. 1929 wurde der Name der Station um den Zusatz „und Meerespaläontologie“ erweitert und wurde später kurz „Senckenberg am Meer“ genannt (Historie).
Senckenberg am Meer Wilhelmshaven ist mit wichtigen Interessensvertretungen der deutschen Meeresforschung, mit Universitäten und weiteren Vereinigungen aufs Engste vernetzt. Eine aktuelle Übersicht finden Sie hier.

Das Institut besteht heute aus zwei Abteilungen, der Meeresforschung und dem im Jahr 2001 neu gegründeten Deutschen Zentrum für Marine Biodiverstätsforschung (DZMB) und wird geleitet von Prof. Dr. Pedro Martínez Arbizu.

Die Gründungsidee war eine ständige Forschungsstätte an der Nordsee zu errichten, die sich der Erforschung aktueller geologischer und paläontologischer Prozesse und Strukturen widmet, um fossile Überlieferungen besser verstehen zu können. Mit ihren Fachgebieten Aktuopaläontologie, Marine Sedimentologie, Meeresbiologie und Meeresgeologie ist die Abteilung Meeresforschung unter der Leitung von Prof. Dr. André Freiwald fachlich breit aufgestellt, um Grundlagenforschung sowie gesellschaftlich relevante angewandte Themenkomplexe vom Wattenmeer bis zum Schelfrand vor dem Hintergrund einer Nordsee im Wandel erfolgreich zu betreiben. Über internationale Verbundprojekte ist die Meeresforschung auch an der geo-biologischen Erforschung der Kontinentalränder und Seeberge im Nordatlantik und im Mittelmeer aktiv beteiligt.

Das Deutsche Zentrum für Marine Biodiverstätsforschung (DZMB) hat die taxonomische und systematische Erforschung von Meeresorganismen und die Erfassung der Lebensvielfalt in den Ozeanen zum Ziel. Mit den Fachbereichen Meeresbotanik, Meiobenthonische Arthropoda, Cnidaria, Epifauna, Infauna, Zooplankton und Ökologische Biodiversitätsforschung sowie der Nachwuchsgruppe Molekulare Taxonomie kann das DZMB einen großen Teil der Proben von Expeditionen zur Tiefsee, in Polargebiete oder zu Seebergen selbst bearbeiten. Darüber hinaus fungiert das DZMB als Serviceeinrichtung der deutschen Meeresforschung, indem es das von deutschen Forschungsschiffen gesammelte Probenmaterial nach seiner Erstauswertung übernimmt, archiviert und interessierten Arbeitsgruppen zugänglich macht.

Das DZMB wird geleitet von Prof. Dr. Pedro Martínez Arbizu und hat neben dem Standort Wilhelmshaven einen weiteren in Hamburg am Zoologischen Institut und Museum (ZIM) der Universität.