Phanerogamen II

Forschung

Evolution von Hundsrosen

In den durch Hybridisierung entstandenen Hundsrosen (Rosa sect. Caninae) hat sich ein einzigartiges Reproduktionssystem – die Canina-Meiose – entwickelt. Sie ermöglicht es den meist pentaploiden Arten, sich trotz ungerader Chromosomenzahlen sexuell zu vermehren. In unseren Kooperationsprojekten mit A. Kovařík von der Tschechischen Akademie der Wissenschaften erforschen wir mit Fluoreszenz-in-situ Hybridisierung und Genomanalysen den Ursprung und die Vererbungsmuster der beteiligten Genome sowie ihr Verhalten während der Canina-Meiose.

Hundsrosen hybridisieren auch heute noch häufig untereinander. Mit populationsgenetischen Methoden untersuchen wir, wie Hybriden in natürlichen Populationen entstehen und sich etablieren.

Veit Herklotz (Postdoc)

Kooperationspartner:

Aleš Kovařík, Institute of Biophysics, Academy of Sciences of the Czech Republic, Brno

Volker Wissemann, AG Systematische Botanik, Justus-Liebig Universität Gießen

LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik (TBG)

Finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft

 

 

Diversität und Verwandtschaft mitteleuropäischer Erdbeeren (Fragaria L.)

Die in Mitteleuropa heimischen Erdbeeren unterscheiden sich in ihrem Fortpflanzungssystem und ihrer Ploidiestufe: Fragaria moschata ist diözisch (2n = 6x = 42), F. viridis (2n = 2x = 14) ist zwittrig u. selbstinkompatibel und F. vesca (2x) ist ebenfalls zwittrig aber selbstkompatibel. In einer populationsgenetischen Studie erforschen wir, welchen Einfluss Ploidie und Kreuzungsbarrieren auf die genetische Diversität und die Beteiligung an Hybridisierungsereignissen haben.

Die hexaploide Zimt-Erdbeere (F. moschata) ist wahrscheinlich aus Hybridisierung di- oder tetraploider Arten hervorgegangen. Mithilfe von genomischen und zytogenetischen Methoden untersuchen wir den allopolyploiden Ursprung dieser Art.

Bis ins 19. Jh. wurde die Zimt-Erdbeere in Mitteleuropa häufig kultiviert, wurde aber von der modernen Garten-Erdbeere (F. ×ananassa) fast vollständig verdrängt. Im Vergleich zu Akzessionen der Sammlung „Professor Staudt Collection“ der Firma Hansabred in Dresden charakterisieren wir die in Deutschland verwilderten Kulturbestände von F. moschata mit Mikrosatellitenmarkern.

Sebastian Buschmann (Doktorand)

Kooperationspartner

PD Dr. K. Olbricht, Hansabred GmbH & Co. KG, Dresden

Prof. Dr. Ch. Neinhuis, Institut für Botanik TU Dresden

Wir danken für die finanzielle Unterstützung der Gesellschaft zur Erforschung der Flora Deutschlands (GEFD).

 

Landnutzungs- und Klimawandel in mongolischen Trockengebieten

Population genetics and evolutionary biology of two key dryland species: Artemisia frigida Willd and A. scoparia Waldst. & Kit. (Anthemideae, Asteraceae) 

  • Oyundelger Khurelpurev (Doktorandin)