Das CEwolf Konsortium

Ermöglicht durch gesetzliche Schutzmaßnahmen (z.B. Berner Konvention, Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU) breitet sich der Wolf (Canis lupus) seit den späten 1990er Jahren in Deutschland und Mitteleuropa auf natürlichem Wege wieder aus. Auf der Suche nach neuen Territorien wandern Wölfe dabei oft über hunderte von Kilometern und überqueren regelmäßig Ländergrenzen. Ein fachlich sinnvolles Wolfsmonitoring bedarf daher einer länderübergreifenden Kooperation, um die Populationsentwicklung und Wanderwege von Wölfen auf Populationsebene wissenschaftlich nachvollziehen zu können. Um dies zu erreichen, haben sich im CEwolf Konsortium die für das genetische Wolfsmonitoring verantwortlichen Institutionen aus acht Staaten zusammengeschlossen, die aktuell einen Anteil an der Zentraleuropäischen Flachlandpopulation (Central European Lowlands; CE) des Wolfs haben. Alle CEwolf-Labors verwenden ein einheitliches genetisches Markersystem und gleichen regelmäßig ihre Ergebnisse miteinander ab.

Ziele

  1. Harmonisierung der verwendeten genetischen Markersysteme zur Standardisierung der Analysen
  2. Länderübergreifender Austausch genetischer Wolfs-Profile
  3. Gemeinsame wissenschaftliche Analyse der genetischen Populationsstruktur, Hybridisierung und Ausbreitungsmuster
  4. Sicherstellung der Einhaltung hoher fachlicher Standards im genetischen Wolfsmonitoring
  5. Entwicklung und Anwendung neuer Analysemethoden
  6. Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf das genetische Wolfsmonitoring in Mitteleuropa
Abbildung 1: Mitglieder des CEwolf-Konsortiums (grün)

Markersysteme

Im CEwolf wird für das genetische Wolfsmonitoring ein Core-Set aus 13 autosomalen Mikrosatelliten, zwei Markern zur Geschlechtsbestimmung sowie zwei Markern zur Bestimmung des Haplotyps der mitochondrialen Kontrollregion genutzt. Das Markerset hat sich zur genetischen Charakterisierung europäischer Wolfspopulationen im Rahmen zahlreicher Forschungs- und Monitoringvorhaben bewährt und wird von allen Labors im CEwolf-Konsortium im Rahmen des behördlich beauftragten Wolfsmonitorings verwendet.

Diese Standardisierung der Methoden ist die Grundlage für ein gemeinsames genetisches Wolfsmonitoring in ganz Mitteleuropa.

                                   Markerset                                                                                           Referenz

                  autosomale Mikrosatelliten 
FH2001/FH2010/FH2017/FH2054/FH2087/FH2088/               Francisco et al. 1996, Fredholm & Winterø 1995,
FH2097/FH2137/FH2140/FH2161/CPH5/vWF/PEZ17                             Shibuya etal. 1994, Neff et al. 1999

                     Geschlechtsbestimmung
                                 DBX6/DBY7                                                                                    Seddon et al. 2005

      Haplotypbestimmung (mitochondrial)
                             L15995/H16498                                                                                  Pun et al. 2009
                           WdloopL/WdloopH                                                                              Caniglia et al. 2013

 

Die korrekte Verwendung der o.a. Markersysteme wird durch regelmäßige Durchführung von Ringversuchen zwecks Qualitätskontrolle und Standardisierung abgesichert. Dazu werden Proben von Wölfen, Haushunden und anderen Caniden innerhalb des Konsortiums ausgetauscht und die Ergebnisse verglichen.

Mitglieder

Das CEwolf-Konsortium besteht derzeit aus 14 wissenschaftlichen Organisationen aus acht Ländern, die am nationalen genetischen Wolfsmonitoring beteiligt sind. Neben einem zentralen Analyselabor sind auch Institutionen beteiligt, die das Sammeln von Proben für das genetische Monitoring durchführen oder koordinieren.

Belgien

Research Institute for Nature and Forest Belgium* 1

          Joachim Mergeay: joachim.mergeay@inbo.be

          Weblink: https://pureportal.inbo.be/nl/persons/joachim-mergeay

University of Liège, Department of Life Sciences* 2

          Johan Michaux: johan.michaux@uliege.be

          Lise-Marie Pigneur: lmpigneur@gmail.com

          Weblink: https://www.uliege.be/cms/c_9054334/en/directory?uid=U016882

Dänemark

Aarhus University, Department of Biology*

          Philip Francis Thomsen: pfthomsen@bio.au.dk

          Weblink: https://pure.au.dk/portal/en/persons/philip-francis-thomsen(42e3d0c2-8389-45cd-aa6f-82004d696ccb).html

Aarhus University, Department of Bioscience

          Peter Sunde: psu@bios.au.dk

          Weblink: https://pure.au.dk/portal/en/persons/peter-sunde(3a9b01f6-a55e-40f0-9f76-9f8bb4d5d466).html

Natural History Museum Aarhus

          Kent Olsen: kent@molslab.dk

          Weblink: https://www.naturhistoriskmuseum.dk/om-museet/medarbejdere/videnskab/kent-olsen

Deutschland

Senckenberg Zentrum für Wildtiergenetik*

          Michelle Müller: wildtiergenetik@senckenberg.de (Zentrale Ansprechpartnerin)

          Sebastian Collet: sebastian.collet@senckenberg.de

          Berardino Cocchiararo: berardino.cocchiararo@senckenberg.de

          Carsten Nowak: carsten.nowak@senckenberg.de

          Weblink: www.senckenberg.de/naturschutzgenetik

LUPUS – Institut für Wolfsmonitoring und -forschung

          Gesa Kluth: gesa.kluth@lupus-institut.de

          Ilka Reinhardt: ilka.reinhardt@lupus-institut.de

Luxemburg

Administration de la nature et des forêts

          Laurent Schley: Laurent.schley@anf.etat.lu

          Weblink: www.emwelt.lu

Niederlande

Wageningen Environmental Research, Animal Ecology Team*

          Arjen deGroot: g.a.degroot@wur.nl

          Hugh Jansman: hugh.jansman@wur.nl

          Weblink: www.wageningenur.nl/wolven

Österreich

Veterinärmedizinische Universität Wien

          Steve Smith: steve.smith@vetmeduni.ac.at

          Georg Rauer: Georg.Rauer@vetmeduni.ac.at

Österreich verwendet zurzeit nicht das vollständige Markerset des Konsortiums, ist aber am Austausch genetischer Analyseergebnisse beteiligt.

Polen

University of Warsaw, Faculty of Biology, Department of Ecology*

          Robert Myslajek: robert.myslajek@gmaile.com

          Weblink: www.biol.uw.edu.pl

University of Gdańsk, Department of Vertebrate Ecology and Zoology

          Maciej Szewczyk: maciej.szewczyk@ug.edu.pl

          Weblink: https://en.biology.ug.edu.pl/

Association for Nature “Wolf”

          Sabina Nowak: sabina.nowak@polskiwilk.org.pl

          Weblink: www.polskiwilk.org.pl

Tschechien

Charles University in Prague, Department of Zoology

          Pavel Hulva: pavel.hulva@natur.cuni.cz

          Kamila Valentová: valentovakamila70@gmail.com

          Weblink: https://www.vertebrata.natur.cuni.cz/products/hulva-pavel/

Czech University of Life Sciences Prague, Department of Animal Sciences

          Barbora Černá Bolfíková: bolfikova@ftz.czu.cz

          Weblink: https://bit.ly/381vShy

 

* für die Wolfsgenetik zuständiges Labor im jeweiligen Land
*1 Referenzlabor für den flämischen Teil Belgiens
*2 Referenzlabor für den wallonischen Teil Belgiens

Hinweise und FAQs

Fehlinformationen

Die anhaltende Rückkehr der Wölfe nach Mitteleuropa weckt gemischte Gefühle und führt zu oft hitzigen Debatten unter den beteiligten Interessengruppen, einschließlich Tierschützern, Naturschützern, Jägern, Journalisten, Nutztierhaltern und Politikern. Dabei kursiert eine beträchtliche Menge an Fehlinformationen über Wölfe in den Medien, einschließlich Internet, Fernsehen, sozialen oder Printmedien. Einige Fehlinformationen scheinen absichtlich platziert zu werden, um die laufende Debatte anzuheizen und Ablehnung und Angst vor den Wölfen zu schüren. Ähnlich wie bei anderen Umweltdebatten (wie z.B. dem Klimawandel) werden wissenschaftliche Einrichtungen diskreditiert, wenn sie Informationen liefern, die diese Behauptungen widerlegen. Im Fall des Wolfes kreisen mehrere Fehlinformationen um die genetischen Beweise, die von den CEwolf-Laboren und anderen europäischen Laboren geliefert wurden. Hier finden Sie Beispiele für gängige Fehlinformationen zur Wolfsgenetik in Mitteleuropa sowie einen kurzen Faktencheck. Interessanterweise gibt es ähnliche oder identische Behauptungen in den meisten Ländern, in denen sich Wölfe in letzter Zeit ausgebreitet haben, darunter Finnland, Frankreich, Italien, Deutschland, Norwegen, Schweden und die Schweiz.

Sind die europäischen Wölfe Wolf-Hund-Hybride und sollten sie zur Erhaltung des echten Wolfes entnommen werden?

Unsere Daten, die auf verschiedenen aktuellen Methoden basieren, beweisen, dass Hybridisierung zwischen Wölfen und Hunden in Mitteleuropa nur selten vorkommt. Mehrere tausend individuelle genetische Profile, die von den CEwolf-Laboren analysiert wurden, ergaben nur wenige Hybridvorkommen. Dieses Ergebnis ist nicht überraschend, wenn man ähnliche Befunde in anderen Regionen betrachtet (z. B. Dufresnes at al., 2019 für den Alpenraum). In einigen Regionen Süd- und Osteuropas, wo große verwilderte Hundepopulationen existieren und ein effektives Wolfsmanagement nicht immer gewährleistet ist, können lokal erhöhte Raten von Hybridisierung nachgewiesen werden (z. B. Bassi et al. 2017). Derzeit gibt es keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass in freier Wildbahn vorkommende Wolf-Hund-Hybriden gefährlicher oder weniger scheu sind als reinrassige Wölfe.

Wurden Wölfe von Umweltschützern aus Gefangenschaft oder Osteuropa aktiv in Mitteleuropa ausgewildert?

Vom Nordosten Polens ausgehend breitet sich der Wolf seit den späten 1990er Jahren wieder nach Westpolen und Deutschland aus. Dies wird durch umfangreiche genetische Studien bestätigt (Czarnomska et al., 2013; Szewczyk et al., 2019). Langstreckendispersionen über Entfernungen von mehreren Hundert oder Tausend km sind ein häufiges Phänomen bei Wölfen (Kojola et al., 2006).

Eine fortlaufende Ausdehnung des Verbreitungsgebiets nach Westen kann bei einer Reihe von Säugetierarten beobachtet werden, z. B. bei Goldschakalen und Elchen. Dies lässt sich neben anderen Faktoren auch durch den abnehmenden Jagddruck und die zunehmenden Populationsgrößen in den Ursprungsregionen erklären.

Gibt es insgesamt viel mehr Wölfe und durch Wölfe verursachte Schäden, als Wissenschaftler und Behörden zugeben?

Wissenschaftler und Umweltbehörden arbeiten zusammen, um ein effektives Wolfsmonitoring auf der Basis wissenschaftlicher Daten zu gewährleisten. Alle CEwolf-Labore sind an Universitäten oder großen, öffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen angesiedelt und liefern Daten, die nach hohen wissenschaftlichen Standards erstellt werden. Es gibt weder ein Interesse, Daten über Wolfsvorkommen zu verbergen, noch die Ergebnisse genetischer Analysen vor Veröffentlichung vorzuselektieren.

Verwenden Wissenschaftler falsche, veraltete Methoden in der Wolfsgenetik?

CEwolf-Labore verwenden aktuelle Methoden, die unter genetischen Laboren weltweit üblich sind. Unser Konsortium wird von führenden Wissenschaftlern in der Populations- und Wildtiergenetik geleitet und es werden zahlreiche wissenschaftliche Studien zur Wolfsgenetik, an denen Studenten und Wissenschaftler verschiedener akademischer Einrichtungen beteiligt sind, durchgeführt. Neben der Anwendung von genetischen Standardwerkzeugen umfasst unsere Forschung auch hochmoderne Ansätze wie die Ganzgenomsequenzierung. CEwolf ist an der Sequenzierung von >100 kompletten Wolfsgenomen aus Mitteleuropa in Zusammenarbeit mit Prof. Tom Gilbert (Universität Kopenhagen) beteiligt.

Werden Wissenschaftliche Institutionen von Pro-Wolf-NGOs finanziert und sind sie daher nicht neutral?

Finanziert werden die Analysen, die von CEwolf-Laboren durchgeführt werden, entweder von Umweltministerien oder durch institutionelle oder externe Forschungsgelder. Alle CEwolf-Labore sind an Universitäten oder großen, öffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen angesiedelt und liefern Daten, die nach hohen wissenschaftlichen Standards erstellt werden. Wissenschaftliche Neutralität und Ehrlichkeit sind Hauptprinzipien der guten wissenschaftlichen Praxis. CEwolf-Labore sind an strenge institutionelle Regeln wissenschaftlicher Ethikstandards gebunden.

Literatur

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