Sammlung Käfer
Dr. Damir Kovac im ehemaligen Sammlungsraum der Entomologie I. Seit 2018 befinden sich die Sammlungen im Jügelhaus, dem früheren Hauptgebäude der J.W. Goethe-Universität

Entomologie I

Die Sammlungen der Entomologie I umfassen Coleoptera (Käfer), Thysanoptera (Fransenflügler) und Strepsiptera (Fächerflügler).
Die Käfer bilden mit etwa 400 000 beschriebenen Arten die größte Insektenordnung. Sie sind an den versteiften Vorderflügeln (Flügeldecken) erkennbar, die im Ruhezustand die darunter liegenden zarten Hinterflügel vor mechanischer Beschädigung schützen. Daher können ausgewachsene Käfer im Gegensatz zu anderen geflügelten Insekten auch Habitate wie z. B. Holz oder Wasser besiedeln.

Die Fransenflügler enthalten weltweit etwa 5300 Arten. Sie sind selten größer als 2 mm. Kennzeichnend für diese Insektenordnung sind die gefransten Flügel. Die Thysanoptera ernähren sich von Pilzen, höheren Pflanzen, Pollen, Sporen oder Insekten. Sie können erhebliche ökonomische Schäden anrichten, indem sie an Nutz- und Zierpflanzen saugen, Gallen erzeugen oder Pflanzenkrankheiten übertragen.

Die Strepsiptera bilden eine kleine Insektenordnung mit weltweit etwa 530 beschriebenen Arten. Die Männchen kann man an den fächerförmig faltbaren Hinterflügeln und den reduzierten Vorderflügeln erkennen. Die Weibchen behalten zeitlebens die Gestalt einer Larve bei und leben parasitisch im Hinterleib von Bienen, Heuschrecken oder anderen Insekten.