Labor für konfokale Laserscanning-Mikroskopie


Die Dokumentation, Quantifizierung und Beschreibung morphologischer Merkmale von Arten bildet die unverzichtbare Grundlage für jede taxonomische, systematische und morphologische Forschung. Eine Vielzahl von bildgebenden Verfahren steht heute für die Untersuchung von marinen Protisten, Pflanzen und Tieren zur Verfügung.

Die konfokale Laserscanningmikroskopie (CLSM) ist ein ideales Werkzeug für die Untersuchung insbesondere von mikroskopischen Organismen aus marinen benthonischen und pelagischen Lebensräumen.
Das CLSM-Labor des Deutschen Zentrums für Marine Biodiversitätsfroschung (DZMB) wird derzeit häufig für die Untersuchung der äußeren Morphologie von Kleinkrebsen, sowie für die Rekonstruktion innerer Organsysteme von weichhäutigen Meiofauna-Taxa verwendet. Für diesen Zweck werden verschiedene histochemische und immun-histochemische Markierungsverfahren genutzt. Auch werden weitere Anwendungsbereiche und Präparationstechniken erschlossen und weiterentwickelt, wie beispielsweise die Verstärkung der kutikulären Autofluoreszens oder die Bildgebung und Untersuchung von mikro-bioerodierenden Organismen.
Das CLSM-Labor unserer Abteilung ist mit einem Leica® TCS SP5 System an einer DM5000B Mikroskopbasis ausgestattet. Sechs sichtbare Laser-Wellenlängen (458, 476, 488, 514, 561 und 633 nm), zwei Fluoreszenz-Detektoren und ein weiterer Detektor für den Durchlicht-Kanal stehen für unsere Experimente zur Verfügung. Die fluoreszierenden Objekte werden durch einen beugungsbegrenzt fokussierten Laserstrahl angeregt, der zeilenweise über die Probe gerastert wird. Die konfokale Anordnung zweier verstellbarer Blenden ermöglicht das Unterdrücken von Signalen, die nicht aus der Fokusebene stammen. Die schrittweise Änderung der Objekttischposition erlaubt schließlich die Erzeugung von dreidimensionalen Bildstapeln. Solche Datensätze können vielfältig verarbeitet werden, von der Erstellung tiefenscharfer Projektionsbilder bis hin zu dreidimensionalen Rekonstruktionen der äußeren Morphologie und inneren Anatomie der untersuchten Organismen, Quantifizierungen wie die Vermessung des Biovolumens von Organsystemen eingeschlossen.