Arbeitsgruppe

Bewegungsökologie

Die allermeisten Tiere bewegen sich: sei es auf der täglichen Suche nach Futter oder bei den großen Tierwanderungen, wo sie außergewöhnlich weite Strecken zurücklegen können. Diese Tierbewegungen sind essentiell für das Überleben von Arten, für Ökosystemfunktionen und für den Erhalt von Biodiversität.
In unserer Arbeitsgruppe erforschen wir sowohl theoretische als auch angewandte Fragen der Wildtier- und Bewegungsökologie (engl. movement ecology), vom Verhalten der Tiere und ihren sozialen Interaktionen bis zu makro-ökologischen Mustern von Tierwanderungen. Hierbei interessieren uns insbesondere die Effekte von Umweltfaktoren und menschlicher Landschaftsveränderung auf Tierbewegungen.

Letztendlich sind Tier-Mensch Interaktionen und die Wertschätzung der Natur durch den Menschen wesentliche Faktoren für den Erhalt von Wildtieren in anthropogenen Landschaften. Deshalb liegt ein Schwerpunkt unserer Forschung auch auf sozial-ökologischen Fragestellungen, die nicht nur die ökologischen Zusammenhänge sondern auch gesellschaftliche Faktoren mit einbeziehen, um nachhaltige Lösungen zum Erhalt der biologischen Vielfalt zu finden.

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Ausgewählte Publikationen

Tucker, M. et al. (2018): Moving in the Anthropocene: Global reductions in terrestrial mammalian movements. Science, 359, 466-469.

Bracis, C. et al. (2017): Memory, not just perception, plays an important role in terrestrial mammalian migration. Proceedings B, 284, 20170449.

Teitelbaum, C.S. et al. (2016): Experience drives innovation of new migration patterns of whooping cranes in response to global change. Nature Communications, 7,12793.