Menü Barrierefreiheit

Kontrast

Pressemeldung 30-03-21

Zirpende Vielfalt

Neues Bestimmungsbuch zu Heuschreckenarten in Ostafrika erschienen

Heuschrecken haben traditionell einen schlechten Ruf: Nach wie vor ist das biblische Bild von Schädlingen weit verbreitet, die insbesondere in afrikanischen Ländern die Ernten vernichten. Doch tatsächlich trifft dieses Vorurteil nur auf einige wenige Arten von Heuschrecken (Orthoptera) zu. Viele Arten der kleinen Insektengruppe hingegen sind für Biolog*innen sehr wertvoll, da sie aufgrund ihrer vielfältigen Lebensräume als wichtige Indikatoren dienen. „Zahlreiche Heuschreckenarten bewohnen enge ökologische Nischen und reagieren empfindlich auf Veränderung ihrer Lebensräume“ erklärt die Biologin Dr. Claudia Hemp vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt und fährt fort: „Somit dienen sie beispielsweise als sogenannte Bioindikatoren für Wälder – ihre Anwesenheit oder auch ihr Fehlen geben Aufschluss über die Qualität der Lebensräume.“ Mit ihrem Bestimmungsbuch liefert Hemp somit eine wichtige Bestandaufnahme der verschiedenen Arten samt ihren Lebensräumen in Ostafrika. Viele der in Ostafrika heimischen Heuschreckenarten gelten inzwischen als bedroht. Die schnell wachsende menschliche Bevölkerung beeinträchtigt die unberührten Lebensräume Ostafrikas durch Abholzung, Brandrodung und die Nutzung von Hängen als Weideland.

 

Cookie Consent mit Real Cookie Banner