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Naturmuseum Frankfurt

Iguanodon

Iguanodon 
Igunanodon bernissartensis (Leguanzahn)

Ordnung: Vogelbecken-Dinosaurier (Ornithischia)
Unterordnung: Hornfuß-Dinosaurier (Cerapoda) 
Zwischenordnung: Vogelfuß-Dinosaurier (Ornithopoda)
   
Nahrung: Pflanzen 
Gewicht: ca. 5 Tonnen 
Länge: ca. 8 Meter
Alter: 135-110 Millionen Jahre (Unter-Kreide)
   
Fundort: Bernissart (Belgien)

im Senckenberg:

 

Abguss
(Original im Institut Royal de Science Naturelles Belgiques, Brüssel/Belgien)



Iguanodon
besaß ungewöhnliche Hände: Der erste Finger (Daumen) war zu einem dicken Knochendorn verwachsen. Darüber wuchs eine Hornschicht. Vermutlich hat er sich mit dem Daumenstachel gegen Angreifer verteidigt. Der fünfte Finger konnte den anderen Fingern gegenübergestellt werden (Greiffinger). Die drei mittleren Finger waren mit Hufen besetzt.
Von Iguanodon sind in Sandsteinen auch Fährten überliefert. Sie lassen meist nur die Abdrücke der großen dreizehigen Hinterfüße erkennen, nicht aber Abdrücke von Vorderfüßen oder Schwanz. Hieraus und aus der Anatomie seiner Gliedmaßen kann man schließen, dass die Tiere bei schneller Gangart nicht auf allen Vieren, sondern allein auf den Hinterbeinen liefen.
Iguanodon besaß Zähne, die die Nahrung effektiv zerkleinerten. Die Funde lassen vermuten, dass die Tiere Farne, Palmfarne und Schachtelhalme fraßen. Weil die Zähne denen pflanzenfressender Leguane ähneln, erhielt der Iguanodon seinen Namen (=Leguanzahn). 1825 beschrieb der englische Arzt und Geologe Gideon Mantell diese Art. Iguanodon war damit der zweite Dinosaurierfund, der als solcher erkannt wurde. Bei seinen Rekonstruktionen standen Mantell nur wenige Knochen zur Verfügung. Den einzigen gefundenen Daumenstachel setzte er fälschlicherweise wie ein Horn auf die Nasenspitze.
Heute zählt Iguanodon zu den am besten untersuchten Dinosauriern. Ganze Skelette entdeckte man nur bei Bernissart in Belgien. Dort wurden die Reste von 29 Tieren ausgegraben. 23 von ihnen sind im Institut Royal des Sciences Naturelles Belgiques in Brüssel ausgestellt, einige in Fundlage, einige als montierte Skelette. Der Abguss, der im Senckenberg- Museum präsentiert wird, zeigt das am besten erhaltene Exemplar. Man fand die Fossilien auch in England, Spanien, Frankreich, Deutschland, in den USA und in der Mongolei.

Pate: J.F.K.

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