FS METEOR in Ísajarðardjúp

Meeresgeologie

Projekte und Expeditionen

Meteor M151-Athena 

06.-31.10.2018

Im Rahmen der Ausfahrt M151 ATHENA  suchen Biologen, Geologen und Umweltphysiker an Tiefseebergen südlich der Azoren nach Korallenvorkommen.Sie wollen herausfinden, wo und unter welchen Umweltbedingungen dort heute Korallen leben. Die Forscher suchen auch nach fossilen Korallen der letzten 20.000 Jahre.Sie wollen untersuchen, wie diese Korallen in der Vergangenheit auf Klimaänderungen reagiert haben. Für PlanetErde berichten von Bord das Expeditionsteam um Fahrtleiter Norbert Frank und die Co-Fahrtleiter Dierk Hebbeln und André Freiwald.

Eine Kooperation mit dem IUP HeidelbergMARUM und  Senckenberg am Meer.

Teilnehmer : André Freiwald, Leon Hoffman und Ulf Linnemann

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MSM55 – ARCA Reykjavik – Longyearbyen

10.06.2016 – -29.06.2016

Wissenschaftler der Abteilung Meeresforschung sind seit dem 10.06.2016 auf der ARCA-Expedition Richtung Spitzbergen unterwegs. Mit an Bord sind:
Dr. Max Wisshak (Fahrtleiter), Dr. Achim Wehrmann, Dr. Alexander Bartholomä, Dr. Peter Holler, Dr. Herrmann Neumann, Maik Wilsenack und Neele Meyer.Die Fahrt MSM55 zielt auf multidisziplinäre Charakterisierung und Vergleich zweier kontrastierender Arbeitsgebiete, den Rhodolithenbänken der Mosselbukta im Norden des Archipels und den extensiven Karbonatsedimenten der Spitzbergen- und Bjornoy-Bank im Süden.Das Methodenspektrum umfasst GIS-basierte Habitatkartierung, Karbonatfaziesanalyse, Makrobenthosinventarisierung, Charakterisierung des gelösten Karbonathaushaltes, Karbonatbudgetierung auf Basis eines seit 10 Jahren laufenden Besiedelungsexperiments, Versauerungs- und Temperatur-Stress Experimente mit relevanten Karbonatproduzenten (kalkige Rotalgen), und gezielte Beprobung langlebiger Rhodophyten für die geochemische Etablierung kalibrierter Meereseis Zeitserien. Die erwarteten Ergebnisse werden das Wissen um Produktion und Recycling polarer Karbonatfabriken unter holozänem und prognostiziertem Klimawandel vertiefen.

 1. Wochenbericht

 2. Wochenbericht

 3. Wochenbericht

 4. Wochenbericht

S Maria S. Merian Reise MSM 20/4 „WACOM“ in den Golf von Mexico 

14.03.-07.04.11 Bridgetown (Barbados) – Freeport (Bahamas)

Unter der Leitung von Prof. Dr. Dierk Hebbeln und Dr. Claudia Wienberg vom MARUM widmet sich die Forschungsausfahrt der FS Maria S. Merian mit dem Acronym WACOM den Westatlantischen Vorkommen von Kaltwasserkorallen. Auf der Fahrt von Barbados bis zu den Bahamas werden im Golf von Mexico und der Floridastrasse eine Vielzahl bekannter sowie potentiell neuer Kaltwasserriffstrukturen genauer unter die Lupe genommen.

Weitere Infos hier

Senckenberg Teilnehmer: Prof. Dr. André Freiwald Dr. Lydia Beuck Nina Joseph Maik Wilsenack

FS Minibex Reise in den Canyon Lachse Duthiers, Mittelmeer 

06.-12.07.11 Marseilles (Frankreich) – Marseilles

Wieder in bewährter Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dierk Hebbeln vom MARUM wurde die Minibex von der Offshorefirma COMEX gechartert, um die Exploration nach Kaltwasserkorallen in den unterseeischen Canyons im Golf du Lyon fortzusetzen. Ziel waren insbesonderen der Canyon Lacaze Duthiers in dem das mitgeführte Tauchboot REMORA 2000 sowie ein ROV zum Einsatz kamen und unter anderem ein Karbonatkreislaufexperiment im Bereich der lebenden Korallen abgesetzt wurde – eine Zusammenarbeit mit Franck Lartaud und Nadine Le Brisvom Observatoire Océanologique in Banyuls-sur-Mer. Die Expedition wurde begleitet von dem Filmemacher Sigurd Tesche.

Senckenberg Teilnehmer: Prof. Dr. André Freiwald, Dr. Lydia Beuck,  Dr. Max Wisshak

FS Maria S. Merian Reise MSM 16/3 „Phaeton“ nach Mauretanien

21.10.-20.11.10 Las Palmas (Kanaren) – Mindelo (Kap Verden)

Das Acronym „PHAETON“ steht für Paleoceanographic and paleoclimatic record on the Mauritanian Shelf. Unter der Fahrtleitung von Dr. Hildegard Westphal (MARUM, Uni-Bremen) werden drei Projekte verfolgt, darunter das Senckenberg-Projekt zu den Kaltwasser-Korallenmounds.

Am Kontinentalhang vor Mauretanien wurde bei Explorationsarbeiten 1998 eine 200-km-lange Moundkette, bestehend aus Kaltwasserkorallen und Schlammakkumulationen entdeckt. Diese biosedimentäre Struktur befindet sich in einem engen Tiefenintervall in 450 bis 500 m Wassertiefe und weist Höhen von 50 bis 100 m über den Meeresboden auf.

Die mauretanischen Mounds sind einzigartig hinsichtlich ihrer Nähe zu den ozeanischen Auftriebszellen. Daher zielt die geplante Expedition auf die Klärung folgender Fragen: In welchem Zusammenhang steht die Moundbildung zum Auftriebsgeschehen? Wie ist der ökologische Status zu bewerten? Wie wirkt sich der Passatwind-getriebene Staubeintrag der Sahara auf die Moundbildung aus? Weitere Informationen zur MSM 16/3 Expedition und ihre wissenschaftliche Fahrtziele finden Sie im Expeditionsheft.

Senckenberg Teilnehmer: Dr. Lydia Beuck, Prof. Dr. André Freiwald, Corinna Schollenberger

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FS POSEIDON REISE P400 „CORICON“, PORCUPINE SEABIGHT

29.06– 15.07.10 Vigo (Spanien) – Cork (Irland)

“CORICON” steht für “Cold-water Corals along the Irish continental margin” und zwar speziell in der Belgica Mound Provinz. Hier sind 2 parallel verlaufende Korallenmound-Ketten in 700-900 m sowie in 900-1050 m Wassertiefe entwickelt, die seit ca. 15 Jahren Gegenstand intensiver Forschungen sind.Unter der Fahrtleitung von Dr. Claudia Wienberg(MARUM) haben wir die spezielle Verteilung aktiv wachsender und inaktiver Mounds mit dem Cherokee-ROV kartiert und zahlreiche Sedimentkerne zur zeitlichen Entwicklung der Korallenblütephasen während der letzten 200.000 Jahre genommen.

Folgende Mounds wurden intensiv kartiert und beprobt: Pollux Mound, Lion’s Head Mound, Poseidon Mound, Little Poseidon Mound and Secchi Spur. Weitere Hintergrundinformationen zur Expedition finden Sie im Fahrtbericht.

Teilnehmer: Dr. Lydia Beuck, Prof. Dr. André Freiwald

FS Poseidon Reise  385, Alboran See

29.05.-16.06.09 Faro (Portugal) – Toulon (Frankreich)

Die Expedition hatte die Erkundung von wenig bekannten Kaltwasserkorallen-Habitaten und ihre Umweltbedingungen in der Alboran See zum Ziel. Die Alboran See liegt unmittelbar östlich von Gibraltar zwischen Spanien und Marokko.

Markante Strukturen, wie die El Idrissi Bank, die Alboran Bank sowie die Melilla Mounds wurden mit dem Cherokee-ROV dokumentiert und beprobt.

Auf einem dieser Tauchgänge wurden die ersten lebenden Tiefseeaustern im Mittelmeer entdeckt. Prof. Dr. Dierk Hebbeln (MARUM) leitete diese HERMIONE Ausfahrt.

Weitere Hintergrund-informationen finden Sie im Fahrtbericht.

Teilnehmer: Dr. Lydia Beuck, Prof. Dr. André Freiwald

 

FS Minibex Reise in den Cassidaigne Canyon, Mittelmeer 

13.-17.03.09 Marseilles (Frankreich)-Marseilles

Zusammen mit Prof. Dr. Dierk Hebbeln und Hiske Fink vom MARUM wurde die Minibex von der Offshorefirma COMEX gechartert, um mit dem mitgeführten Tauchboot REMORA 2000 sowie dem ROV Super Achille eine Untersuchung zu Korallenvorkommen im Cassidaigne Canyon durchzuführen.

Der Canyon befindet sich südlich des malerischen Fischerortes Cassis, in der Nähe von Marseilles. Der Canyon ist bekannt durch seine Aluminiumschlamm Einleitungen. Wir fanden größere lebende Vorkommen von Madrepora oculata ausschließlich an der Westflanke des Canyons.

Teilnehmer: Prof. Dr. André Freiwald

FS Poseidon Reise P346 „Macuma“, Mauretanien

28.12.06-15.01.07 Las Palmas (Kanaren) – Las Palmas

Unter der Leitung von Dr. Hildegard Westphal(MARUM, Bremen) führte die Expedition u.a. an den Kontinentalhang von Mauretanien, wo an 2 Lokationen exemplarisch Kaltwasser-Korallenmounds mit dem Kastengreifer und dem Schwerelot für das HERMES Projekt beprobt wurden.

Die Mounds sind Teil einer mehreren 100-km-langen Moundkette, die den oberen Kontinentalhang zu stabilisieren scheint. Es wurden auffallend wenig lebende Lophelia Steinkorallen vorgefunden.
Der Schwerpunkt der Ausfahrt lag jedoch in der Beprobung von biogenen Karbonaten, die unter Auftriebsbedingungen auf der flachen Bank d’Arguin gebildet, ab- und umgelagert werden. Erste Ergebnisse finden Sie im Fahrtbericht.

Teilnehmer: Prof. Dr. André Freiwald, Dr. Karl Gürs

 

FS Meteor Reise M70/1, Strasse von Sizilien, ionisches Meer, Adria

24.09.-18.10.06 La Valetta (Malta) – Heraklion (Kreta)

Das Expeditionsziel galt der Suche nach verborgenen Kaltwasserkorallen Habitaten im zentralen Mittelmeer. Ausgestattet mit dem Tiefsee ROV QUEST vom Bremer MARUM entdeckten wir die „Hängenden Gärten von Linosa“ in der Straße von Sizilien sowie weitere spektakuläre Korallenvorkommen im Ionischen Meer sowie in der südlichen Adria.

Es gelangen u.a. spektakuläre HDTV-Aufnahmen vom Freßverhalten der Korallen in 600 m Wassertiefe. Ein umfangreiches geologisches und hydrographisches Beprobungsprogramm komplettierte die geo-biologische Expedition. Die bislang tiefsten Lebendvorkommen der Edelkoralle Corallium rubrum wurden auf dieser Fahrt dokumentiert.

Prof. Dr. André Freiwald leitete die Ausfahrt im Rahmen des EU-HERMES Projektes. Weitere Infos finden Sie in den Wochenberichten sowie im SCR.

Teilnehmer: Prof. Dr. André Freiwald, Dr. Lydia Beuck, PD Dr. Ingrid Kröncke, Matthias Lopez Correa, Dr. Michael Türkay

FS Maria S. Merian Reise 02/03, Spitzbergen Archipel

31.07.-17.08.06 Longyearbyen (Svalbard) – Longyearbyen

Die von Prof. Dr. André Freiwald organisierte Expedition führte zu einer Umrundung von Spitzbergen sowie zur bis dahin nördlichsten Expedition des neuen Eisrand-Forschungsschiffes. Die Kartierung biosedimentärer Systeme unter polaren Bedingungen sowie der Charakterisierung ihrer Umweltbedingungen stand im Mittelpunkt der Ausfahrt.

Mit dem bemannten Tauchboot JAGO vom IFM-Geomar in Kiel wurden die nördlichsten Kalkalgenbänke der Erde vor Nordostland bei 80° nördlicher Breite gefunden. Die wissenschaftliche Auswertung der Corallinaceen-Habitate findet derzeit im DFG-Projekt POCAL unter Mitarbeit von Sebastian Teichert und Dr. Max Wisshak statt. Die Fahrt führte das Forschungsschiff bei bestem Wetter in zahlreiche Fjorde und Sunde und wird auch deshalb bei allen Fahrtteilnehmern in guter Erinnerung bleiben. Weitere Information entnehmen Sie bitte dem Fahrtbericht.

Teilnehmer: Prof. Dr. André Freiwald, Jannik Freiwald, Dr. Sonja Löffler, Sebastian Teichert, Dr. Max Wisshak

FS Maria S. Merian Reise MSM 01/03, Golf von Cadiz 

12.04.-19.05.06 Kiel – Cadiz (Spanien) – Lissabon (Portugal)

Eine der ersten Expeditionen des neuen Forschungsschiffes führte in den Golf von Cadiz, unmittelbar westlich der Meerenge von Gibraltar in portugiesische und marokkanische Gewässer. Aus dieser Region sind zahlreiche Schlammvulkane mit einer charakteristischen chemosynthetischen Fauna bekannt geworden. An den Flanken einiger Schlammvulkane wurden darüber hinaus subfossile Kaltwasserkorallen-Dickichte gefunden. Diesem Zusammenspiel oxischer und anoxischer Lebensgemeinschaften auf engstem Raum wollten wir im Rahmen des HERMES Projektes auf dem Grund gehen. Weitere Informationen sind dem Fahrtbericht zu entnehmen.

Teilnehmer: Prof. Dr. André Freiwald, Sarah Freund, Dr. Karl Gürs, Nina Joseph, Dr. Sonja Löffler

Wienberg C, Hebbeln D, Fink HG, Mienis F, Dorschel B, Vertino A, López Correa M, Freiwald A (2009) Scleractinian cold-water corals in the Gulf of Cádiz—First clues about their spatial and temporal distribution. Deep-Sea Research I 56: 1873-1893.

FS Poseidon Reise P325 „Nordic Reefs“, Nord-Norwegen 

12.07.-03.08.05 Bremerhaven – Tromsö (Norwegen)

Diese HERMES-Ausfahrt führte uns in die nördlichste Lophelia-Riffprovinz der Welt. Wir untersuchten die „Zigarren“-Riffe im Tränatief und das mit 35 km Länge bislang größte lebende Riff südwestlich der Lofoten, das sogenannte Röst-Riff. Ein Highlight war die umfassende Studie des Stjernsund-Riffes, welches bereits 1932 vom norwegischen Biologen Carl Dons erstmalig beschrieben worden ist.

Mit an Bord waren das Tauchboot JAGO vom IFM-Geomar in Kiel sowie ein Filmteam um den Docuvista Produzenten Thomas Hies, der für das ZDF die 2006 erstmals ausgestrahlte Doku „Das Geheimnis des Nordmeeres“ für Abenteuer Wissen erarbeitet hat.

Die Sedimentkerne werden auch im Rahmen des ESF Projektes CARBONATE mikropaläontologisch von Nina Joseph und geochronologisch von Matthias Lopez Correa bearbeitet. Weitere Informationen bietet der Fahrtbericht.

Fahrtleitung: Prof. Dr. André Freiwald

Teilnehmer: Tim Beck, Prof. Dr. André Freiwald, Richard Jänig

Freiwald A, Henrich R, Pätzold J (1997) Anatomy of a deep-water coral reef mound from Stjernsund, West-Finnmark, northern Norway In: James NP, Clarke JAD (eds) Cool-water carbonates. SEPM, Special Publication 56: 141-161.

 

RV Joides Resolution IODP Expedition 307, Porcupine Drilling 

27.04.-16.05.05 Dublin (Irland) – Ponta Delgada (Azoren)

Auf dieser Bohrexpedition wurde bislang einmalig ein Kaltwasser-Korallenmound vollständig durchteuft. Ziel war der 170-m-hohe Challenger Mound in der Porcupine Seabight.

Die mittlerweile vorliegenden Ergebnisse belegen, dass die Korallen vor 2,6 Millionen Jahren das Moundwachstum eingeleitet haben. Die Bohrkerne dokumentieren eindrucksvoll den vielfachen Wechsel von Kalt- zu Warmzeiten sowie die Reaktion eines Tiefseeökosystems auf diese globalen Klimaveränderungen.

Dr. Jürgen Titschack hat nicht nur an dieser legendären Bohrkampagne teilgenommen, sondern er ist auch Autor bzw. Co-Autor zahlreicher Ergebnisse über den Challenger Mound. In einem DFG-Projekt (FR 1134/14) wurde die IODP Auswertung mit einer Studie über früh pleistozäne Korallenmounds von Sizilien zusammengebracht.

Teilnehmer: Dr. Jürgen Titschack

Titschack J, Thierens M, Dorschel B, Schulbert C, Freiwald A, Kano A, Takashima C, Kawagoe N, Li X, and Expedition 307 Party (2009) Carbonate budget of a cold-water coral mound (Challenger Mound, IODP Exp. 307). Marine Geology 259: 36-46.

FS Poseidon  P316, Porcupine Seabight 

03.08.-17.08.04 Reykjavik (Island) – Lissabon (Portugal)

Hauptziel der HERMES Ausfahrt unter der Leitung von Dr. Olaf Pfannkuche vom IFM-Geomar, waren Untersuchungen zur physikalischen Ozeanographie der Wassermassen über den Korallenmounds sowie die Bergung des zuvor während der Meteor M61/1 Expedition auf dem Galway Mound abgesetzten Landers.

Weitere Informationen sind dem Fahrtbericht zu entnehmen.

Teilnehmer: Tim Beck, Dr. Lydia Beuck, Isabel Schiemer, Dr. Agostina Vertino

Linke P, Pfannkuche O, Beuck L, Karstensen J (2006) Long-term observation of a cold-water coral mound in the Porcupine Seabight and implications for ESONET/CeltNet. 4th International Workshop on Scientific use of Submarine Cables and related Technologies, Dublin

FS Meteor Reise M61/3, Porcupine Seabight und Rockall Bank 

04.-21.06.04 Cork (Irland) – Ponta Delgada (Azoren)

Diese Ausfahrt setzte die Strategie von M61/1 konsequent fort. Lag der Schwerpunkt zuvor auf der Korallen- und Habitatverbreitung am irischen Kontinentalhang wurden mit dem QUEST ROV Ketten von Strömungsmessern am Galway Mound ausgebracht, um die kleinskalige Hydrodynamik in der Gipfelregion eines Korallenmounds besser zu verstehen. Letztere wurden auf der Polarstern ARK XIX/3a wieder geborgen.

Mit Hilfe des ROVs konnten erstmalig systematisch bathyale, lithifizierte Korallenkalke beprobt werden, die von Dr. Sybille Noé und Kollegen in ihrer Genese beschrieben worden sind. Weitere Informationen zur Ausfahrt sind dem Fahrtbericht zu entnehmen.

Teilnehmer: Dr. Lydia Beuck, Tim Beck, Dr. Sybille Noé

Noé S, Titschack J, Freiwald A, Dullo W-C (2006) From sediment to rock: diagenetic processes of hardground formation in deep-water carbonate mounds of the NE Atlantic. Facies 52: 183-208.

FS Meteor Reise  M61/1, Porcupine Seabight und Rockall 

19.04.-04.05.04 Lissabon (Portugal) – Cork (Irland)

Diese Korallenmound-Expedition setzte die Erkundungen der vorangegangenen Ausfahrten konsequent fort und nahm gezielt geologische Proben von verschiedenen Moundprovinzen.

Ein Highlight war die Entdeckung des Franken Mounds auf der westlichen Flanke der Rockall Bank sowie das Ausbringen eines mit Sensorik vollgepackten Landers in der Gipfelregion des Galway Mounds. Visuell unterstützt am Meeresboden wurden wir durch den OFOS-Schlitten von Dr. Olaf Pfannkuche (Fahrtleitung, IFM-Geomar).

Weitere Informationen sind dem Fahrtbericht zu entnehmen.

Teilnehmer: Dr. Lydia Beuck, Tim Beck, Prof. Dr. André Freiwald, Dr. Marcos Gektidis, Dr. Sybille Noé, Isabell Schiemer, Dr. Agostina Vertino

Beuck L, Vertino A, Stepina E, Karolczak M, Pfannkuche O (2007) Skeletal response of Lophelia pertusa (Scleractinia) to bioeroding sponge infestation visualised with micro-computed tomography. Facies DOI: 10.1007/s10347-006-0094-9

FS Alkor Reise 232, Kosterfjord und Skagerrak 

30.10.-11.11.03 Kiel – Kiel

Unter der Leitung von Dr. Olaf Pfannkuche vom IFM-Geomar in Kiel und Tomas Lundälv vom Sven Lovén Marine Center in Tjarnö wurden verschiedene Lophelia-Riffe im schwedisch-norwegischen Kosterfjord sowie weiteren Zugängen zum Oslofjord kartiert und mit dem ROV beprobt.

Die Riffe wachsen in nur 80 bis 180 m Wassertiefe unterhalb einer Brackwasserzunge aus der Ostsee. Das in diesem Seegebiet befindliche Tisler-Korallenriff wurde 2003 von der norwegischen Regieurng unter Schutz gestellt.

Weitere Informationen zur Expedition finden Sie hier.

Teilnehmer: Prof. Dr. André Freiwald, Dr. Agostina Vertino, Dr. Max Wisshak

FS Polarstern Reise ARK-XIX/3a, Porcupine Bank and Seabight 

02.-20.06.03 Brest (Frankreich) – Galway (Irland)

Zu Beginn des HERMES Projektes fand eine große Expedition unter der Leitung von Prof. Dr. Jörn Thiede und Dr. Michael Klages vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven und unter Mitnahme des Tiefsee-ROV VICTOR 6000 vom IFREMER in die Gewässer westlich von Irland statt.

Große Korallenmound-Provinzen sollten in der Porcupine Seabight sowie an den tiefen Flanken der Porcupine Bank mit dem ROV erstmals visuell kartiert und gezielt beprobt werden.

Teilnehmer: Tim Beck, Dr. Marcos Gektidis

FS Poseidon Reise P292, Hatten Bank, Rockall Bank, Porcupine Bank

15.07.-04.08.02 Reykjavik (Island) – Galway (Irland)

Diese Ausfahrt nutzte die lange Anfahrt in the Porcupine Seabight zu Stationsarbeiten auf der Hatton und der westlichen Rockall Bank. Ziel waren die Korallenmounds im Rockall Trog sowie in der Seabight. Mit an Bord hatten wir das Cherokee ROV vom MARUM, mit dem wir vor allem den Propeller Mound intensiv erkundet hatten.

Diese Ausfahrt fand im Rahmen des ACES Projektes (5. EU-RP) statt. Während dieser Ausfahrt wurde auch der Poseidon Mound untersucht und nach dem Forschungsschiff benannt.

Fahrtleitung: Prof. Dr. André Freiwald

Teilnehmer: Prof. Dr. André Freiwald, Dr. Katrin Heindel

Heindel K, Titschack J, Dorschel B, Huvenne VAI, Freiwald A (2010) The sediment composition and predictive mapping of facies on the Propeller Mound – A cold-water coral mound (Porcupine Seabight, NE Atlantic). Continental Shelf Research 30: 1814-1829.

FS L’atalante Caracole Expedition, Porcupine Seabight, Rockall Trog 

30.07.-15.08.01 Cork (Irland) – Foynes (Irland)

Diese von Dr. Karine Olu – Le Roy vom IFREMER geleitete Expedition leitete eine Serie von ROV-gestützten Untersuchungen der Korallenhabitate in der Porcupine Seabight und der Rockall Bank ein.

Mit dem ROV VICTOR 6000 gelangen spektakuläre Dokumentation der Kaltwasserkorallen-Mounds in 600 bis 1000 m Wassertiefe vor Irland. Diese Ausfahrt bildete das Rückgrat der Korallenprojekte aus dem 5. EU-Rahmenprogramm ACESECOMOUND und GEOMOUND.

Teilnehmer: Prof. Dr. André Freiwald

FS Poseidon Reise P265, Propeller Mound (Porcupine Seabight)

13.09.-01.10.00 Thorhavn (Faröer) – Kiel

Der Herbst ist keine kuschelige Zeit, um sich im Seegebiet Faröer bis zur Porcupine Seabight aufzuhalten. Diese Poseidon Fahrt bildete den Auftakt zu einer Reihe von Korallenmound-Expeditionen in dieses Seegebiet. Im Mittelpunkt standen Echolot-vermessungen sowie geologische Probennahmen mit Kastengreifer und dem Schwerelot.

Auf dieser Fahrt entstand eine genaue bathymetrische Karte im klassischen Singlebeam-Verfahren vom Propeller Mound. Schlechtwetter brachte die Fahrtplanung ein wenig durcheinander, aber es wurde eine wissenschaftlich sehr erfolgreiche Fahrt.

Weitere Informationen sind dem Fahrtbericht zu entnehmen.

Fahrtleitung: Prof. Dr. André Freiwald

Teilnehmer: Prof. Dr. André Freiwald, Dr. Helmut Lehnert, Kai Kaszemaik

Dorschel B, Hebbeln D, Rüggeberg A, Dullo W-C, Freiwald A (2005) Growth and erosion of a cold-water coral covered carbonate mound in the Northeast Atlantic during the Late Pleistocene and Holocene. Earth and Planetary Science Letters 233: 33-44.

FS Poseidon Reise P254, Sula Riff (Norwegenschelf)

24.07.-06.08.99 Kiel – Kristiansund (Norwegen)

Diese Ausfahrt von Prof. Dr. Walter Michaelis vom Institut für Biogeochemie und Meereschemie der Universität Hamburg war die Sammel-Expedition des BMBF BOSMAN Projektes (Boreal Sponges: Sources of Marine Natural Products) zum Sula Riff auf dem Norwegenschelf. Mit an Bord war das Tauchboot JAGO (damals am MPI in Seewiesen) zur gezielten Beprobung der Schwämme. Kollegen vom National Oceanography Centre (NOCS, vormals SOC) in Southampton fertigten eine digitale Seitensichtsonarkarte von großen Teilen des Sula Riffes an.

Teilnehmer: Dr. André Freiwald

Freiwald A, Hühnerbach V, Lindberg B, Wilson JB, Campbell J (2002) The Sula Reef complex, Norwegian Shelf. Facies 47: 179-200.

FS Poseidon Reise 228, Sula Riff (Norwegenschelf)

06.05.-16.5.97 Kiel – Kristiansund (Norwegen)

Diese Ausfahrt war die erste JAGO Tauchexpedition zu einem Kaltwasser-Korallenriff. Die Unterwasservideos sorgten für viel Resonanz in der Wissenschaft aber auch in der Öffentlichkeit. Es konnten insgesamt 8 Tauchgänge erfolgreich durchgeführt werden. Die Ausfahrt wurde von Prof. Dr. Rüdiger Henrich vom Fachbereich Geowissenschaften der Universität Bremen geleitet und wurde im Rahmen eines DFG Projektes (HE 1671/5) durchgeführt.

Teilnehmer: Dr. Nicolas Dittert, Prof. Dr. André Freiwald, Prof. Dr. Rüdiger Henrich

Freiwald A, Wilson JB (1998) Taphonomy of modern deep, cold-temperate water coral reefs. Historical Biology 13: 37-52.

Projekte

Abgeschlossene Projekte

Fate of cold-water coral reefs – identifying drivers of ecosystem change 

Projektcode: RCN 244604/E40                                           

Projektleiter: Tina Kutti (IMR, Bergen)

Projektpartner: IMR, NINA, NIOZ, GEOMAR, SGN  Projektmitarbeiter: Dr. Max Wisshak, Prof. Dr. André Freiwald

Laufzeit: 2015-2018

Das Projekt FATE wird unter der Koordination von Tina Kutti und Kollegen am IMR in Bergen von einem Norwegisch-Niederländisch-Deutschen Forscherkonsortium getragen.
Schwerpunkt des Projektes ist die Erforschung des Einflusses des Klimawandels auf die norwegischen Kaltwasserkorallenriffe. In einer Kombination aus Labor- und Geländeexperimenten werden zahlreiche Umweltparameter gemessen, ökophysiologische Daten erhoben, und Besiedlungsexperimente durchgeführt.Dabei werden saisonale Muster sowie die Auswirkungen simulierter Ozeanversauerung, Meereserwärmung, und Nährstoffknappheit auf verschiedene Riffbewohner (Korallen, Muscheln, Schwämme, Bioerodierer) untersucht.

Die gesammelten Daten werden in ein Ökosystemmodell integriert um ein besseres Verständnis der Stoffkreisläufe
und Interaktionen in Kaltwasserkorallenriffen zu gewinnen, und um bessere Vorhersagen über das weitere Schicksal
dieser Ökosysteme treffen zu können.

Bioacid II – Biological Impacts of Ocean Acidification 

Projektleiter: Ulf Riebesell (GEOMAR, Kiel), Hans-Otto Pörtner (AWI, Bremerhaven) 

SGN Projektmitarbeiter: Dr. Max Wisshak, Dr. Lydia Beuck, Prof. Dr.  André Freiwald

Projektpartner: GEOMAR, AWI, MARUM, und viele mehr

Projektwebsite: http://www.bioacid.de/

Laufzeit: 2012-2015

Als assoziierte Partner in der zweiten Runde des großangelegten Deutschen Ozeanversauerungs-Forschungskonsortiums BIOACID war Max Wisshak an zwei Forschungsexpeditionen mit dem FS POSEIDON (POS 455 und 473) zu Kaltwasserriffen im Norwegischen Trondheimsfjord und dem benachbarten Norwegischen Schelf beteiligt. Mit dabei, das Tauchboot JAGO. Dabei wurde zusammen mit Kollegen des GEOMAR unter anderem ein am Senckenberg Institut entwickeltes Besiedlungsexperiment durchgeführt. Des Weiteren wurde mittels einer Kombination von Labor- und Geländeexperimenten der Kalkabbau des Korallengerüstes durch Bioerodierer quantifiziert.

Biodiversitätsabschätzung von Kaltwasserkorallen-assoziierten Bryozoen-Vergesellschaftungen unter unterschiedlichen Umweltbedingungen im Mittelmeer und am Atlantischen Kontinentalrad

BiK-F, Projekt A3.10

Kaltwasserkorallen Ökosysteme

Kei Matsuyama, Prof. Dr. André Freiwald

Bereits seit dem 18. Jahrhundert ist das Vorkommen von azooxanthellaten Korallen in tieferen Gewässern und niederen Breiten bekannt. Allerdings wurden diese erst mit dem Auftreten von hochentwickelten hydroakustischen Systemen und Tauchrobotern in den 1970ern eingehend untersucht. Auch die Untersuchung der Begleitfauna ist diesem Erforschungstrend unterworfen. Die ersten Berichte über Bryozoen aus diesem Habitat traten um die vorletzte Jahrhundertewende auf. In den letzten Jahren nahm die Erforschung der Kaltwasserkorallen-assoziierten Bryozoen zu, dabei wurden diese jedoch weit weniger intensiv untersucht als andere Tiergruppen der Begleitfauna.

Durch die Untersuchung der (Re)-Kolonisationsmuster der Kaltwasserkorallen ist es möglich, vergangene Klima- und Produktivitätsschwankungen im Nordost-Atlantik zu rekonstruieren.

Da diese Korallen als Gerüstbauer aktiv sind, locken sie eine vielfältige Fauna mit über 4000 assoziierten Arten an.Insbesondere für solche, die ein hartes Substrat zum Besiedeln benötigen, worunter auch Bryozoen fallen, stellen die Kaltwasserkorallen ein wichtiges Habitat in einem ansonsten weitestgehend von weichen Böden gekennzeichneten Milieu dar. Auch ist dieses Habitat von großer ökonomischer Bedeutung, da viele Fische hier ihre Kinderstube haben.

Integration kurz- und langzeitlicher Bioerosionsprozesse (Griechenland)

Projektcode : DFG-Wi 3754/1-1

Förderperiode: 2013-2016

Projektleiter: Max Wisshak

Projektmitarbeiterin: Claudia Färber

Projektpartner: 

Richard Bromley
Nikoleta Bellou (HCMR)
Jürgen Titschack (MARUM)
Christine Schönberg
Daniel Baum (ZIB)
Karsten Ehrig (BAM)
Bernhard Illerhaus (BAM)

Die biologisch gesteuerte Korrosion und Abrasion von Hartsubstraten, subsumiert unter dem Begriff „Bioerosion“, ist ein wichtiger Prozess des Karbonatkreislaufs und der Bildung von Sedimenten mit Karbonatkomponenten. Die quantitative sowie qualitative Bewertung der Bioerosion sind insbesondere relevant für die Karbonat-Budgetierung und für die Paläoumwelt-Rekonstruktion. Bisherige Bioerosionsexperimente waren überwiegend auf maximal zwei Jahre Expositionszeit begrenzt, wodurch vor allem mikrobielle Bioerosion erfasst wurde (Cyanobakterien, Chlorophyten, Pilze). Die Etablierung vieler Makrobohrer (Schwämme, Muscheln, Polychaeten), benötigt hingegen etliche Jahre bis sich ein Gleichgewicht einstellt.

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Spatial and temporal effects of anthropogenic carbon on bioerosion 

DFG-Projekt: FR 1134/19

Förderperiode: 2009-2012

Max Wisshak, André Freiwald

In diesem Projekt wird der Einfluss von Ozeanversauerung und Klimaerwärmung auf die Bioerosionsleistung von Bohrschwämmen experimentell unter kontrollierten Temperatur-, Salinitäts- und pH-Bedingungen untersucht. Die Mikrokosmos-Experimente laufen sowohl in der kalt-temperierten Nordsee auf Helgoland als auch im tropischen Grossen Barriereriff im Pazifik unter der Durchführung von Max Wisshak. Projektpartner sind die Bohrschwammexpertin Christine Schönberg am AIMS in Perth, sowie Experimentalbiologe Armin Form vom IFM-Geomar in Kiel.

Biosedimentary systems in arctic iosedimentary systems in arctic environments: polar coralline algae 

DFG-Projekt: FR 1134/18

Förderperiode: 2009-2012

Sebastian Teichert, André Freiwald

Im Jahr 2006 wurden während der MSM 02/03 Expedition die nördlichsten Vorkommen coralliner Rotalgen bei 80°30’ nördlicher Breite vor Nordaustlandet entdeckt. Dieses Gebiet, sowie verschiedene andere um Spitzbergen, wurden mit dem bemannten Tauchboot Jago intensiv dokumentiert und beprobt. Coralline Algen scheinen in polaren Gewässern viel weiter verbreitet zu sein als bisher angenommen und repräsentieren somit eine einzigartige polare Karbonatfabrik. Es soll die artliche Zusammensetzung und Funktionalität dieser polaren Corallinaceen analysiert werden sowie ihre Eignung als historische Klimarekorder. Ferner sollen die Karbonatproduktionsraten quantifiziert und mit denen weiterer borealer Vorkommen verglichen werden.

Carbonate: Mid Latitude Carbonate Systems 
Complete Sequences from cold water coral carbonate mounds in the N.E. Atlantic 

DFG-Projekt: FR 1134/17

Förderperiode: 2007-2011

Nina Joseph, Matthias Lopez Correa, André Freiwald

In diesem ESF-EuroCORES Netzwerkprojekt werden Sedimentkerne mit kompletten sedimentären Abfolgen durch einen postglazialen Kaltwasserkorallen-Riffkörper im nord-norwegischen Stjernsund mikropaläontologisch analysiert und gezielt datiert. Der Stjernsund-Riffkomplex wurde 2005 auf der Poseidon Expedition P325 kartiert und geologisch beprobt. CARBONATE wird von Andy Wheeler, Cork, Irland, koordiniert.

Hermione: Hotspot Ecosystem Research and Mans Impact on European Seas 

EU-RP7

Förderperiode: 2009-2012

André Freiwald, Lydia Beuck, Jürgen Titschack, Matthias Lopez Correa, Petra Wenninger

Entlang der europäischen Kontinentalränder werden Biodiversitäts-Hotspots mit modernsten Methoden kartiert, beprobt und analysiert. Zu diesen Hotspot-Ökosystemen zählen Kaltwasser-Korallenhabitate, Tiefsee Canyons, Seeberge und chemosynthetische Lebensgemeinschaften. Unsere Gruppe koordiniert das Teilprojekt Kaltwasserkorallen und Karbonatmounds. HERMIONE wird von Phil Weaver (National Oceanography Centre Southampton) koordiniert.

Coralfish: Assessment of the interaction between corals, fish and fisheries, in order to develop monitoring and predictive modeling tools for ecosystem based management in the deep waters of Euopre and beyond 

EU-RP7

Förderperiode: 2008-2012

André Freiwald, Lydia Beuck

Ziel des Projekts ist es, wissenschaftlich gestützte Managementmethoden hinsichtlich einer nachhaltigen Tiefseefischerei zu entwickeln. Gerade Kaltwasserkorallen Habitate gelten als sehr fischreich und zeigen daher sehr oft Schäden durch Bodenschleppnetze. In CoralFISH arbeiten Biologen, Ökosystem Modellierer und Ökonomen gemeinsam mit Vertretern aus der Hochseefischerei aus 10 EU Beitrittsstaaten zusammen. Lydia Beuck arbeitet federführend an einer EU-weiten Standardisierung von Protokollen zur Auswertung von Unterwasser-Videosequenzen, die mit bemannten Tauchbooten oder mit Tauchrobotern aufgenommen worden sind.