Ichthyologie

Sammlung

Die Ichthyologie Sammlung der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden

Die Ichthyologie Sammlung der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden wurde 1880 als separates Institut gegründet und im Jahr 1961 wurde ein Kurator angestellt.
Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die naturwissenschaftliche Verwertung des Materials von Kollegen aus anderen Instituten durchgeführt (beispielsweise von Steindachner in Wien oder von Fischer in Hamburg). Heute besteht die Sammlung aus drei Teilen: (1) aus Resten der alten Dresdener Sammlung, (2) aus Teilen der Sammlung der Universität Leipzig, die im Laufe der Renovierung der Universität in den 1970ern nach Dresden kamen, und (3) aus der privaten Sammlung des Kurators und seiner ehrenamtlicher Mitarbeiter sowie aus dem Material, das in den letzten Jahren gesammelt wurde.

Große Teile der alten Sammlung in Dresden wurden bei Bombenangriffen am Ende des zweiten Weltkriegs zerstört. Trotzdem wurden wertvolle faunistische Stücke der Spezies erhalten, die heutzutage in Sachsen ausgestorben sind (Acipenser sturio, Alburnoides bipunctatus u.ä.) und auch wertvolle Typenexemplare sind erhalten geblieben. Diese besonderen Exemplare der alten Sammlung der Universität Leipzig gehören heute zu der ältesten Abteilung in der Kollektion. Diese Exemplare wie der Coregonus oxyrhinchus, der in der Elbe in der Nähe Dresdens aus dem Jahr 1880 gefunden wurde und weitere historische Exemplare, die von E. Poeppig (1798-1868) und seinen Mitarbeitern gesammelt wurden, sind faunistisch relevant. Eine wichtige Erweiterung der Kollektion kam mit der privaten Sammlung vom Kurator und seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Der Vertrag mit dem Museu de Ictiologia der Universidad Tecnica del Beni in Trinidad, Bolivien, hat und wird die zukünftige Arbeit prägen. Im Fokus liegen die Forschung der Taxonomie und Phylogenetik von südamerikanischen Characiformes (Salmlerartigen) und Siluriformes (Welsartigen). Das Highlight der faunistischen Untersuchungen in Sachsen liegt bei der Publikation des „Atlas der sächsischen Fische“ aus 1996 und 2005, das in Kooperation mit der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Referat Fischerei in  Königswartha überarbeitet wurde.